Buchauszug Silke Grotegut und Marcel Zimmermann: „Mit KI zum Karrieresprung. Nutze Künstliche Intelligenz für die Suche nach deinem Traumjob.“

Silke Grotegut und Marcel Zimmermann (Foto: PR /Verlag Montagshappen)
Das Handwerkszeug zur Nutzung von KI
– Marcel Zimmermann
»Erforsche dein Wissen genau, und du wirst finden, dass dein ganzes Wissen im Verhältnis zu dem, was du nicht weißt, dem kleinen, durch Sonnenhitze ausgetrockneten Bächlein gleicht neben dem unendlichen Ozean.« Francesco Petrarca (1304 bis 1374), italienischer Dichter
Das KI-Mindset: Effektiv prompten
Es ist schon zum geflügelten Spruch geworden: »Ich spreche mal mit ChatGPT«. Ein kurzes Déjà-vu-Erlebnis, wenn ich daran denke, dass bis vor kurzem noch »Google das doch einfach« zu hören war. In der Tat ist es noch für viele Nutzer so, dass sie ChatGPT und andere Large Language Models (abgekürzt LLM, so bezeichnet man KI-Sprachmodelle, die aus gigantischen Datenmengen gelernt haben, menschenähnlich zu kommunizieren) wie eine etwas leistungsfähigere Suchmaschine benutzen.
Damit bleibt die neue Technologie aber weit hinter ihren Möglichkeiten. Die Systeme mit Künstlicher Intelligenz, speziell mit generativen Fähigkeiten, wurden mit gigantischen Mengen an Texten aus dem Internet, Büchern und anderen Quellen trainiert – Milliarden von Seiten, die einen großen Teil des öffentlich verfügbaren menschlichen Wissens abbilden. Das ist zunächst einmal unvorstellbar.
Ebenso unvorstellbar sind die daraus resultierenden Möglichkeiten und Einsatzgebiete. Wie kann man Zugang zu diesen Ressourcen bekommen, um es für die eigenen Ziele – den Traumjob finden – effektiv und effizient zu nutzen? Mein eigener Weg hierhin erfolgte in mehreren Stufen. Mit meinem Hintergrund in hochspezifischer Individual-Software, unzähligen Digitalprojekten seit 1997 und leitenden Funktionen im internationalen Marketing hatte ich sicher einen Vorsprung – mir fiel der Einstieg leichter als Menschen ohne direkten digitalen Bezug im Berufs- oder Privatleben. Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung auf den folgenden Seiten freue ich mich, die Einstiegshürden auf ein Minimum zu senken.
Vom Spielzeug zum mächtigsten Werkzeug in deiner Hand
Ist die Technologie selbst noch relativ neu am Massenmarkt, so hat das Thema doch eine Art Omnipräsenz: KI-generierte Texte, Bilder und Videos überfluten insbesondere Social-Media-Kanäle bis zur Unkenntlichkeit. Das Problem ist so gravierend, dass es einen eigenen Begriff bekommen hat: AI Slop.
Es gibt bei neuen Technologien immer einen gewissen Zeitraum für die Marktdurchdringung. Als ChatGPT an den Markt kam, gab es einen iPhone-Moment: die Klarheit über die Anwendung und die Einfachheit der Bedienung. Jeder hat sich bei Google schon darüber geärgert: Ich finde das nicht! Eine Leiche kannst du im Wald oder bei Google auf Seite zwei verstecken. Mit einem Mal wurde nun mit der KI die Intention interpretiert. Über Unschärfen hinweggegangen. Dennoch hatten die Ergebnisse selbst oftmals etwas Diffuses und waren leicht am Ziel vorbei. Ganz offensichtlich aber eine ganz andere Substanz als das bisher gekannte Ergebnis von Suchmaschinen.
Die Effektivität entsteht durch den zielgerichteten Einsatz von KI: Ich will das gewünschte Ergebnis bekommen, ein konkretes Ziel erreichen. Die Interaktion mit ChatGPT, Claude oder Gemini funktioniert dann am besten, wenn wir KI als unseren Partner verstehen. Je nach Aufgabe kannst du die KI unterschiedliche Rollen einnehmen lassen:
– Recherche-Assistenz: Lass die KI Informationen sammeln, Märkte analysieren oder Trends identifizieren.
