Sprachkurse für Mitarbeiter als Indikator für den Aufschwung

Was können Indikatoren dafür sein, dass es mit der Wirtschaft aufwärts geht? Wir wissen nicht, was die Krake Paul sagt, aber die Beobachtung eines Nachwuchstalents ist diese: Wenn die Inlandsflüge gut gebucht oder gar ausgebucht sind, zieht die Wirtschaft kurz darauf sichtbar an. Solange er im Flugzeug zwischen Düsseldorf und Hamburg immer viel Platz um sich herum hat und das Flugzeug nicht mal halb besetzt ist, sehe es finster aus.

Der Inhaber einer großen Sprachschule, die vor allem Firmenkunden bedient, erzählte mir heute seine persönliche Erfahrungswerte: Immer wenn das Firmenkundengeschäft plötzlich steil ansteigt und die Unternehmen ihre Mitarbeiter verstärkt in Sprachkurse schicken. Zwar gebe es immer einen stabilen Anteil an seinem Geschäft, für den die Großunternehmen sorgeten. Aber wenn der Laden von jetzt auf gleich zu brummen beginnt. So als ob jemand einen Hebel umgelegt hätte und ohne einen erkennbaren Grund oder Auslöser – das sei ein untrügliches Zeichen. Und genau das sei gerade bei ihm eigetreten: Alle Kurse und Stunden seien plötzlich ausgebucht, tagsüber wie abends – bis auf den letzten Platz.

Vor vier Wochen hatte er er sich noch anders angehört.

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Alle Kommentare [1]

  1. Dem kann ich als Inhaber einer Übersetzungsagentur nur zustimmen. Die Anzahl der Aufträge für die Übersetzung technischer Dokumentationen haben im zweiten Quartal deutlich zugenommen. Es verwundert allerdings, dass sich Mitarbeiter erst dann zu Sprachkursen, also zu einer Fortbildung, anmelden, wenn die Auftragslage deutlich besser wird. In der Zeit mit wenigen Aufträgen ist normalerweise die Arbeitsbelastung geringer und es ist mehr Zeit für das Erlernen und Vertiefen der Sprachkenntnisse vorhanden.