Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Jochen Schweizer, dem Gründer der gleichnamigen Unternehmensgruppe, die sich einen Namen gemacht hat mit dem Verkauf von Erlebnisgutscheinen. Er gilt als Schweizer gilt laut Wikipedia als „Pionier unter den Extremsportlern und Wegbereiter des Bungeespringens“ hierzulande und war Stuntman in Kino- und Werbefilmen.
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut?
Unser Ziel ist es, Menschen mit Erlebnissen zu begeistern – jederzeit, an jedem Ort.
Womit beginnt Ihr Arbeitstag und wann?
Mein Tag beginnt sehr früh und am liebsten mit einer Stunde Yoga in meinem Japanhaus. Anschließend beantworte ich von zu Hause aus die ersten Mails. Danach fahre ich ins Büro oder nehme auswärts Termine wahr.
Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?
Ich strebe nach operativer Exzellenz. Das gleiche fordere ich von meinen Mitarbeitern, ganz egal auf welcher Position im Unternehmen sie sich gerade befinden. Ich bin gerne frei und ich gewähre Freiheit. Im Gegenzug erwarte ich Loyalität und Leistung. Ich fördere Mitarbeiter, die etwas erreichen wollen. Ich ermutige sie, sich frei zu entfalten und Entscheidungen zu fällen. Dadurch honoriere ich nicht nur gute Leistungen, sondern bewege meine Mitarbeiter dazu, sich zu entwickeln, sich auszuprobieren und über sich hinaus zu wachsen.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Dass mir das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Firma sehr wichtig ist: Gemeinsame Erlebnisse sind der Kitt jeder sozialen Beziehung. Auch bei uns sorgen sie für positive Erinnerungen und Gesprächsthemen, was wiederum Zusammenhalt und Unternehmenskultur schafft.
Tee oder Kaffee?
Eigentlich keines von beiden, am liebsten trinke ich Smoothies. Wenn es allerdings ein sehr langer Tag wird, trinke ich gerne Espresso.
Ihr Spitzname ist…?
Ich habe keinen Spitznamen.
Verraten Sie eine Marotte?
Ich sammle leidenschaftlich gerne Nistkästen für Vögel. In meinem Garten und rund um mein Sommerhaus in Norwegen hängen einige Dutzend, aus denen jedes Jahr hunderte Jungvögel ins Leben hinausfliegen. Besucher, die das wissen, bringen immer weitere mit, die ich dann aufhänge und pflege.
Was kann Sie in Harnisch bringen?
Faulheit und Gedankenlosigkeit.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Wenn ich mich zu oft wiederhole, falls ich mich nicht verstanden fühle.
Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen?
Unruhig bleiben. Denn die Ruhe ist etwas für Pyramiden…
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Ich schätze Menschen, die bereit sind, sich anzustrengen.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Ich möchte nichts lieber tun, als das, was ich gerade tue.
Diese Ducati Darmah SD 900 war Schweizers Jugendtraum – aber damals konnte er sich das Motorrad nicht leisten. Jahrzehnte später entdeckte er es bei einem Landwirt in dessen Scheune und kaufte es ihm ab. Seitdem steht die Ducati restauriert und fahrtüchtig in seinem Büro und vier, fünf Mal im Jahr fährt er sie.



Interessantes Interview das muss ich wirklich sagen! LG Laura