Employer-Branding: Wie der Aufbau einer renommierten Arbeitgebermarke ganz sicher schief geht – in zehn Punkten

 

 

 

 

Employer-Branding ist das Stichwort, das Personaler wie Agenturen schon seit längerem in Entzücken versetzt: Klingt wichtig und modisch und soll sicherstellen, dass junge Talente in Scharen ins Unternehmen – inzwischen dann als Arbeitgebermarke – strömen. Oder wenigstens die Facharbeiter, die Mangelware werden.

Ausgesprochen ärgerlich aus Sicht so mancher Unternehmen sind natürlich Arbeitgeberbewertungsportale wie Kununu, wo sie öffentlich Kritik von Mitarbeitern oder Ex-Mitarbeitern erdulden müssen.

By the way: Beliebtes Gegenmittel soll sein, besonders linientreuen und opportunistischen Mitarbeiter Boni zuzuschustern im Gegenzug für sehr gute Bewertungen. Dumm nur, wenn die dann übers Ziel hinausschießen und durchgängig die Höchstpunkzahl geben – und das Ganze komplett durchsichtig wird. Klar, dass auf ersten Blick zwar der Schnitt damit gehoben wird, aber wer ernsthaft interessiert ist, sieht sich ja doch alle einzelnen Bewertungen an. Und lässt sich sehr wohl im Zweifelsfall abschrecken und gar nicht erst eine Bewerbung hinschicken.

 

Die dpa-Tochter „news aktuell“ und die Kommunikationsagentur Faktenkontor aus Hamburg haben deshalb mal die Fehler von Unternehmen zusammengetragen, die dazu führen, dass ihre Reputation als Arbeitgeber schlecht ausfällt. Oder jedenfalls nicht  gerade anziehend. „Die Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens nicht kennen, die Bedürfnisse der bestehenden und zukünftigen Mitarbeiter ignorieren oder das eigene Image nicht zur Chefsache machen – das sind nur einige Fehler, die Unternehmen beim Employer Branding machen können“, so news aktuell und Faktenkontor.

 

Was jedenfalls garantiert ein falsch ist und wie man sein Employer-Branding sicher gegen die Wand fährt, zeigen die folgenden zehn Punkte:

 

1. Employer Branding macht die Praktikantin
Chefs haben Wichtigeres zu tun.

 

2. Was wir potenziellen Mitarbeitern bieten?
Äh… Wissen wir selbst nicht. Hat sich noch nie jemand Gedanken
darüber gemacht.

 

3. Wir sind als Arbeitgeber austauschbar. Na und?!
Eine Arbeitgeber-Marke mit starkem Profil wird vollkommen
überschätzt.

 

4. Viel versprechen, wenig halten
Wenn die neuen Mitarbeiter erst einmal da sind, müssen wir unsere
Versprechen auch nicht mehr halten.

 

5. Schlechte Reputation ist uns egal
Wer wegen unseres schlechten Rufs nicht zu uns kommt, passt ohnehin
nicht zu uns.

 

6. Spitzenplätze in Arbeitgeber-Rankings sind nur was für Streber
Wir brauchen keine zusätzlichen Argumente für Bewerber, dass wir toll
sind.

 

7. Mitarbeiterzufriedenheit ist ein netter Luxus
Wer sich um zufriedene Mitarbeiter kümmert, lenkt nur von unserem
Leistungsanspruch ab.

 

8. Netzwerkpflege ist nur was für Personaler, die keinen Friseur zum
Quatschen haben
Kontakte zu Bewerbern frühzeitig knüpfen? Viel zu aufwändig!

 

9. Der beste Weg sind gedruckte Stellenanzeigen
Digitalkanäle sind neumodischer Quatsch!

 

10. Ist das Employer-Branding-Budget ausgegeben, ist es weg
Die Stärke der Arbeitgeber-Marke messen wir erst gar nicht. Das führt
nur zu unnötig hohen Erwartungen der Chefs.

 

 

Quelle: „obs/news aktuell GmbH/Sebastian Könnicke“

 

 

 

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