Wenn das Spannendste zuletzt kommt – und wieso Banken Kunden zwingen, zu schweigen?

In so manchen Nachrichtenstücken steht das Erstaunlichste an der ganzen Sache oft gut versteckt irgendwo kurz vor Ende des Artikels. Als Leckerbissen zur Belohnung für all diejenigen, die so lange durchgehalten haben. Denn eigentlich sollte ja jeder Volontär als eine der ersten Grundlagen lernen: Den Leser, den ich auf Zeile zehn verliere, gewinne ich auf Zeile 90 nicht wieder.  Vielleicht aber hatte der Berliner Journalist der Nachrichtenagentur ddp ja auch nicht die Traute, als er über die Zeitschrift „Computerbild“ berichtete, die in einer Mail 800 gestohlene Kreditkartendaten zugespielt bekommen hatte. Samt Namen, Nummer, Ablaufdatum und jeweiliger Prüfnummer. Und zitiert wurde so ganz en passent auch ein Geschädigter: Ein Opfer aus München berichtet, dass Gauner mit seinen Daten für mehrere Tausend Euro Waren gekauft hatten. Und dann kam der Satz, der jeden Kreditkarteninhaber aufhorchen lassen müsste: „Ich musste mich gegenüber der Bank verpflichten, mit niemanden darüber zu reden.”

http://www.bild.de/BILD/digital/internet/2010/08/13/kreditkarten-betrug-computerbild/hacker-amazon-ebay.html

Man fragt sich doch: Wieso musste er das? Warum zwang ihn welche Bank auch immer dazu? Welche Druckmittel hatte sie? Fragen über Fragen. Aber vielleicht findet sich ja ein geneigter Insider, der bereit ist, uns unter einem Tarnamen wenigstens die Sache zu erklären.  Unten bei den Kommentaren – oder vertraulich per Mail an mich.

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Alle Kommentare [3]

  1. ….weil diese und andere Banken immer wieder mit Kreditkarten Schwierigkeiten haben.
    Auf keinen Fall will man ein öffentliches Problem……da würde ja jeder Geschädigte plötzlich kommen und Geld wollen.
    Diesen Aufruf finde ich aber klasse!
    Mehr davon, auch bei anderen Problemen.

  2. wir haben in unserem Börsenclub ein Mitglied, das im Neuen-Markt-Boom auf Anraten seines Beraters bei der Sparkasse sein Haus mit Hypotheken belastet hat und dafür Neue-Markt-Werte gekauft hat. Nach dem Platzen der Blase sollte sein Haus zwangsversteiegert werden, was in einem Prozess wegen Falschberatung verhindert worden ist. Die Sparkasse hat den Schaden übernommen. Der Kunde musste unterschreiben, dass er mit niemandem darüber reden darf. Er ist dann später zu uns gekommen und hat uns das erzählt. Da wir aber den Kunden schützen müssen, können wir seine Identität nicht Preisgeben.
    Sigurt Perk

  3. …..alle Banken machen das so. Vertuschen, ableugnen bis es nicht mehr anders geht.
    Stellen Sie vor, jeder Kunde möchte plötzlich seine Schäden von der Bank bezahlt bekommen!
    In Kosten steckt Gewinn, hat ein Banker mal gesagt!