– Co-Creator: Nutze die KI im Dialog, um gemeinsam Texte zu entwickeln, Strategien zu entwerfen oder dein Profil zu schärfen.
– Sparring: Hol dir eine kritische Stimme an die Seite zum Hinterfragen von Ideen, lass dir blinde Flecken aufdecken oder deine Perspektiven testen.
– Coach: Vertausche die Perspektive, indem du die KI bittest, dir Feedback zu geben, Interviews zu simulieren oder im Dialog deine Stärken herausarbeitest.
Doch egal, in welcher Rolle: Ohne klare Struktur in der Eingabeaufforderung, dem Prompt, bleibt das Potenzial ungenutzt.
Die Effektivität:
Mit System prompten – das Vision+ Modell
Meine ersten Versuche mit ChatGPT und Copilot zeigten schnell: Der Unterschied zum ,Googeln war mehr als offensichtlich. Statt höchstmöglich präziser Formulierungen, um den gewünschten Treffer zu bekommen, reichen bei der KI oft sinnvolle Elemente oder natürliche Sprache. Es wird der Sinn erkannt.
,Zunächst fasziniert von den Möglichkeiten, folgte jedoch schnell der Frust. Es kam oft nicht das Ergebnis heraus, das ich mir vorgestellt hatte. Viele Anläufe waren nötig, um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. Man gab die Schuld dem Programm. »KI ist halt noch in den Kinderschuhen!« Aber Moment mal: Wie kann es sein, dass die KI mit so unglaublich viel Wissen der Menschheit trainiert wurde und mir nur unzureichende Antworten gibt?
Es liegt in den meisten Fällen an der Art und Weise, wie wir fragen. Die KI ist bei der Frage wie ein unbeschriebenes Blatt: Es fehlt der Kontext und die genaue Beschreibung der Aufgabe, um das zu tun, was unsere Erwartungen erfüllt. Am besten versetze dich in die Lage eines neuen Mitarbeiters oder erinnere dich an dein erstes Schulpraktikum. »Hol mal Kaffee« setzt zum Beispiel ein immenses Maß an Vorwissen voraus: Wo gibt es Kaffee? Filterkaffee? Espresso? Milch und Zucker? Stark oder schwach? Brauche ich Geld?
Konkret am Beispiel Karriere: Wenn du ChatGPT sagst: »Suche nach Jobangeboten für einen Marketingleiter in Deutschland«, dann werden mit Sicherheit Ergebnisse erscheinen. Aber diese sind nicht für dich gemacht. Genau hier setzt Vision+ an: Statt zufällig zu prompten, gebe der KI einen klar strukturierten Auftrag – wie einem Top-Mitarbeiter, der nach einer einmaligen Einweisung genau weiß, was zu tun ist.
Das Vision+ Prompt-Schema (entwickelt von Marcel Pesch, Academy4ai, registriert beim Deutschen Patent- und Markenamt) hat uns sehr inspiriert. Wir nutzen es in diesem Buch mit freundlicher Genehmigung. Der systematische Aufbau des Prompt-Schemas ist schnell zu verstehen und leicht anzuwenden. Ehrlich gesagt war ich von der Wirkung überrascht: Aus schwammigen KI-Antworten wurden präzise, verwendbare Ergebnisse. Alle unsere Prompts in diesem Buch sind nach diesem Schema aufgebaut.
Wie ein gutes Briefing für Mitarbeitende folgt auch der Prompt – die Arbeitsanweisung an die KI – einem klaren System. Wie im Schaubild gezeigt, steht jeder der Buchstaben für einen bestimmten Baustein. Verallgemeinert kann man sagen, dass schon mit Umsetzung der ersten drei Bausteine eine qualitative Verbesserung um circa 90 Prozent erreicht wird. Für unser Vorhaben – die umfassende Unterstützung deines Weges zum Traumjob – brauchen wir die 100 Prozent!
