Arbeitsgericht Frankfurt: Wer klaut, darf heimlich gefilmt werden

Wer im Job klaut und dabei überführt wird durch heimliche Videoüberwachung, muss sich die fristlose Kündigung gefallen lassen. Das meldet heute die Nachrichtenagentur dpa und bezieht sich auf ein Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt (Aktenzeichen: 7 BV 168/12). Das gilt selbst dann, wenn weder die Belegschaft noch der Betriebsrat vorher über die Videoüberwachung  informiert wurden.

Was auch nicht zieht: Ein Beweisverwertungsverbot wegen der heimlichen Videoüberwachung. Konkret hatte ein Bistro am Frankfurter Flughafen einen Service-Mitarbeiter dabei aufgenommen, als er Geldscheine aus der Kasse klaute – und zwar gleich mehrmals. Die Kamera war eben deshalb über der Kasse montiert worden, weil die häufigen Fehlbestände den Chefs schon aufgefallen waren.

Das Fazit der Richter: Das Persönlichkeitsrecht des Diebes ist in dem Fall nicht so hoch zu bewerten wie „das Interesse der Firma an Vermeidung von Straftaten“.

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