Offensichtlicher kann man seine Einstellung zur Öffentlichkeitsarbeit und damit aber letztlich zu den Kunden und den vielleicht-Kunden-von-morgen nicht mehr zur Schau stellen: Da macht die „Stiftung Warentest“ in ihrem neuen Heft 5/2009 eine Titelgeschichte zu Kaffee www.test.de/themen/essen-trinken/test/-Kaffee/1772611/1772611/1771568/ , die mit Sicherheit Aufmerksamkeit erregt und von vielen Lesern sehr interessiert gelesen wird. Dabei: Ein großes Hersteller-Ranking für den guten Überblick mit einer Bewertung ihres „sozialen und ökologischen Engagements“ (auf englisch: „CSR“). Auf den letzten drei unrühmlichen Plätzen landet neben Tempelmann und Röstfein aber die gute alte Traditionsmarke Melitta – mit der vernichtenden Ettikettierung „Auskunft verweigert“.Muss das sein? Für den Leser/Kunden/Konsumenten ist es regelrecht eine Ohrfeige – kaufen soll er, wird heiß umworben, aber wissen darf er nix. An der altbekannten Neigung von Familienunternehmen und Mittelständlern zur Geheimniskrämerei http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand_aktuell/die-geheimniskraemer;2040438 kann es eigentlich nicht liegen, geht es doch darum, die eigenen Produkte positiv herauszustellen. Und darin sind gerade kleinere Unternehmen oft supergut. Etwa wenn der Brauerei-Sprecher nur Lokale aufsucht, die das Bier seines Unternehmens ausschenken und das vor allem auch immer wieder betont.
Doch zurück zum Kaffee-Test: Sehr viel höher gerankt sind andere Mittelständler wie Dallmayr oder Darboven. Und selbst Lidl und Aldi kommen deutlich besser weg. Es geht also.
Ähnlich ohrfeigenartig wirkt nur noch die ewig genutzte Floskel in Frauen-Zeitschriften und Life-Style-Blättern „Preis nur auf Anfrage“. Dümmlicher kann man den Leser kaum beleidigen und mögliche Kunden verschrecken. Genau dafür zahlt man doch für eine Zeitschrift, um diese Informationen – gefiltert – zu bekommen. Dass Louis Vuitton in seinen Anzeigen nicht dazu sagt, dass die Tasche, die da neben Sean Connery auf dem Steg auf den Bahamas liegt, mehrere tausend Euro kostet, ist verstehbar. Sogar für Rheinländer, die eigentlich unbedingt immer wissen wollen, was etwas kostet. Aber wenn nicht mal im redaktionellen Teil der Preis eines vorgestellten Produkts steht, das beleidigt. Und dies auch noch einzugestehen und sogar noch zu betonen ist schon praktizierte Leserverachtung. Denn was will mir die Redaktion damit sagen: Ruf doch gefälligst selbst beim Hersteller an.
Wolf Schneider, der Journalistenpapst und frühere Leiter der Henri-Nannen-Schule, lehrte stets: Werfen Sie keine neuen Fragen auf, die sie unbeantwortet lassen. Wie recht hat er.
Sollte es so sein, dass der Hersteller selbst sich weigert, seinen Preis zu nennen, braucht man das ja nicht noch zu unterstützen und diese dämliche Floskel nachzuplappern. Denn damit wird er noch belohnt für seine Geheimniskrämerei. Wäre nicht die eigentliche Herausforderung, die „Anfrage“ zu starten und für den Leser die Zahl herauszufinden?

PR KANN nicht nur eine Chance für Familienunternehmen sein. PR ist IMMER ein Chance. In einer modernen Medien und Dienstleistungsgesellschaft ist die öffentliche Wahrnehmung ein ganz entscheidender Wettbewerbsvorteil. Ich würde sogar soweit gehen, dass man heute nicht in der Lage ist langfristig den unternehmerischen Erfolg aufrecht zu erhalten, wenn man es nicht schafft den Nutzen den man stiftet Transparenz zu machen. Wir leben in einer Zeit des Wettbewerbs um Wahrnehmung. Das bedeutet dass ich in Zeichen von Kreditknappheit nur dann von meinen Kreditoren Geld bekomme wenn sie mich als erfolgreichen, prominenten Marktteilnehmer wahrnehmen. Dabei geht es neben der Darstellung des Unternehmens auch ganz wesentlich um die Darstellung des Unternehmers selbst. PR ist in Familienunternehmen m.E.
Chefsache. Und so ist für einen erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit nicht das richtige Photomaterial oder der tolle Faktenzettel wichtig sondern allem voran das Bekenntnis des Unternehmers zu diesem Genre.
Als junger Mann in den Achtziger Jahren war ich gelegentlich auf Flohmärkten, um Dinge zu verkaufen, die ich nicht mehr nutzen wollte. Ich beobachtete geschickte Händler, die potentielle Kunden taxierten und unterschiedliche Preise verlangten, um eine maximale Handelsspanne herauszuschlagen.
Als Versandhändler seit 2003 jedoch lernte ich schnell, mich durch eine klare und transparente Kommunikation in der Preisgestaltung am Markt zu positionieren und zu etablieren.
Als Texter für PR und CI seit 2008 führe ich diese Tradition fort. Sie wird von Kunden und Auftraggebern gleicherweise geschätzt. So erzeuge ich Vertrauen und liefere fast schon vorhersehbare Ergebnisse.
Wie kommt das? Es gibt genügend Menschen, die ähnlich wie ich denken und handeln. Genau diese erreiche ich mit meinen Gedanken. Und zwei meiner festen Kunden kamen auf mich zu. Sie haben mich gewissermaßen aufgrund meines Erscheinungsbildes in der Öffentlichkeit akquiriert.
Hans Kolpak
bloggt alles mit Links, was recht ist.
KOL = Klar. Offen. Leicht.
Die guten Ergebnisse der Stiftung Warentest für die Kaffeeprodukte aus unserem Hause habe ich mit großer Freude vernommen. Es ist mein täglicher Anspruch die Qualität unserer Produkte zu garantieren, deshalb steht mein Name auf jeder Packung von IDEE Kaffee. Jeden Morgen probiere ich die Röstergebnisse des Vortages und erst dann verlässt der Kaffee das Röstereigelände. Auch die soziale Verantwortung den Kaffeebauern gegenüber ist mir seit Jahren ein hohes persönliches Anliegen. Nicht zu letzt weil ich Jahre in den Anbauländern gelebt habe. J.J. Darboven war in Deutschland der erste Hersteller der fair gehandelten Kaffee in Deutschland anbot. Seit dem unterstütze ich den Trans Fair Handel und augenblicklich sind wir mit unserer Marke Café Intención in Deutschland sehr erfolgreich. Das gute Abschneiden hat mich daher nicht überrascht.