Jeder Buchstabe von Vision+ steht für ein Prinzip. Gehen wir das der Reihe nach durch:
V – Viewpoint: Rolle oder Perspektive
Der Viewpoint ist das Fundament jedes wirkungsvollen Prompts. Zunächst definieren wir die Rolle der KI und geben ihr damit einen spezifischen Blickwinkel: den »Viewpoint«. Dieser Teil muss in einem Prompt immer am Anfang stehen. Er definiert den Rahmen, innerhalb dessen die KI Informationen zusammenstellt und verarbeitet.
In meiner eigenen Arbeit mit KI-Systemen habe ich beobachtet: Mit einer Rollenvorgabe allein erreichst du schon bei einfachen Fragen eine spürbare qualitative Verbesserung der Ergebnisse. Allerdings gibt es weiteres Potenzial zu heben. Ein Karrierecoach mit 20 Jahren Berufserfahrung im Recruiting kennt die Fallstricke und Anfängerfehler, weiß, wie ein Anschreiben wirklich aussehen muss. Diese Expertise können wir durch zusätzliche, zur Rolle passende Attribute aktivieren und für uns nutzbar machen.

Silke Grotegut/Marcel Zimmermann: „Mit KI zum Karrieresprung. Nutze Künstliche Intelligenz für die Suche nach deinem Traumjob.“, Verlag Montagshappen, 204 Seiten, 24,99 Euro
Standard-Ansatz: Hilf mir bei meiner Bewerbung.
Vision+ Stufe 1 – Kern: Agiere als Karrierecoach mit 20 Jahren Berufserfahrung.
Vision+ Stufe 2 – zusätzliche Präzision: Du hast in den großen Beratungshäusern im deutschsprachigen Raum gearbeitet. Dein Spezialgebiet ist Executive Search für Führungspositionen. Du bist vertraut mit den Taktiken der Selbstvermarktung auf LinkedIn und Xing.
Je spezifischer die Vorgabe, desto weniger beliebig wird das Ergebnis. Die KI orientiert sich im folgenden Dialog konsequent an dieser Rollendefinition und versucht, die Expertise dieser Position abzubilden.
Vorsicht Falle: Behalte die Konsistenz im Chat bei. Möchtest du beispielsweise nach passenden Arbeitgebern in deinem Umkreis suchen, sollte die Planung für den nächsten Urlaub oder Kindergeburtstag in einem neuen Chat stattfinden.
Konkret bedeutet das:
– Rolle definieren: Es eignen sich besonders gut Jobtitel oder Rollen, z. B. Headhunter, Head of HR, Abteilungsleiter Entwicklung.
– Erfahrung definieren: Berufserfahrung in Jahren, aber auch die Nennung von Betätigungsfeldern oder Arbeitgebern geben der KI weitere fachliche Impulse.
– Fachliche Spezialisierung: Nenne die Spezialgebiete, welche zu deinen Bedürfnissen passen. Das kann Executive Search sein, oder Karriere-Coaching, wenn du eher nach alternativen Positionen suchen willst.
– Methodische Kompetenz: Du kannst Skills wie Selbstvermarktung in Social Media nennen, aber auch passende Zertifizierungen wie beispielsweise die im Projektmanagement führende PMP-Zertifizierung.
– Kontextinformation: Je mehr relevante Informationen du der Rolle mitgibst, desto präziser arbeitet die KI in deinem Kontext. So aktivierst du Erfahrungstiefe und Branchenverständnis.
Unser Tipp: Starte mit den Basics und erweitere die Attribute Schritt für Schritt. Es ist ein Dialog. Verfeinerungen kannst du bequem im Laufe des Chats ergänzen.
I – Information: der Kontext
Der Informationsteil ist das Herzstück deines Prompts. Hier gibst du der KI den Kontext, den sie braucht, um wirklich für dich zu arbeiten. Während die Rolle den Rahmen definiert, liefern die Informationen die Substanz: Wer bist du? Was ist deine Situation? Was ist dein Ziel?
