Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Martin Menz, Gründer und Geschäftsführer des Onlinehändlers Relaxdays für Haus-, Garten- und Freizeitartikel in Halle mit 400 Mitarbeitern und 120 Millionen Euro Umsatz in 2024

Martin Menz (Foto: PR/Relax Days, Carsten Beier)
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Wir sind ein Online-Händler und E-Commerce-Unternehmen aus Halle (Saale) und verkaufen europaweit unter unserer Eigenmarke Relaxdays rund 20.000 Alltagsgegenstände für Wohnen, Garten und Freizeit.
Womit beginnt Ihr Tag?
Gegen fünf Uhr mit einem Kaffee. Danach geht es zum Krafttraining in den Keller oder mit einem Podcast auf den Ohren eine Runde laufen.

(Foto: Privat)
Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?
Ich kenne nur das “Du” und liebe es, auf der Arbeit kurze Hosen zu tragen.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Martin kommt gern mal zwei Minuten zu spät.
Tee oder Kaffee?
Kaffee – gerne mit einem kleinen Schuss Milch.
Ihr Spitzname ist…?
Menzer
Verraten Sie eine private Marotte.
Rechnungen, Versicherungsunterlagen und andere private Dokumente müssen bei mir chronologisch abgeheftet sein – ohne Klarsichtfolien. Vermutlich weiß außer mir niemand, warum das so wichtig ist. Mir ist es trotzdem wichtig.
Was bringt Sie in Harnisch?
Wenn jemand eine klare Zusage macht und ich später merke, dass sie von Anfang an nicht ernst gemeint war. Lieber ein ehrliches Nein, als ein unehrliches Ja.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Dass ich kontinuierlich zu spät komme – vor allem, wenn alle anderen längst fertig sind und nur noch auf mich warten müssen.
Was möchten Sie gern in Rente machen?
Ich möchte weiterhin gebraucht werden – vielleicht als Sparringspartner für junge Unternehmer. Und wenn gerade niemand meine Erfahrung braucht, kann ich ja mit dem Wohnmobil durch Europa fahren und dabei unendlich viel lesen und Podcasts hören.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Ich liebe es, wenn Menschen sich wirklich öffnen und ehrliche Geschichten aus ihrem Leben teilen. Damit stellen sie mir ihre Erfahrungen zur Verfügung, ohne mir vorzuschreiben, was ich tun soll. Ich darf selbst entscheiden, was für mein eigenes Leben wertvoll ist.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Badehose, Birkenstock, iPhone.
Was war Ihr peinlichster Moment?
Vor einer Leadership-Veranstaltung mit meinen eigenen Mitarbeitern in Merseburg war ich noch 50 Minuten joggen. Danach blieben mir nur 15 Minuten bis zu meiner motivierenden Ansprache. Als ich vor dem Team stand, war mein Puls noch so hoch, dass ich keinen roten Faden in meine Rede bekam.
Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?
Auf inzwischen 14 Jahre ohne eine Deutsche Meisterschaft des BVB.
Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?
Ihre Genauigkeit – bei mir zeigt sie sich gelegentlich als Hang zum Perfektionismus.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Ich wäre gern Trucker. Dann könnte ich während der Arbeit unendlich viele Podcasts hören – und würde dabei sogar noch Geld verdienen.
Copyright: @Claudia Tödtmann. Alle Rechte vorbehalten.
Kontakt für Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de
Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia Tödtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bedarf der ausdrücklichen Genehmigung.
Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die männliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleichermaßen mit gemeint.


