Wenn sich Juwelierinnen die Bohrmaschine schnappen

 Man möchte meinen bei dem Bild unten geht´s um eine Image-Kampagne fürs Handwerk. oder zumindest die Antwort auf den attraktiven Coca-Cola-Mann aus der Werbung. Doch mit all dem hat das Foto nichts zu tun, stattdessen zeigt es die Unternehmer-Schwestern Christine Blome-Ruhr und Nicole Blome-Hardorp – und sie stehen auch keineswegs einem Bauunternehmen vor, sondern besitzen ein Juweliergeschäft – und das auf der Düsseldorfer Königsallee, Hausnummer 30.

 Dass Unternehmer sich selbst einbringen in ihre Werbung kommt ab und an mal vor, Jil Sander etwa war da legendär. Auch Kinderbrei-Lieferant Claus Hipp schlich sich so in die Mütterherzen. Doch die Blome-Schwestern teilen mit diesem Foto den Umbau ihres Ladens mit, dass sie ihn am 13. Mai wieder neu eröffnen und inserieren dieses Bild sogar halbseitig in der „Ärzte-Zeitung“ – die Effizienz gerade an dieser Stelle würde mich interessieren. Insolvenzverwalter Michael Pluta erzählt mir kürzlich, dass seine Kanzlei ordentlich Zahl von Arztinsolvenzen betreue, so viel wei nie zuvor – aber die längst geschwundene Kaufkraft der Mediziner hat sich in der Bevölkerung noch nicht herumgesprochen. Aber das nur am Rande. Sehr wirkungsvoll dürfte dieses Plakat dagegen auf den Bauzäunen vor dem Laden sein. Sind diese Kö-Juweliere mit den grimmig dreinblickenden Wachmännern vor der Tür zuweilen nicht wirklich gut voneinander zu unterscheiden, so setzt diese Kampagne – Macher: Werbegagentur Castenow) eindeutig Akzente. Jeetzt müssen die Ladies nur noch dranbleiben und das Marketing-Eisen schmieden solange es heiss ist – und kontinuierlich dafür sorgen, dass es ein heisses bleibt. Doch das ist heute die eigentliche Herausforderung, insbesondere an Familienunternehmer. Denn mit Öffentlichkeitsarbeit tun die sich weit schwerer als andere Unternehmen.http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/nachrichten-trends/die-geheimniskraemer/3022592.html

Sind die Gesichter der Blome-Schwestern erst mal in Vergessenheit geraten, ist Blome nur noch Blome und nicht mehr das sympathische Familienunternehmen. Und eigentlich würde man auch gerne erfahren, wer von den beiden Damen wer ist. Aber das erfahren wir vielleicht beim nächsten Plakat – wenn´s wieder eins zur Eröffnung geben sollte.

 

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Alle Kommentare [1]

  1. Liebe Frau Tödtmann,
    links steht ´Christine Blome und rechts Nicole Blome-Hardorp. Die Namen der Bohrmaschinen sind uns bis heute unbekannt!
    lg, ai