Ein Teller Thunfischsteak mit Stefan Seitz: „Traurige Mandanten-Augen“

Stefan Seitz ist Arbeitsrechtler, steht der gleichnamigen Anwaltskanzlei in Köln vor – und sein Herz schlägt für den Sport. Weshalb auch viel Sportprominenz zu seiner Mandantschaft gehört.

Stefan Seitz

Stefan Seitz, Arbeitsrechtler und Namensgeber von Seitz Partner in Köln

 

 

 

 

 

 

 

Als Stürmer wurde Stefan Seitz mit seinem Team dreimal deutscher Hockey-Meister und dreimal Europacup-Sieger. Als Bundesligaspieler. Denn Nationalspieler war er nie. Dieser Unterschied ist ihm wichtig. Auch heute spielt Hockey noch eine große Rolle in seinem Leben: als Präsident des Hockeyclubs Rot-Weiß Köln. Nebenbei bemerkt: damit ist er nicht der einzige. Gute 40 Kilometer weiter in Düsseldorf, ist Anwalt und M&A-Experte Klaus Grossmann von der Großkanzlei Taylor Wessing Vorsitzender eines Hockeyclubs, und zwar dem DHC.

Seitz dagegen ist Namensgeber von Seitz Partner, einer Sozietät mit 46 Anwälten, vorwiegend Arbeitsrechtler. Seine Liebe zum Sport zeigt sich auch auf seiner Klienten-Liste, auf der illustre Männer wie der Fußballtrainer Christoph Daum, der Manager Reiner Calmund oder der Rennfahrer Nick Heidfeld stehen. http://www.koeln-nachrichten.de/gesellschaft/vereine-und-initiativen/vereine-news/article/koelner-traditionsclub-rot-weiss-hat-neuen-praesidenten.html.

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Die traurigen Augen der Aufsichtsrats-Kandidaten

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Was ihn derzeit als Anwalt besonders umtreibt? Nicht nur den Unternehmensmandanten wasserdichte Vergütungssysteme für ihre Manager zu erstellen oder Betriebsräte-Vergütungen abzuchecken. Damit sie ja nicht zu hoch sind und die zuständigen Entscheider riskieren, vom Staatsanwalt verfolgt zu werden. Oder seinen Mandanten klarzumachen, dass Aufsichtsräteposten nicht mehr nur attraktiv sind – wie früher. „Da guckt man in traurige Augen wenn man denen etwas über ihre Haftung sagt“, erzählt Seitz.

Thunfischsteak im Basil´s in Düsseldorf

Thunfischsteak im Basil´s in Düsseldorf

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Hier im Basil´s bestellt sich Seitz ein Thunfischsteak und verputzt es zügig. Und kommt auf sein Lieblingsprojekt zu sprechen, das er in seinem Club aus der Taufe gehoben hat und auf das er mächtig stolz ist: Er vermittelt jungen Profisportlern, die noch studieren, zum Beispiel an seinen eigenen Hockey-Verein Rot-Weiß Köln und gleichzeitig – je nach Studienfach – in die Industrie, zu Versicherungen oder eben Anwaltskanzleien wie seine. Damit sie schon mal in der Berufswelt andocken können, auch wenn sie durch ihre Sportlerkarriere erst Jahre später als ihre Kommilitonen mit der Uni fertig werden. http://blog.wiwo.de/management/2013/01/25/captains-day-auf-der-boots-messe-wirtschaftselite-trifft-auf-sportelite-warum-sportler-eigenschaften-mitbringen-die-arbeitgeberherzen-jubeln-lassen-mussten/  So hat Seitz beispielsweise die Zeller-Brüder, die Hockey-Nationalspieler und zweifachen Olympiasieger Christopher und Philipp, in seinen Club geholt. http://www.express.de/olympia-2012/koelns-super-brueder-wess-und-zeller-triumphieren-im-doppelpack,16596630,16869106.html

 

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Bückball-Artikel für den Professor .
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Und dann erinnert sich Seitz an seine Ausbildungszeit, etwa als er an der Uni Köln bei Professor Peter Hanau seine Doktorarbeit schrieb: Für den Arbeitsrechtler musste einer der wissenschaftlichen Assistenten jeden Montagmorgen die Zeitungsartikel über Hockey-Spiele ausschneiden. Bückball nannten seine Kollegen am Lehrstuhl die Sportart spöttisch. Dass auch seine drei Kinder – alle im Rot-Weiß Köln – Feldhockey spielen, ist klar. Denn in solchen Traditionsclubs haben auch ganze Familienclans Tradition.

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