Karnevalszüge als verpasste Werbe-Gelegenheit

Da vermeldet heute die Nachrichteagentur dpa, dass mehrere Schulen in Mainz ihre Schüler verpflichten, im Karnevalszug mitzulaufen. In selbstgeschneiderten Kostümen, das Ganze gilt dann als Schulveranstaltung  und die Kiddies bekommen zum Ausgleich einen weiteren schulbankfreien Tag. Alles ist – politisch völlig korrekt – mit dem Elternrat abgestimmt.Eine Empfehlung als Arbeitgeber Ob sich so ein Modcll nicht auch auf Unternehmen und Mitarbeiter übertragen liesse? Zumindest in den Karnevals-Hochburgen? Statt den üblichen Rittergruppen oder Riesenzwergen als Fußtruppe oder dem Hockeyclub mit selbsgebasteltem Wagen kann ich mir wunderbar Unternehmensangehörige vorstellen, die mit Firmenlogo auf der Brust oder dem Hut mitziehen und Bonbons – eingewickelt in Papierchen mit Firmenlogo – verteilen. Macht es doch keinen schlechten Eindruck,wenn da eine ganze Truppe gleichgewandet – die Telekom-Leute vielleicht in magentafarbenen Kostümen, eine Aral-Truppe in klassisch-blau – daher kommt. Da wirkt man doch gleich wie ein Team und macht einen guten Eindruck, fällt irgendwie auf und kann seinen Namen der Bevölkerung empfehlen. Sei es zur Produktwerbung oder der Imagestärkung. Damit Bewerber demnächste wenigstens den Firmennamen schon mal gehört haben, wo sie sich bitte bewerben mögen, wenn´s ernst wird mit dem Demografie-Arbeitnehmermangel .

 

Welche Verkleidung es denn werden soll, ob Tiertruppe, Märchenfiguren oder lauter Heinos, darüber kann man sich ja den Rest des Jahres Gedanken machen. Die Fantasie dürfte grenzenlos sein: Bademäntel, Champagnerflaschen in der Hand und blaue Bändchen am Arm würde sicher nicht die Ergo selbst präferieren. Aber vielleicht Mitbewerber und gar Trüppchen entlassener Mitarbeiter könnten natürlich auf solche satirischen Ideen verfallen.  Als Martin Sonnborn, der Titanic-Gründer, sich solch ein Verkleidungstreffen vor der Ergo-Zentrale anlässlich der Pressekonferenz des Versicherers ausgedacht hatte, kamen noch nicht genug Spaßvögel zusammen. Das könnte Karneval anders sein.

 

Manche Firmen müssen erst mal visibel werden

 

Bei Mararathon-Läufen wie Metro Group Marathon in Düsseldorf   http://blog.wiwo.de/management/2011/05/10/auffallen-ist-alles-zumindest-beim-dusseldorf-marathon-als-laufer-fur-die-eigene-firma/ habe ich mich immer schon gefragt, warum nicht viel mehr Unternehmen aus der Region ihre Mitarbeiter Staffeln laufen lassen oder sonstwie zur Teilnahme am Lauf vor hunderttausenden von Konsumenten bewegen – natürlich in Firmen-T-Shirts undsoweiter. Gut erkennbar schon vom weitem und als lebende Werbung für Arbeitgeber am Ort. Schon um den immer so lautstart beklagten Facharbeitermangel zu begegnen und rechtzeitig für ein gutes Arbeitgeberimage – oder erst mal Visibilität, das fehlt ja wohl der Mehrheit, vor allem den Mittelständlern – zu sorgen.

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