Clever Inszeniert: Ein Herz und eine kleine Krone – Gastbeitrag von PR-Profi Frank Behrendt zum Baby des Jahres

Frank Behrendt, Geschäftsführer der PR-Agentur Fischer-Appelt

Frank Behrendt, Geschäftsführer der PR-Agentur Fischer-Appelt

 

Ein Herz und eine kleine Krone

Frank Behrendt, Kommunikationsberater und Vorstand der Agentur FischerAppelt über die clevere Inszenierung der jungen Vertreter der britischen Königsfamilie

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Die jungen Royals in England machen einfach alles richtig. Kein PR-Stratege hätte es besser inszenieren können, was Everybody´s Darling Kate und ihr angetrauter William nach der Geburt des kleinen Prinzen George Alexander Louis kommunikativ inszenierten. Allein die Optik der jungen Eltern: Sie im blauen Pünktchen-Kleid – wie einst Lady Di. Was für eine smarte Hommage an die einstige Königin der Herzen, deren Rolle Kate inzwischen lächelnd angenommen hat. Und der junge Vater – ebenfalls smart casual im hellblauen Hemd. Frisch sahen sie aus und der kleine Prinz zappelte – oder winkte er gar? – fröhlich mit den Händchen.

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Diesmal nicht im Krisen-PR-Modus

Und dann wurde gescherzt. Gut, die eine oder andere Zote hatte man vom Ur-Großvater Prinz Philip in Erinnerung und auch Prinz Charles hat hier und da mal was gesagt und gemacht, was komisch war. Aber eher unfreiwillig. Und Harry, nun ja, der Großmeister im ins-Fettnäpfchen-treten, wo immer er auf der Welt unterwegs war. Auf jeden Fall waren die Auftritte der bisherigen männlichen Royals eher dazu geeignet, den PR-Truppen des Königshauses die Schweißperlen auf die Stirn zu treiben und umgehend in den Krisen-PR-Modus zu wechseln. William ist da anders. Er macht einen Scherz und sogar auf seine eigenen Kosten, indem er bemerkte, der kleine George hätte Glück gehabt, daß er eher nach der hübschen Mami käme. Sweet!

Ja und dann stiegen sie ins Auto. Und zwar in so eines, wie es sich eine junge Familie nur wünschen kann. Groß, sicher und der Maxi-Cosy mit dem Junior passt perfekt auf die Rückbank mitsamt winkender Strahle-Mami. Und dann, ja hat man das jemals gesehen? Da steigt der frische Prinzen-Papi William ins Auto und fährt selbst. Lässig, souverän. Ein klares Zeichen dass sich am Hofe einiges ändern wird, wenn er mal König ist.

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Storytelling at it´s best

Auch die Namens-Diskussion haben die jungen Eltern cool gelöst. Kein Affront durch wilde neue Namen, ein Bekenntnis zur Tradition und dennoch eingebaut ein Schmankerl. Louis. Woher kommt der denn? Tja, ein deutscher Onkel von Prinz Philip, Lord Louis Mountbatten, genannt „Onkel Dickie“. Herrlich. Storytelling at it´s best.

Behrendt.royal

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Ein Leben ohne die Royals? Kaum auszuhalten

Die Monarchie-Fans wussten es ja schon immer, dass das Leben ohne Royals kaum auszuhalten ist. Die Monarchie-Gegner wünschen sich bislang den teuren Clan am liebsten per One-Way-Ticket in irgendeine ferne Ex-Kolonie. Doch gegen den Charme der neuen royalen Generation ist schwer anzumeckern. Zu viel Gutes tun William, Kate und bald der kleine George Alexander Louis für das Image und die Vermarktung von England. Von der Souvenir-Industrie mal ganz zu schweigen. Die nächsten medialen Großkampftage stehen bereits an: Das offizielle erste Familienfoto und die Taufe! Boy George wird auch da perfekt performen. Und seine Eltern auch.

Daher: Standing Ovations für die königlichen Kommunikatoren des Jahres und: „God save this baby!“

 

http://www.bunte.de/royals/kate/kate-und-william-insider-sie-sind-mit-baby-george-in-bucklebury_aid_43965.html

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/royal-baby-im-blitzlicht-william-und-kate-praesentieren-ihren-sohn/8537214.html

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