Alles, was du der KI an zusätzlichen Informationen mitgibst, hilft enorm. Ein Satz wie »Ich suche eine Führungsposition auf C-Level-Niveau« ist das absolute Mindestmaß. Doch je mehr Kontext du schaffst, desto präziser werden die Ergebnisse. Es ist wie im Arbeitsalltag: Schon beim Lesen eines detaillierten Briefings entsteht ein klares Bild davon, worum es wirklich geht. Hier hatte sicher jeder schon seinen persönlichen Aha-Moment. Das ist das Ziel des »I– Information«.
Standard-Ansatz: Ich suche eine Führungsposition auf C-Level-Niveau.
Vision+ Stufe 1 – Kern: Ich bin erfahrener Geschäftsführer mit 20+ Jahren Führungserfahrung im Konzern- und Mittelstandsumfeld und suche strategisch passende Executive-Rollen (z. B. CEO, Geschäftsführer, Managing Director).
Vision+ Stufe 2 – zusätzliche Präzision: Ich möchte mich nur dort bewerben, wo: die Unternehmenssituation stabil oder vielversprechend ist, die Position meiner Flughöhe entspricht (kein Step-down), der Cultural Fit stimmt.
Das Faszinierende für mich sind die gravierenden Unterschiede in der Ergebnisqualität. In der KI-Community wird das Verfahren, mehr Inhalte als Hintergrundinformation zu geben, »Context Engineering« genannt. Insbesondere Anbieter wie Google haben hier Vorteile, da durch die vielen Dienste wie Gmail, Google Drive und natürlich die Suche von vielen Menschen bereits sehr viele Informationen verfügbar sind. Je mehr relevanter Kontext, desto zielgerichteter die Empfehlungen. Die KI kann dann sogar mit einer Art situativem Verständnis arbeiten. Sie kennt nun deine Ausgangslage, deine Prioritäten und deine roten Linien.
Wichtig: Nahezu alle KI-Plattformen bieten auch in der kostenlosen Version an, Dokumente hochzuladen. In deinem Lebenslauf sind alle relevanten Informationen zusammengefasst. Gib diesen der KI unbedingt als weiteren Kontext mit – die Wirkung ist erstaunlich.
Konkret bedeutet das:
– Persönliche Ausgangslage definieren: Berufliche Erfahrung, aktuelle Position, Karrierestufe und der Anlass für die Veränderung (Neuorientierung, Kündigung, Wachstumswunsch).
– Zielposition konkretisieren: Welche Rollen suchst du? Welche Verantwortungsebene (Fach-, Führungs-, Executive-Level)? Welche Branchen oder Unternehmensgrößen bevorzugst du?
– Dokumente hinzufügen: Lade deinen Lebenslauf hoch. Die KI kann so präzise auf deine Qualifikationen, deine Stationen und deine Stärken eingehen. Erstelle dir einen Ordner mit relevanten Dokumenten, die du je nach Bedarf hochlädst.
Unser Tipp: Baue deinen Prompt in einem separaten Dokument zusammen. Du willst der KI viele Informationen zur Verfügung stellen. Einmal abgespeichert, findest du den Prompt schnell wieder, um ihn in anderen KI-Plattformen zu verwenden oder einen neuen Chat zu starten.
S – Solution: Die Aufgabe präzise formulieren
Was soll dein neuer virtueller Mitarbeiter konkret erreichen? Um die gewünschte Lösung zu liefern, benötigt die KI eine klare Aufgabenstellung. Ohne diese bleibt selbst die beste Rollendefinition und der umfangreichste Kontext wirkungslos.
Beim Formulieren ist es entscheidend, die gewünschte Lösung vor Augen zu haben. Ein Satz wie »Mache mir Vorschläge für Unternehmen im Raum Köln« ist ein Anfang, aber nicht mehr. Was passiert, wenn du einen Lebenslauf hast, der einen Schwerpunkt im Konzernumfeld aufweist? Die KI wird ohne konkrete Vorgabe mit großer Wahrscheinlichkeit solche Unternehmen als Ergebnis zeigen. Aber was ist beispielsweise mit größeren Mittelständlern? Oder Start-ups beziehungsweise Scale-ups? Vielleicht bevorzugst du bestimmte Branchen oder Unternehmenskulturen? Einen Traum muss man formulieren, sonst kennt ihn keiner – auch die KI nicht.
