Gerade junge Frauen wollen eine Managerinnen-Quote – verständlicherweise

Man kann das Thema schon fast nicht mehr sehen, aber zwischendurch gibts doch mal wieder etwas Berichtenswertes: eine Umfrage im Auftrag des Telekommunitations-Branchenverbands Bitkom ergab, dass rund Dreiviertel der jungen Frauen – konkret 72 Prozent – durchaus die Frauenquote für Führungspositinen wollen. Das ist deutlich mehr als der Schnitt aller Frauen, die sonst zwar auch auf gut über 50 Prozent kamen, aber eben nicht fast Dreiviertel. Wenn aber gerade die Jungen Frauen von 14 bis 29 Jahren so sehr für die gefürchtete Quote sind, sollte man aufmerken. Denn sie sind diejenigen, denen eine Quote tatsächlich mehr zugute käme als, sagen wir mal den über 65-Jährigen. Von dene ist auch nur noch knapp jede Dritte – 30 Prozent – für eine Chefinnen-Quote. Kein Wunder, Nachtigall ick hör Dir trapsen: Ihre eigenen Chancen auf einen Top-Führungsjob sind statistisch gesehen einfach nicht mehr so hoch, wie für die jüngeren Ladies. Kurz: Es kann ihnen egal sein, jedenfalls wenn sie das Thema nur aus der Ich-Perspektive sehen. Dann versauen sie den Schnitt.

Dabei, um es hart und schonungslos zu sagen: Ausnahmsweise ist die Meinung einer bestimmten Generation einfach relevanter – wenn sie es ist, die Lust haben soll, hier in Deutschland Karriere zu machen. Und nicht frustriert ins Ausland abzuwandern.

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