Burn-Out? Sie Schwachmat

 

Experten wie Professor Bernhard Badura von der Uni Bielefeld warnen seit Jahren – und so langsam realisieren es die ersten Unternehmen, was schon ein deutlicher Trend und in Zahlen nachweisbar ist: Die Burn-out-Fälle in den Unternehmen steigen mit hohem Tempo. Verwunderlich ist das nach all den Jahren unter dem Damokles-Schwert der täglichen Kündigung und der Arbeitsverdichtung, die immer stärker gewordenen ist, nicht.

Eine Lobby haben die Burn-out-Kandidaten in den Unternehmen nicht. Vielen schlägt gar das blanke Unverständnis entgegen nach dem Motto: „Die Betroffenen haben auch selbst schuld daran, oder wenigstens mitschuld.“ oder ernsten – freilich hinter ihrem Rücken nur Spott wie diesen: „Was ist denn das für ein Schwachmat?“ Andere Kollegen wissen einfach nicht damit umzugehen und schweigen deshalb.

Nun kommt laut dapd-Meldung ausgerechnet die IG Metall daher und fordert Anti-Stress-Verordnungen für Unternehmen. Sie verlangt von Arbeitgebern und Politik „Maßnahmen gegen die zunehmende Zahl psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz“. Denn immer häufiger litten Beschäftigte am
Burn-out-Syndrom, „Hilfsangebote oder gar Prävention am Arbeitsplatz
gebe es aber kaum,“ soe Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban. Mehr noch: Hier ticke eine „gesellschaftliche Zeitbombe“, die mit individuellen Anti-Stress-Verordnungen für Unternehmen entschärft werden könne.

 

Laut dapd ergab einer Blitzumfrage der Gewerkschaft unter knapp 4000
Betriebsräten: 86 Prozent der Firmen nehmen den Anstieg
psychischer Erkrankungen als Problem wahr. 69 Prozent der
befragten Betriebe fehlen aber ganz oder haben keine ausreichenden Hilfsangebote für Erkrankte. 73 Prozent der Betriebsräte finden, es müsse mehr für den Gesundheitsschutz getan werden.

 

Ob die gewerkschaftseigenen Unternehmen besser dastehen als die befragten Unternehmen, ist nicht bekannt.

 

 

 

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