Wenn Einkäufer das Sagen hätten, wären dann mehr Frauen Chefs ?

Vielleicht können Entscheider in mittelständischen Unternehmen besser rechnen als ihre Kollegen in Konzernen. Jedenfalls ist in der Privatwirtschaft insgesamt der Anteil von Frauen in Führungspositionen auf 30 Prozent gestiegen von 2001 bis 2010. Demgegenüber beträgt der Damen-Anteil in den Vorständen der Dax-Konzerne gerade mal drei Prozent, hat das DIW jetzt errechnet.

Und weil die Frauen auf dem Chefsessel 21 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, ist doch nun klar, an welcher Stelle Unternehmenslenker ganz schnell ordentlich Kosten sparen können.

http://www.diw.de/de/diw_01.c.407620.de/themen_nachrichten/frauen_in_fuehrungspositionen_positive_entwicklung_auf_unteren_und_mittleren_ebenen.html

Und diese 21 Prozent sind der Durchschnitt: ehrlich ist der Wert von 27 Prozent, wenn man nämlich die Spitzenwerte herausrechnet, die für Verzerrungen sorgen.

Summa summarum gibt es in Deutschland vier Millionen leitende Angestellte. Die Männer unter ihnen haben im Schnitt 33 Mitarbeiter, die Frauen nur 20. Das, obwohl sie in in ihrer Ausbildung kaum von einander zu unterscheiden sind: 64 Prozent der Frauen und 66 Prozent der Männer haben einen Uni-Abschluss.

Hätten also die Einkäufer ein Wörtchen mitzureden bei der Human-Ressources-Beschaffung und -Beförderung, würden womöglich viel mehr Frauen Chefs werden – oder weiter die Karriereleiter hochbefördert. Bekommt man doch für 21 Prozent weniger dieselbe Qualifikation. Und selbst an den Dienstwagen und Sonderleistungen können Unternehmen sparen, hat das DIW herausgefunden. Auch dabei verlangen Frauen weniger als Männer. 

Dieses Ergebnis deckt sich mit den Erzählungen aus der Praxis von Headhunterin Sabine Hansen, Partnerin bei Amrop Delta. Weil Frauen stets so bescheiden sind mit ihren Gehaltsforderungen, muss sie sie regelmäßig coachen – was ja am Ende auch ihr Honorar steigern dürfte. Somit ist allen gedient.

http://blog.wiwo.de/management/2012/03/23/ein-teller-massamang-curry-mit-sabine-hansen-was-manner-beim-jobwechsel-besser-machen-als-frauen/

Genaugenommen fragt man sich, warum diese Möglichkeit, Kosten zu sparen, nicht längst praktiziert wird ? Warum stattdessen umständlich Unternehmensberater beauftragt – und teuer bezahlt werden – müssen, um diese elegante Möglichkeit dann doch nicht gezeigt zu bekommen?

Sabine Hansen, Headhunterin bei Amrop Delta

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