Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Vodafone-Finanzchefin Dimitrova, die Unpünktlichkeit mit Witzen bekämpft

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Anna Dimitrova, CFO beim Mobilfunkunternehmen Vodafone Deutschland.

 

Anna Dimitrova, CFO bei Vodafone (Foto: Vodafone)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

‚Vodafone verbindet die Welt’, das sagt meine 8-jährige Tochter. Und der Satz entspricht unserer Mission – ‚We connect for a better future’. In Deutschland sind wir eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen und liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand und treiben den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Meistens um 6:30 Uhr mit Kaffee und einem Blick in meine E-Mails. Danach wecke ich meine Tochter und begleite sie später zur Schule.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Ich bin offen und direkt, fordere, mag es aber auch zugleich, selbst gefordert zu werden. Mir sind die Zusammenarbeit und das Vertrauen in meinem Team sehr wichtig. Wir laufen dafür auch bei Team-Workshops schon mal gemeinsam über glühende Kohlen. Das schweißt zusammen und lässt uns als Team immer besser werden. Außerdem sind mir Hierarchien unwichtig, wenn ein Mitarbeiter meinen Rat möchte, steht meine Tür für ihn offen – da ist es egal, ob es eine Führungskraft oder ein Praktikant ist. Ich finde es schön, wenn wir gemeinsam lachen können und ich hasse Unpünktlichkeit – daher habe ich eine Regel eingeführt: Wer zu spät in ein Meeting mit mir kommt, muss einen Witz erzählen. Plötzlich sind alle pünktlich…

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Das würden die garantiert unterschreiben. Ich bekomme immer wieder als Feedback gespiegelt, dass ich immer fair agiere, sehr wertschätzend und umsetzungsstark bin. Manchmal vielleicht etwas zu schnell, aber da arbeite ich dran…

 

Tee oder Kaffee?

Lieber einen Kinderriegel. Ziehe ich jedem Kaffee vor. Habe immer eine Ration davon im Schrank.

 

Ihr Spitzname ist…?

In Bulgarien nennen sie mich Anni.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Wenn ich nachdenke, spiele ich immer mit einer Haarlocke. Und ich denke viel nach und habe lange Haare! 🙂

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Wenn meine Tochter mit mir über die Sinnhaftigkeit von Hausaufgaben diskutieren will. Ansonsten Unehrlichkeit und Unzuverlässigkeit.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Wie gesagt, ich kann sehr ehrlich und direkt sein – das gefällt nicht immer jedem.

 

Was möchten Sie gerne mal machen, wenn Sie wirtschaftlich unabhängig wären, nicht mehr in Ihrer Firma und ganz viel Zeit hätten?

Eine Champagner-Bar aufmachen und mich in dem Feld digitale Bildung engagieren.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Positives Denken, Tatendrang, Ehrlichkeit und ein herzhaftes Lachen.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Meine Familie, mein Handy und ich gestehe: Schokolade.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Madonna in den 80-er Jahren.

 

Anna Dimitrovas Platz in der Vodafone-Zentrale in Düsseldorfer Stadtteil Heerdt erkennt man sofort: An ihrer roten Decke – die muss immer da sein, weil sie so schnell friert.

 

 

 

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