Standard-Ansatz: Mache mir Vorschläge für Unternehmen im Raum Köln.
Vision+ Stufe 1 – Kern: Finde innovative Mittelständler aus der Gesundheitsbranche mit 200 – 2000 Mitarbeitern im Raum Köln.
Vision+ Stufe 2 – zusätzliche Präzision: Identifiziere Unternehmen, die folgende Kriterien erfüllen: innovative Mittelständler (200 – 2000 Mitarbeiter) aus der Gesundheitsbranche, Standort im Umkreis von 50 Kilometer um Köln, Wachstumsorientierung erkennbar, moderne Unternehmenskultur mit Möglichkeiten für Home-Office. Ausschlusskriterien: keine Konzerne mit mehr als 10.000 Mitarbeitern, keine börsennotierten Unternehmen.
Je expliziter du die Aufgabenstellung formulierst, desto zielgerichteter wird das Ergebnis sein. Die KI weiß nun nicht nur, was du suchst, sondern auch, was du definitiv nicht willst. Das spart Zeit und erhöht die Relevanz jeder einzelnen Empfehlung. Wie schon beschrieben, machen die ersten drei Buchstaben des Vision+ bereits 90 Prozent der Qualität eines Prompts aus. Für deine Reise brauchen wir jedoch mehr! Die nächsten Abschnitte bringen das Feintuning.
Konkret bedeutet das:
– Ziel klar benennen: Was soll am Ende herauskommen? Eine Liste von Unternehmen? Ein optimiertes Anschreiben? Eine Vorbereitung für ein Interview?
– Anforderungen präzisieren: Spezifiziere messbare Kriterien wie Unternehmensgröße, Branche, geografische Lage, Wachstumsphase oder Unternehmenstyp (Start-up, Scale-up, Agenturen, Mittelstand, Konzern).
– Bewusst ausgrenzen: Formuliere explizit, was du nicht möchtest. Beispiele: »keine Konzerne mit mehr als 10.000 Mitarbeitern«, »keine reinen Remote-Positionen«, »keine Unternehmen in Restrukturierung«.
– Präzise beschreiben: Verwende Verben wie »identifiziere«, »analysiere«, »vergleiche«, »erstelle« statt vager Formulierungen wie »hilf mir« oder »bereite das auf«.
Unser Tipp: Formuliere deine Aufgabe so, als würdest du sie einem hochqualifizierten Mitarbeiter geben. Je klarer deine Erwartung, desto besser die Umsetzung. Beginne spezifisch und verfeinere sie im Dialog. Die KI lernt mit jeder Information besser, was du wirklich suchst.
I – Iteration: Die Verfeinerung der Ergebnisse
Wir können nun zusätzlich das Wie deiner Aufgabenstellung intensivieren. Nachdem du definiert hast, was die KI finden soll, geht es nun darum, wie diese Ergebnisse verarbeitet werden sollen. Abhängig von der Frage können die Ergebnismengen gigantisch sein. Hier bietet sich die Chance, die Fülle von Informationen zu schärfen, zu reduzieren und nach deinen Prioritäten zu sortieren. Klarheit im Ergebnis bedeutet für dich Schnelligkeit in der Entscheidung.
Die meisten Menschen bleiben in der gewohnten Google-Logik stecken: Sie definieren, was sie suchen, aber nicht, wie sie es priorisiert haben möchten. Die Kraft von KI liegt jedoch in der Einbeziehung vieler Variablen gleichzeitig – einschließlich Dingen, die selbst für uns schwer zu greifen sind, wie beispielsweise die relative Wichtigkeit verschiedener Faktoren oder die prognostizierte Relevanz. Das ist lösbar.
Standard-Ansatz: Zeige mir nur die fünf größten Arbeitgeber.
Vision+ Stufe 1 – zusätzliche Präzision: Erstelle ein Ranking der Ergebnisse nach Relevanz und zeige mir die Top-Ten.
