NRW-Justizminister fordert Deckelung der Manager-Gehälter bei einer Million Euro

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) prescht vor, mal wieder: Erst forderte der Essener ein Unternehmensstrafrecht – wie es die meisten anderen europäischen Länder und die USA ohnehin längst haben – und nun eine Deckelung der Managergehälter bei einer Million Euro.

NRW-Justizminister Kutschaty

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD)

 

 

 

Das Foto entstand in seinem Büro, als ich ihn im Juni im Düsseldorfer Landtag für die Recherchen zum Unternehmensstrafrecht besuchte. Damals war noch keine Rede von seinen Forderungen zur Managergehälter-Deckelung, die erst heute öffentlich wurden. http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/nrw-will-managergehaelter-deckeln-1.3608215?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=themennnewsletter&utm_content=wirtschaft

Dass er die Gehälter der Manager „unverhältnismäßig“ findet. Und dass eine Million Euro im Jahr reiche. Und das er das gesetzlich verankern will.

Und so schreibt heute die „Rheinische Post“: „Die von der Bundesregierung geplante Änderung des Aktienrechts – dass künftig Aktionäre in der Hauptversammlung über die Vorstandsgehälter entscheiden und nicht nur die Aufsichtsräte, aber eben ohne Obergrenze – sei unzureichend, kritisierte Kutschaty. Die SPD werde die Pläne am 20. September im Bundesrat stoppen, kündigte der Jurist auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa an.“

Und weiter: „Was in den Vorstandsetagen einiger Firmen kassiert wird, ist die pure Gier“, so Kutschaty. „Eine Millionen Euro ist für mich nach wie vor sehr viel Geld. Mir kann keiner erklären, warum das nicht reichen soll.“ Zuletzt hatten sich im März die Schweizer in einer Volksabstimmung gegen sehr hohe Managergehälter ausgesprochen.

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