150 Sicherheitsleute für 5 454 Bahnhöfe mit sinkender Mitarbeiterzahl?

An all den vielen Bahnhöfen in Deutschland soll es sicherer werden, wenn nur 150 zusätzliche Wachleute eingestellt werden? Selbst wenn es einer pro Bahnhof wäre, wäre das viel zu wenig, um den Kunden das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Aber 150 Leute mit je maximal 40 Wochenstunden (abzüglich Urlaub und Krankheitstage) für immerhin 5 454 Bahnhöfe – die alle länger als acht Stunden am Tag geöffnet sind? Insgesamt gibt es heute rund 3 500 Sicherheitsleute in den Bahnhöfen. Und meist steht man dann doch ganz alleine auf dem Bahnsteig herum – und kein Sicherheitsmensch oder auch nur jemand, der Auskunft geben könnte, in Sicht. Nicht nur für Frauen eine Schreckensvorstellung, bedenkt man die  Ereignisse mit jugendlichen Straftätern.

Vor dem Hintergrund hört sich die Meldung der DB eher wie eine PR-Massnahme, denn als ernst gemeinte Verbechensbekämpfung. Vor allem wenn – wie denn auch gleich die Gewerkschaft der Polizei sagt –  „angesichts des ständigen Personalabbaus bei der Bahn immer mehr Bahnhöfe nicht mit Amtspersonal besetzt sind.“ Deren Bundesvorsitzender Konrad Freiberg nennt es „Tropfen auf den heißen Stein.“ Denn immerhin geht es bei den Delikten „nicht immer nur um spektakuläre Gewaltstraftaten, sondern oft um Schmierereien, Trunkenheit, Vandalismus, Belästigung oder Nötigung“ – und da sei „jede zusätzliche Ordnungskraft wichtig, die das Hausrecht durchsetzt“.

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