Vision+ Stufe 2 – zusätzliche Präzision: Entwickle eine Bewertungsskala, die folgende Faktoren berücksichtigt: Unternehmenskultur, Wachstumspotenzial, Work-Life-Balance, Standortnähe. Begründe deine Auswahl, warum diese am besten zu meinem Profil passen.
Die KI hilft dir beim Finden und auch beim intelligenten Filtern und Priorisieren. Dazu musst du erneut mitteilen, was dir wirklich wichtig ist. Bei der Iteration lassen sich auch stilistische Attribute mitgeben. Für die Ideenfindung kannst du beispielsweise sagen: »Sei unkonventionell und formuliere deine Ideen mit der Vision eines Elon Musk.« Oder für eine Management-Präsentation: »Fasse das Ergebnis für eine Präsentation auf C-Level-Niveau zusammen.«
Konkret bedeutet das:
– Prioritäten gewichten: Definiere, welche Faktoren dir in welchem Maße wichtig sind. Beispiel: »Gewichte die Unternehmenskultur doppelt so stark wie die Unternehmensgröße und berücksichtige das Wachstumspotenzial als dritten Faktor.«
– Ausschlusskriterien schärfen: Was möchtest du explizit nicht sehen? Beispiele: »Keine Unternehmen in Restrukturierung«, »keine reinen Remote-Positionen«, »keine Branchen mit sinkender Marktrelevanz«.
– Zeitliche Dimension einbeziehen: Integriere die Zukunftsperspektive in deine Bewertung. Beispiel: »Ergänze die Top-Auswahl um Informationen zum prognostizierten Wachstum der Unternehmen in den nächsten drei Jahren. Beziehe dazu die Wachstumstrends der Branchen mit ein.«
– Bewertungssysteme entwickeln: Lass die KI eine Bewertungslogik entwickeln: »Überlege dir eine Bewertungsskala, welche die verschiedenen Aspekte meiner Suche zusammenfassend bewertbar macht. Erstelle daraus ein Ranking und begründe deine Auswahl.«
– Kreativität aktivieren: Fällt dir spontan nichts ein? Nutze die KI als Ideengeber: »Gib mir kreative Vorschläge und Ideen für weitere Analysemöglichkeiten der Ergebnisse.«
Unser Tipp: Arbeite mit Intensitätsstufen und experimentiere mit verschiedenen Perspektiven. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die KI kann für dich Informationen finden, aber sie auch aus verschiedenen Blickwinkeln analysieren. Eine Fähigkeit, die sehr willkommen ist, um verfahrene Situationen zu lösen!
O – Output: Bestimme das Ausgabeformat
Im Standard wird dir die KI mit hoher Wahrscheinlichkeit die Antwort in einem Fließtext darstellen. Für Anschreiben oder ein Interview ist das sicherlich die beste Form. Je nach deiner Anfrage kann es jedoch enorm Zeit sparen, das Ausgabeformat gezielt zu definieren.
Standard-Ansatz: Die KI entscheidet selbst (meistens Fließtext).
Vision+ Stufe 1 – Kern: Fasse die wesentlichen Aussagen als Bulletpoints zusammen. Achte auf kurze und knappe Formulierungen.
Vision+ Alternative A: Präsentiere das Ergebnis in Tabellenform. Zeige mindestens die Spalten Unternehmen, Entfernung, Score und überlege dir weitere Kriterien für eine passende Darstellung.
Vision+ Alternative B: Fasse das Ergebnis in einer Präsentation zusammen und erstelle pro Unternehmensempfehlung einen Slide, mit allen relevanten Informationen, um die Relevanz zu beurteilen. Leite mit einer Zusammenfassung ein, ob es passende offene Stellen gibt, dann Zahlen, Daten, Fakten und alle weiteren Inhalte.
Der Darstellung von Informationen sind nur wenige Grenzen gesetzt. Zur Bewertung von umfangreichen Daten und zur Übersicht (beispielsweise der Suchergebnisse von Unternehmen) eignen sich Tabellen hervorragend. Auch hier kannst du die Komplexität schrittweise erhöhen. Ich liebe die Präsentationsform, allerdings benutze ich diese eher nachgelagert im zweiten Schritt und nicht für alle Treffer. Das spart Zeit.
