Ein Teller Nudeln mit Generalkonsul Rafe Courage, der in Düsseldorf zum stolzen Twitterer wurde

 

Rafe Courage, Britischer Generalkonsul in Düsseldorf

Die allermeisten Manager, Top-Anwälte oder -Berater, die ich so spreche, haben gehörige Angst vor Twitter. Nicht nur, dass sie kaum wissen, worum´s da eigentlich geht – zum Ausgleich haben sie meistens eine umso festere Meinung dazu. Und sind strikt dagegen. Vorurteile? Iwo.

Wer ganz klar keine Angst vor Twitter hat, ist Rafe Courage. Doch ich erzähle mal von Anfang an: Am 5. September lud die Britische Botschaft in Berlin eine Handvoll Journalisten in Düsseldorf zum Presselunch ein, damit man den neuen britischen Generalkonsul, Rafe Courage, kennen lerne. Der vertritt nämlich Großbritannien in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Damals verkündete Courage, er starte nun auf Twitter – dem Kurznachrichten-Kanal – durch und ich wurde sein 25. Follower. https://twitter.com/search?q=rafe%20coruage&src=typd

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Heute erste Gespräche zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen mit Redaktueren von @rponline, @handelsblatt und @wiwo

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Sieben Monate später…

Jetzt trafen wir uns wieder, sieben Monate später. Bei einem kleinen Italiener, das Lokal heißt Casa Lisi und ist auf der Bismarckstraße, irgendwo zwischen Hauptbahnhof und Königsallee, wo die übliche Parkplatznot herrscht. Heute hat Rafe Courage 176 Twitter-Follower und freut sich darüber.

Ob unser Termin auch klappt, konnten wir zum Glück ruckizucki auf die letzte Minute über Direct Tweets abstimmen. Denn meine Mails hatten seine Assistentin nicht erreichen können. Direct Tweets sind die Botschaften, die nur Absender und Adressat lesen können, aber nicht Follower oder gar die Twitter-Öffentlichkeit. Superpraktisch. Es gibt „WirtschaftsWoche“-Kollegen, die erreicht man am ehesten und am allerschnellsten über Twitter.

 

 

 

Rafe Courage bestellt sich hier bei dem unauffälligen Italiener Casa Lisi – mitten in der Düsseldorfer City – Pasta Alla Rucola, Penne mit Tomatensoße auf Rucola. Er erzählt, dass zu seinen Followern die Oberbürgermeister von Düsseldorf, Thomas Geisel, Krefeld, Frank Meyer, und Köln, Henriette Reker, gehören.

Sein Vorbild sind die Twitter-Aktivitäten seines Diplomatenkollegen in Wien, Leigh Turner, der über 16.000 Follower hat. Der war in seiner Zeit in Istanbul genau deshalb so bekannt und beliebt gerade bei den Türken, die sehr aktiv auf den Social-Media-Kanälen seien. Das habe ihm auch als Diplomat sehr geholfen.

 

Guidelines, die am Ende nicht nötig sind

Seit zehn Jahren schon twittert das britische Auswärtige Amt – das Foreign Office – selbst und hält auch seine Diplomaten dazu an. Ob es dafür Guidelines gibt? Ja, die gibt´s, erzählt Rafe Courage. Aber ein flexibler, erfahrener Diplomat wie er sollte so etwas schon können und wissen, was passt, sagt er.

Zum Beispiel von den Veranstaltungen und Terminen, die er besucht. Etwa als die Partnerschaft zwischen den Städten Düsseldorf und Reading 70-jähriges Jubiläum hatte und er mit fünf seiner Mitarbeiter einen Lauf durch den Hofgarten mitmachte.

 

Follower lieben persönliche Tweets

Die ganz persönlichen Tweets sind am beliebtesten, ist ihm aufgefallen. Die sind aber auch am schwierigsten – die meisten Top-Manager könnten sich eine Scheibe abschneiden von Courage. Wann sieht man schon mal einen persönlichen Tweet von einem deutschen Dax-Vorstand, wenn überhaupt? Eigentlich nie.

 

Deutsche Manager scheuen Twitter

Im Gegenteil, seit US-Präsident Donald Trump für Twitter als Social-Media-Kanal steht, nehmen viele Manager das als Ausrede, sich erst recht nicht auf Twitter zeigen zu müssen. Und ignorieren die Bedeutung von Twitter, die der Social-Media-Kanal in anderen Ländern längst hat. Dabei: dem Image ihres Unternehmens täten sie einen Gefallen, wenn sie sich aus der Deckung wagten und ihrem Unternehmen ein Gesicht gäben – draußen gegenüber Öffentlichkeit und Kunden.

 

Der Diplomat im Kostüm

Doch zurück zu Rafe Courage. Er zeigte sich im Düsseldorfer Karneval. Den feierte er nämlich zum ersten Mal in seinem Leben im Februar diesen Jahres mit – und war auch recht mutig auf Twitter. Er postete ein Foto von sich im Biedermeier-Kostüm noch zuhause, bevor es losging. Der Hashtag: #RafeamRhein…

 

 

…und später zusammen mit Vera und Thomas Geisel, dem Düsseldorfer Oberbürgermeister, der sich im Karneval immer in -zig verschiedenen Kostümen zeigt. Und dass Courage sich freute, dass ihm ein Karnevalsorden verliehen wurde ..

 

 

…und mit Fotos vom Rosenmontagszug

 

Hier die Links zu den Twitter-Accounts von Courage und Turner:

https://twitter.com/search?q=rafe%20coruage&src=typd

https://twitter.com/leighturnerfco?lang=de

 

 

 

 

 

 

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