Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Europa-Park-Chef Michael Mack: „Nicht geschimpft, ist genug gelobt!“

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Chef Michael Mack, geschäftsführender Gesellschafter des Europa-Parks in Rust bei Freiburg mit seinen 5,5 Millionen Besuchern jährlich und 3.700 Mitarbeitern 

 

Michael Mack (Foto: Presse)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Der Europa-Park begeistert täglich Menschen aus der ganzen Welt und schenkt ihnen einen spektakulären, emotionalen und unvergesslichen Tag in Deutschlands größtem Freizeitpark.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Mit dem Checken meiner Mails und Telefonaten gegen sieben Uhr.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Ich bin fordernd, möchte aber auch, dass meine Angestellten Ihren eigenen Kopf nutzen und eigene, kreative Ideen und Lösungsansätze zu Themen einbringen. Nichts ist schlimmer, als das Argument: „So war es schon immer. So machen wir es wieder!“ Unser Anspruch ist es, mit der Zeit zu gehen. Neue Trends zu erkennen, aufzuschnappen, wach durch die Welt zu gehen und aufmerksam zu sein, um schließlich frühzeitig unseren Besuchern und Gästen innovative Produkte und einzigartige Erlebnisse zu ermöglichen. All das fordere ich von mir selbst, verlange es aber auch von unseren Mitarbeitern.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Im Europa-Park gibt es viele Möglichkeiten, seine kreativen Ideen einzubringen. Der Spielraum für Innovationen ist groß und bietet die Chance, sich selbst zu verwirklichen.

 

Tee oder Kaffee?

Kaffee

 

Ihr Spitzname ist…?

Michi

 

Verraten Sie eine Marotte?

Ich bin ein Perfektionist und sehe daher in allen Projekten immer wieder Verbesserungspotential. Zum Beispiel die neue Großattraktion Voletarium. Es ist das größte Flying-Theater des Kontinents und wir haben es bis ins kleinste Details inhouse geplant, entwickelt und realisiert. Dennoch laufe ich heute durch die Attraktion und sehe Dinge, die wir noch einmal nachjustieren und verbessern können und müssen. Stillstand wäre Rückschritt.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Warten und geduldig sein, fällt mir schwer. Unehrlichkeit kann ich nicht ausstehen und macht mich rasend.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Sicher verzweifeln viele an meiner Art, dass ich nie mit etwas zufrieden bin. Lob geben fällt mir schwer. Hier halte ich es wie mein Großvater, der immer gesagt hat: „Nicht geschimpft, ist genug gelobt!“

 

Was möchten Sie gerne im Ruhestand oder dann machen, wenn Sie wirtschaftlich unabhängig sind, nicht mehr in Ihrer Firma tätig sind und ganz viel Zeit haben?

Ich bin mit und im Europa-Park aufgewachsen. Er ist mein Leben, ich wohne mit meiner Familie direkt am Park und werde immer für das Unternehmen tätig sein. Das ist mein Anspruch, so bin ich erzogen worden, so wurde es mir vorgelebt. Dennoch muss eine Auszeit ab und an sein. Dafür ziehen wir uns gerne nach Norditalien zurück – das Tessin ist traumhaft und bietet immer eine tolle Möglichkeit, um neue Kraft zu schöpfen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Die Schaffenskraft, die Innovationsfreudigkeit, die Kreativität, die Leistungsbereitschaft sind Fähigkeiten, die ich an Menschen bewundere und die ich versuche selbst täglich zu leben. Mut, Risikobereitschaft und Disziplin sind Eigenschaften, die mein Vater und Großvater bei der Gründung des Europa-Park in Perfektion vorgelebt haben. Das war eine beeindruckende Leistung, die ich ehrfürchtig und demütig zu schätzen weiß.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Meine Familie, mein Team, anspruchsvolle Filme aus der weiten Filmwelt.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Einen Tag den Job des französischen Regisseurs und Filmproduzenten Luc Besson übernehmen, wäre eine sehr spannende Vorstellung. Er ist ein Visionär und Vorreiter in Sachen Film. Das beeindruckt mich, denn auch ich habe eine große Leidenschaft für das Filmemachen, was viele eigene Produktionen von MackMedia belegen.

 

 

 

Dieses Foto mit Michael Mack (vorne rechts) ist vom 17. September 2015. „Das war der Tag, an dem der Europa-Park – als erster Park weltweit – das Virtual Reality Angebot im Tagesbetrieb implementiert hatte. Ich war als Geschäftsführer von MackMedia  federführend für die Implementierung dieser innovativen Technologie verantwortlich. Ab dem 25. November gibt es auf der Achterbahn „Alpenexpress Coastiality“ schon vier VR Sequenzen aus denen die Fahrgäste vor der Fahrt wählen können.“

Wer noch zu sehen ist: Thomas Wagner (Geschäftsführer VR Coaster, links vorne) und in der zweiten Reihe Roland links und rechts Jürgen Mack (Inhaber Europa-Park).

 

 

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