TV-Tipp CNN-Wirtschaftsmoderator Richard Quest „Europa 2020“ (1): Schweden ohne Bargeld

„Europe 2020“ (I)

In den nächsten zwei Monaten gibt es einmal pro Woche einen Beitrag in „CNN Money with Nina dos Santos“ unter dem Namen „Europe 2020“ mit Richard Quest, dem CNN-Kultmoderator der TV-Serie „Business Traveller“. Dabei wird es um unterschiedliche Wirtschaftsaspekte in Europa gehen wie zum Beispiel Bargeld in Schweden, das dort kaum noch akzeptiert wird, Cobots in Deutschland oder den weltweit ersten Cybathlon in Zürich.

 

 

Foto: CNN International

Cafe´ohne Cash – Richard Quest (l.) (Foto: CNN International)

 

 

In Schweden gab 1661 eine Bank, die erstmals Papiergeld statt Münzen ausgab. Jetzt könnte Schweden das erste Land sein, das komplett bargeldlos auskommt. CNN-Wirtschaftsmoderator Richard Quest ist in die skandinavische Metropole Stockholm gereist, um vor Ort selbst zu recherchieren, wie es um das Bargeld in dem Land steht, das man sonst in Zusammenhang mit Ikea, Spotify oder ABBA bringt.

 

 

CEO Jan Broman (Foto: CNN International)

CEO Jan Broman (Foto: CNN International)

 

 

Um herauszufinden, was aus „Money, money, money – must be funny“ geworden ist, stattet Quest der Museenlandschaft der schwedischen Hauptstadt einen Besuch ab. Neben dem Abba-Museum ist mittlerweile auch das Fotografiska Museum bargeldfreie Zone. Im Gespräch mit CEO Jan Broman gesteht dieser, dass er niemals Bargeld bei sich hat. Er erkennt – sichtlich irritiert – nicht einmal die Banknote, die ihm Quest präsentiert.

„Ich wollte Bargeld schon 2010 aus dem laufenden Geschäftsbetrieb verbannen, aber der Rest des Teams meinte, es sei zu früh“, sagt der Geschäftsführer des Fotografiska Museums Broman.

 

 

(Foto: CNN International)

Carl Molinero (l.), E-Commerce-Chef der Swedbank mit Richad Quest (Foto: CNN International)

 

Auch im Café, in dem sich der Wirtschaftsmoderator mit dem Head-of-E-Commerce der Swedbank trifft, ergeht es Quest nicht anders. An seinen gedruckten Banknoten ist man nicht interessiert. Carl Molinero erläutert ihm, wie die meisten Schweden ihre Zahlungen tätigen: mit Swish. Das ist eine App, mit der man ohne Zeitverzögerung und kinderleicht Geld transferieren kann. War das Geld in der einen Minute noch auf dem Konto des Versender, ist es in der nächsten schon beim Empfänger angekommen. Die App ist entstanden bei einer Zusammenarbeit der sechs größten Banken Schwedens und hat sich dort mittlerweile durchgesetzt.

 

App (Foto: CNN-International)

App Swish (Foto: CNN-International)

 

Selbst der Verkäufer der Obdachlosenzeitung‚ „Situation Stockholm“ sagt, dass bei ihm rund 70 Prozent seiner Käufer nicht mit Bargeld, sondern mit Swish bezahlen. Auch in den Klingelbeuteln in schwedischen Kirchen klimpern keine Münzen mehr, seit das Bargeld schrittweise aus dem Alltag verschwindet.

 

 

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Nichtsdestotrotz sagen aktuelle Prognosen voraus, dass auch in Schweden das Bargeld nicht sofort restlos verschwindet. Für mindestens zwei Jahrzehnte rechnet man mit dem Fortbestand der gedruckten Banknote.

 

Link zum Video: http://cnnmon.ie/2eKoDwi

 

 

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Alle Kommentare [1]

  1. Ok, den Schweden ist ihre Privatsphäre also egal und jeder darf wissen können, ob man im Supermarkt Kaugummis oder Kondome gekauft hat. Auch wo man man sich gerade befindet, darf endlich jeder wissen. Ebenfalls vor Zwangsenteigungen und Negativzinsen scheint man in Schweden keine Angst zu haben. Schön für die Schweden, aber selber Schuld. Hier in Deutschland möchte ich diese Situation nicht haben. Unternehmen, Staat und Nachrichtendienste dürfte in Hinblick auf eine bargeldlose Gesellschaft dagegen feuchte Träume bekommen. Nein Danke. Nur Bares ist Wahres!