Ulmer-Eilfort allein im Haus – die neue Baker & McKenzie-Chefin

 

Eins ist der neuen Managing-Partnerin von Baker & McKenzie besonders wichtig: Constanz Ulmer-Eilfort, 50, ist die alleinige Kanzlei-Chefin in Deutschland. Das ist ein Seitenhieb auf Hengeler Mueller, die zwar auch schon seit über zwei Jahren mit Daniela Favoccia eine Lady an der Spitze haben – doch Favoccia hat nicht alleine das Sagen. Sie bildet nämlich eine Doppelspitze mit Matthias Hentzen in einem sogenannten „geschäftsführenden Verwaltungsausschuss“. Und so ganz nebenbei betont Ulmer-Eilfort, dass Baker & Mc Kenzie ohnehin die bekannteste Anwaltsmarke der Welt sei.

 

Constanze Ulmer-Eilfort, Managing-Partnerin bei Baker & McKenzie

 

Dabei hat Ulmer-Eilfort eins zu bieten, was sogar die meisten Frauen in Top-Positionen der Wirtschaft nicht vorweisen können: Die Schwäbin hat schon drei Kinder in die Welt gesetzt und groß gezogen. Und die sind sind jetzt groß genug, damit die Suttgarterin solch eine Job mit so vielen Dienstreisen übernehmen kann: Zwei ihrer Kinder studieren, eins geht in die 11.Klasse. Und herumreisen wird Ulmer-Eilfort künftig viel, denn sie will – ein sportliches Ziel – regelmässig an allen Standorten sein.

Ihre anderen Ziele überraschen wenig: Am deutschen Markt will sie die Baker & McKenzie-Qualität weiter bekannt machen, weitere neue Mandanten zu gewinnen und Mandate auszubauen.

Für Baker & McKenzie ist 2012 ein wichtiges Jahr, wurde die Sozietät in Deutschland doch vor 50 Jahren gegründet. Die Sozietät hat heute über 3750 Anwälte in 43 Ländern und gehört zu den größten weltweit. In Deutschland sind bei Baker & McKenzie rund 200 Juristen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München), weitere 30 sind in Wien und in der Schweiz nochmal 80 (Zürich und Genf). Immerhin stammt Christine Lagarde, die IWF-Chefin, von Baker & McKenzie, die deren Weltchefin war von 1999 bis 2004.

Ulmer-Eilfort selbst stiess bereits als Referendarin vor 21 Jahren in Frankfurt hinzu, wurde 1998 Partnerin und ging vor sechs Jahren ins Münchner Büro. Da baute sie, wie sie stolz berichtet, die IP-Praxis der Kanzlei auf. Ob sie sich als Schwäbin auch außerhalb Süddeutschlands durchsetzt, bleibt abzuwarten. Der verbindliche lockere Typ, dem Small-Talk in die Wiege gelegt wurde, ist sie nicht gerade.

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