Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Gyde Wortmann, die gerne mal ein Bergführer wäre

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Gyde Wortmann, Vorstand und Mitbegründerin der Abat AG, die als internationaler SAP-Dienstleister und Softwareentwickler Unternehmen wie Audi, Porsche, MAN oder Volkswagen beim Optimieren und Digitalisieren ihrer Geschäftsprozesse unterstützt. Abat hat rund 1.000 Mitarbeiter und machte zuletzt über 100 Millionen Euro Umsatz.

 

Gyde Wortmann (Foto: PR/Abat)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Wir optimieren Prozesse und SAP-Systeme, sodass unsere Kunden mehr Gestaltungsraum erhalten.


Womit beginnt Ihr Tag?

Spätestens um 8:30 Uhr. Bis dahin versuche ich, mir Zeit freizuhalten für Sport – selbst wenn es nur drei Dehnübungen sind -, Meditation oder barfuß auf dem Rasen im Garten rumzulaufen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Die Fähigkeit zuzuhören – besonders wenn die Meinungen auseinandergehen. Ein Schritt zurück und echtes Verstehen‑Wollen: Das ist für mich die schönste Form von Respekt und gleichzeitig Neugierde.

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

Ich rede viel mit Mitarbeitern, zum Beispiel auf dem Flur oder an der Kaffeemaschine.  Allein am Schreibtisch sieht man mich selten. Wenn ich neue Mitarbeiter treffe, spreche ich sie an und stelle sie gleich anderen im Büro vor.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Gyde spricht wirklich jeden an: Auch mancher Lieferant oder Kunde wurde von ihr als  neuer Mitarbeiter herzlichst begrüßt. Das führt schon zu drolligen Situationen.

 

Tee oder Kaffee?

Mehr Kaffee, da ich vor der Kaffeemaschine hängenbleibe.

 

Ihr Spitzname ist…? 

Keinen, aber ich werde oft gefragt: „Wie lautet dein richtiger Name?“ Viele glauben, dass mein Vorname Gyde ein Spitzname ist.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich optimiere nicht nur im Job, sondern auch zu Hause ganz gerne mal Prozesse.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Im Job: Wenn Menschen nicht bereit sind, zuzuhören, es nicht einmal versuchen – verbunden mit der „Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht“-Einstellung.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Meine Neugierde, Dinge wirklich zu durchdringen und zu optimieren, besonders wenn ich privat ungefragt Abläufe effizienter machen will. In der Küche etwa, wenn ich die Gefäße wieder einmal in eine optimierte Reihenfolge bringe.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Das Leben mit allen Sinnen genießen: Weiter die Familienprojekte unterstützen, die anderen Menschen ein gesünderes und glücklicheres Leben ermöglichen.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Auf mein E-Bike. Meine weiche Yoga-Matte und einen frischen Strauß Blumen aus dem Garten.

 

(Foto: Privat)

 

Was war Ihr peinlichster Moment?

Als ich mit meiner Schwiegermutter durch den Park lief und unter Herbstblättern tanzte, die ein Windstoß vom Baum fegte.

 

Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

Meinen Vater zu verlieren.

 

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?

Unvoreingenommen auf Menschen zuzugehen und mit ihnen zusammen den Moment zu genießen.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Bergführer – wenn ich all die Erfahrungen und Fähigkeiten hätte, die man braucht, um die Berge und ihre Schönheit genießen zu können.

 

 

 

 

 

Copyright: @Claudia Tödtmann. Alle Rechte vorbehalten. 

Kontakt für Nutzungsrechte: claudia.toedtmann@wiwo.de

Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia Tödtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bedarf der ausdrücklichen Genehmigung.

Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die männliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleichermaßen mit gemeint.

 

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*