Auffallen ist alles – zumindest beim Düsseldorf-Marathon als Läufer für die eigene Firma

Die beiden EON-Hasen zogen viele Blicke auf sich – und ernteten auch am meisten Mitleid bei 28 Grad in praller Sonne in so einem dicken Fell.Doch die meisten Unternehmen verstanden es nicht annähernd so gut, bei diesem Event mit Volksfestcharakter für sich Werbung zu machen.

Das waren Millionen verschenkter Werbe-Chancen. Wäre es doch ein preiswerter Anlass gewesen., so viele der eigenen Mitarbeiter und meinetwegen auch deren Familien wie möglich für sich ins Werbe-Rennen zu schicken. Loreal hatte zwar eine ganze Menge Leute in den orangenfrabenen T-Shirts für sich ins Rennen geschickt – doch wirklich gut war der dünne Schriftzug nicht zu erkennen. Und so war es mit den meisten dieser Company-Shirts: Meist waren die Logos zu klein oder nicht zuzuordnen. Oder zu klein, um im Vorbeirennen erkennbar zu sein. Der Schriftzug auf dem Rücken war nahezu sinnlos, wer guckt schon den Vorbeigelaufenen hinterher? Oder die Henkel- und die Vodafone T-Shirts. Vielleicht gut erkennbar, wenn man sie auf einer Grillparty trägt, aber nicht bei einem schnellen Marathon und seinem Gewusel.
Oder stehen die Mehrzahl der Leute so wenig zu ihren Companies, dass sie nicht mal ein wenig Werbung für sie machen wollen? Wahrscheinlich ist es so. Gehen Sie mal durch die Tiefgarage ihrer Firma und gucken, auf wievielen Autos ein Aufkleber mit dem Firmenlogo prangt? Nicht mal die Chefs gehen mit ihren dienstwagen in dem Punkt mit gutem Beispiel voran. Aber vielleicht haben sie einfach keine Lust, alle drei Jahre in ihrem Sportclub mit einem anderen Firmennamen vorzufahren.
Doch zurück zum Düsseldorf-Marathon: Was hätte der Firmenwerbung geholfen? Luftballons mit dicken Aufdruck etwa, denn die wären von weitem schon erkennbar gewesen. Oder schrille Verkleidungen – wie bei der Sprachschule Sprachcaffe etwa. Doch auch die müssen ungefähr so auffällig sein wie die Eon-Hasen: Da hoppelten die Läufer als rosafarbene Bunnies durchs Ziel (siehe unten).  Unten sind auf den ersten Fotos die Stadtwerke, Provinzial, Henkel, Eon, Sprachcaffe und Air Berlin wenigstens auf den Papp-Bechern zu erkennen – und jemand, der gleich eine ganze Fahne für Tibet trug. Fahnen mit Firmenlogo wären auch noch aufgefallen.
Und Metro als Sponsor, die fielen natürlich ohne Ende auf: stand der Schritzug doch auf den Startnummern. So wie Air Berlin eben auf den Pappbechern mit Wasser für die Läufer.
Eon
Eon
Stadtwerke

Stadtwerke

Henkel

Henkel

Provinzial

Provinzial

Sprachcaffe Düsseldorf

Sprachcaffe Düsseldorf

Air Berlin

Air Berlin

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