Die Angst vor den Kollegen: Wie Boni das Betriebsklima zerstören und Mitarbeiter Angst haben, aus der Elternzeit wiederzukommen

Das haben Sie gut hinbekommen, die Ewig-Restrukturierer mit ihren Boni-Zielen. Die Kaputt-Sparer, der Boni zuliebe – und natürlich die Strategen, die diese Ziele vorgeben.

Wer heute krank und zum Beispiel für eine geplante OP sechs Wochen ausfällt – oder besser ausfallen muss, denn er tut´s wohl kaum freiwillig oder aus Spaß an der Freude -, wird dafür von seinen Kollegen schlecht behandelt. Kalt gestellt, geschnitten, im allerübelsten Fall auch gemobbt. Denn die Kollegen haben Überlebensängste und Mühe, ihr eigenes Programm zu schaffen, das nach mindestens 15 Jahren Sparrunden allerorten oft eher für zwei als nur einen Mitarbeiter gestrickt ist. Die also sind nicht scharf darauf, so nebenbei die Arbeit von Kranken und Urlaubern mitmachen zu müssen.

Prima Betriebsklima. Teamgeist als Devise? Kollegialität? Wohl kaum.

 

38 Prozent befürchten Reaktionen der Kollegen

Das Jobportal Monster jedenfalls hat es nun mal mit einer Umfrage belegt, und zwar wurden offenbar Elternzeit-Rückkehrer gefragt – mit einem erschreckenden Ergebnis: „38 Prozent befürchten, dass auch das Verhältnis zu den Kollegen getrübt wäre, da diese Angst haben, bei einem „Kinder-Notfall“ einspringen und mehr arbeiten zu müssen.“

Das ist die Folge, wenn die ganze Belegschaft auf Kante genäht ist, niemand mehr als Springer da ist und Vertretungen nur noch gegenseitig und obendrauf aufs eigene Pensum stattfinden.

 

Hohe Arbeitsbelastung

Und das ist auch einer der Gründe, warum so viele Menschen lieber vom Urlaubsort aus mailen und regelnd eingreifen. Perfide nur, wenn dann die Führungskräfte bei Umfragen zu dem Thema Arbeiten an der langen Handyleine in den Ferien spöttisch sagen: sie hätten´s ja nicht verlangt und fänden es im übrigen auch gar nicht gut.

Denn die viel zu knappen Belegschaften haben sich nicht die Mitarbeiter selbst gewünscht und sie sind es auch nicht, die die Boni für die Entlassungen kassieren.

www.monster.de

 

 

 

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