Job-Bewerber sollten nicht als Gurkentruppe@aol.com oder als sternschnuppe@gmx.de firmieren

„Die Ciwi“ oder korrekt geschrieben CV nennen es die Headhunter, wenn sie einen  Lebenslauf eines Kandidaten meinen. Der ist bisweilen wichtiger als die Zeugnisse, die ohnehin alle heute recht gleich lauten, irgendwie unpersönlich klingen und ulkigerweise selbst die letzte Träne ein „stets zur vollsten Zufriedenheit“ darin stehen hat.
Die Online-Jobbörse CareerBuilder.de hat 175 Arbeitgeber befragt, welche Lebensläufe sie rasch aussortieren und warum. Antworten kamen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Schweden.  Teilnehmern waren Geschäftsführer, Direktoren und Manager mit Personalverantwortung.

32 Prozent der Befragten schaut sich die Vita eines Kandidaten nicht mal eine Minute lang an. 13 Prozent nehmen sich nur bis zu 30 Sekunden Zeit dafür.

Entdeckte Lügen in der Vita sind K.O.-Kriterium. Ihnen folgen Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler. Auch übel: Ein Lebenslauf, der über drei Seiten oder mehr geht. Oder wenn das Anschreiben fehlt. Elf Prozent der Arbeitgeber stört auch eine unprofessionelle Mailadresse wie sternschnuppe@gmx.de oder rubbelbär@web.de. Auch lange, schwer lesbare Textblöcke sind wahre Rausschmeisser.

Wichtige Schlüsselworte aus der Stellenanzeige
Tony Roy, Geschäftsführer von CareerBuilder Emea rät: „Bewerber sollten mit messbaren Ergebnissen belegen, was sie erreicht haben.“ Was dagegen ganz schlecht ankommt: Aus Mini-Praktika zu Riesen-Einsätzen aufblasen und das seitenlang. Wichtig ist dagegen,  so Roy, Schlüsselwörter aus der Stellenanzeige, passend zu den Erfahrungen, im Lebenslauf einzustreuen, damit sie im Ranking besser bewertet werden.“
Die häufigsten Schlüsselwörter, nach denen Arbeitgeber in der Vita suchen, sind:
Kommunikative Fähigkeiten – 62 Prozent
Problemlösungskompetenz – 41 Prozent
Strategisches Planen – 21 Prozent
Produktivität – 18 Prozent
Führung – 17 Prozent
Internet – 11 Prozent

Was sind die ungewöhnlichsten Lebensläufe von Bewerbern, die Arbeitgebern begegnet sind?
– Der Lebenslauf war in Reimen geschrieben
– im Lebenslauf standen nur der Name und eine Telefonnummer und der Satz: „Ich will einen Job“
– Angegebenes Hobby eines Bewersbers: Löwenbändiger
– Der Kandidat listete „Testkäufer“ als Job auf – ohne den Namen des Arbeitgebers, weil „es ein Geheimnis ist“.
– Der Lebenslauf war auf einer herausgerissenen Seite aus einem Lehrbuch geschrieben

Amerikanische Personalspezialisten von CareerBuilder berichten folgende Pannen:

– Kandidat nannte Gott als Referenz
– Bewerber gab an, er sei direkter Nachfahre der Wikinger
– Die E-Mail-Adresse des Kandidaten enthielt die Worte „liebt Bier“.

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