Die verlockenden Mini-Fläschchen im Hotelbad

Je jünger, umso eher lassen Hotelgäste etwas verschwinden. 63 Prozent der Hotelgäste zwischen 18 und 29 Jahren, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es sogar 66 Prozent, haben schon etwas geklaut. Über 40 Jahren liegt laut der Reise-Webseite „lastminute.de“ bei immer noch 50 Prozent.

Eine weitere Auffälligkeit: Unter Akademikern sind besonders viele diebische Elstern: Nämlich 66 Prozent.

Interessant wird´s bei der Definition des Stehlguts: Badeutensilien wie Seife, Duschgel- und Shampoo-Fläschchen werden allen Ernstes am liebsten mitgenommen (Platz Eins). Haben die Leute denn keine eigenen Shampoos undsoweiter, die durchaus hochwertiger sind? Stifte stehen auf den zweiten Platz gefolgt von Handtüchern auf Platz Drei. Bei Zeitungen und Zeitschriften im Hotelzimmer dürfte oft das Unrechtsbewusstsein fehlen, wenn ein Gast sie einsteckt. Bei Hausschlappen geht man wohl auch nicht so schnell davon aus, dass der nächste Gast sie auch noch mal benutzen will. Schließlich gibt es genug Geschäftsleute, die ihren Fußpilz ihr Leben lang nicht mehr los werden. Bei Bademänteln und Kleiderbügeln auf Rang sechs und sieben gibt es dagegen bei den Reisenden sicher keine Zweifel mehr – dass die nicht zum Mitnehmen gedacht sind, ist klar.

Um dies herauszufinden hat die GFK – Gesellschaft für Konsumforschung – im Auftrag von der Reise-Webseite „Lastminute.de“ 1000 volljährige Menschen in Deutschland befragt.
Die sieben beliebtesten Dinge, die Hotel-Gäste einstecken:

1. Badeutensilien (Seife, Shampoo, Duschgel): 78 Prozent (Männer:
73 / Frauen: 85)
2. Stifte: 31 Prozent (Männer: 31 / Frauen: 30)
3. Handtuch: 16 Prozent (Männer: 18 / Frauen: 15)
4. Zeitungen/Zeitschriften: 16 Prozent (Männer: 17 / Frauen: 15)
5. Hausschlappen: 13 Prozent (Männer: 12 / Frauen: 14)
6. Bademantel: 3 Prozent (Männer: 3 / Frauen: 3)
7. Kleiderbügel: 2 Prozent (Männer: 3 / Frauen: 1)

Quelle: GFK 2011

http://www.presseportal.de/pm/53551

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Alle Kommentare [3]

  1. Nach einem intensiven Schmunzeln über die „Sammel-Leidenschaft“ von Hotelbesuchern:
    Im angloamerikanischen Sprachraum werden einige der von der GfK als besonders beliebt beschriebenen Gegenstände wie die Fläschchen im Hotelbad, Stifte und Zeitungen als „give-aways“ bezeichnet.
    Dass Gäste diese mitnehmen mag amüsant sein, kriminell ist dieses Verhalten keineswegs – und es sollte auch nicht in diesen Bereich eingeordnet werden.

    Ein Geständnis zum Schluss: Auch ich schätze die verlockenden Mini-Fläschchen aus guten Hotelbädern.

  2. Dies ist eine sicherlich interessante Sicht der Dinge. Ich bin der Meinung, dass die kleinen Kernseifen sicherlich ausgewechselt werden. Also ein neuer Gast, die bereits benutzte Kernseife nochmal verwendet.

  3. Ich stimme Herrn Kroll voll und ganz zu. Als kriminell würde ich das Verhalten aufkeinenfall beschreiben. Ich betrachte die kleinen Fläschchen doch eher als Werbemaßnahme aus Sicht des Hotels und als Souvenir aus Sicht der Kunden!