Drei Manager oder Ex-Manager und die Chefsekretärin Karin Schlick landen in einer Nervenklinik – und was machen sie? Nicht das, was man von ihnen – der Bezugsgruppe – erwartet. Sie wollen nicht abschalten, ausruhen oder sich therapieren lassen – mitnichten. Sie haben etwas Bessers vor: Sie bringen die Nervenklinik Ägidius an die Börse. Routiniert machen sie da weiter, wo sie vorher aufgehört hatten. Als sie noch ihren Jobs nachgingen. Nur, dass sie fortan ein wenig tricksen müssen. Etwa wenn einer der Banker unangemeldet in der Klinik auftaucht, weil er Lunte gerochen hat – und am Ende selbst zum Insassen wird. Weil die Protagonisten dafür sorgten, um ungestört ihre Pläne verfolgen zu können. In dem Roman, „Die Insassen“ von Katharina Münk (dtv Taschenbuch, 13,90 Euro).
Und wer einmal mit dem Lesen, oder besser noch dem Zuhören (Hörbuch gelesen von Jürgen Uter, Goya Lit, 14,95 Euro) begonnen hat, mag gar nicht mehr aufhören. Selbst dann nicht, wenn man schon längst in seiner Tiefgarage angekommen ist. Dann bedauert man es , dass man irgendwann aussteigen muss. Die Story ist so gut, die Sprache der Manager so dicht an der Realität mit all ihren Angliszismen aus dem Business, und ihre Rituale und Denkweisen so authentisch, dass einem das Lachen oft im Halse stecken bleibt. Zu schön der Show-Down, wenn der Klinikchef kapiert, was da passiert ist – wenn er die Übetragung des Börsengangs mit den Aufnahmen der Manager auf dem Börsenparkett sieht.
Das Buch:
Das Hörbuch:

Ganz amüsant und bestens geeignet zum Abschalten bzw. einfach-mal-durchblättern ist auch „Und morgen bringe ich ihn um! Als Chefsekretärin im Top-Management“ (Eichborn, 2006) von derselben Autorin.
Flotter Stil und eine gehörige Portion Witz und Sarkasmus!