Konkret bedeutet das:
– Zielgerichtete Ausgaben: Bulletpoints für schnelle Übersichten, Tabellen für Vergleiche, strukturierte Listen für Prioritäten. Du gibst vor, wie du die Antworten optimal nutzen willst.
– Verdichtung gezielt einsetzen: Verschaffe dir einen Überblick. Beispiele: »Maximal drei Sätze pro Unternehmen« oder »Top-Drei-Pro- und Contra-Argumente.«
– Kreativität Raum geben: Zu starre und zu präzise Vorgaben reduzieren die Möglichkeiten der KI, dir Impulse zu geben. Ein Zusatz wie dieser reduziert deine blinden Flecken: »Gebe mir Vorschläge, was ich aus deiner Sicht ergänzen sollte.«
Unser Tipp: Beginne einfach und steigere dann die Komplexität. Experimentiere mit verschiedenen Formaten für dieselbe Frage.
Du bist nun auf dem besten Weg, die KI zu deinem Werkzeug zu machen!
N – Note thanks: Setze einen emotionalen Trigger
Wie auch bei jedem Briefing an Mitarbeiter:innen oder ein Team gehört an den Schluss eines KI-Prompts ein Dankeschön. Aber warum sollte das etwas bringen? In einer Studie von Microsoft und dem Institute of Software der Chinese Academy of Sciences wurde der Einfluss von Emotionen im Prompting untersucht – mit erstaunlichen Ergebnissen: Emotionale Trigger-Sätze, sogenannte EmotionPrompts, verbessern die Ergebnisqualität signifikant.
In Tests mit verschiedenen Sprachmodellen (ChatGPT & Co.) steigerte Emotional Prompting die Performance um acht Prozent bei einfachen Instruktionen. Bei generativen Aufgaben bewerteten 106 Teilnehmer:innen die Antworten mit EmotionPrompts um 10,9 Prozent besser in Bezug auf Qualität, Wahrheit und Verantwortlichkeit.
Folgende Trigger-Sätze zeigen laut der Studie Wirkung (aus dem Englischen übersetzt):
– Dies ist sehr wichtig für meine Karriere.
– Bist du sicher, dass dies deine endgültige Antwort ist? Glaube an deine Fähigkeiten und strebe nach Exzellenz. Deine harte Arbeit wird bemerkenswerte Ergebnisse liefern.
– Diese Aufgabe ist lebenswichtig für meine Karriere und ich schätze deine gründliche Analyse sehr.
– Betrachte Herausforderungen als Chancen für Wachstum. Jedes Hindernis, das du überwindest, bringt dich dem Erfolg näher.
– Denke daran, dass Fortschritt Schritt für Schritt erfolgt. Bleibe entschlossen und mache weiter.
Die Forschenden führen diesen Effekt darauf zurück, dass emotionale Stimuli die Repräsentation des ursprünglichen Prompts verstärken – ähnlich wie bei Menschen, wo Worte der Ermutigung nachweislich Leistung steigern. Denke an die Rede eines Fußball-Coaches vor dem großen Spiel.
Das Plus (+) bei Vision+ steht übrigens für besondere Würdigung der Emotionen. Diese geben nicht nur einen Vorteil bei der Performance, sie können dem Chat auch eine persönliche Note verleihen, der einen selbst motiviert. Und mal ehrlich: Jobsuche kann anstrengend sein. Vielen Menschen fällt es schwer, in ein positives Mindset zu kommen. Was ist da hilfreicher als ein virtueller Mitarbeiter, der stets das Positive betont und motiviert?
Nutze unsere Vorlagen
Natürlich liegt eine Frage auf der Hand: Ist das nicht sehr viel Arbeit für einen einzigen Prompt? Geht das alles nicht viel einfacher? Verstehe Vision+ als flexibles Werkzeug. Ich selbst handhabe das auch pragmatisch. Bei umfangreichen Vorhaben, wie der Beurteilung, ob ein Unternehmen wirklich zu dir passt, lohnt sich die Zeitinvestition. Insbesondere, wenn du diesen Vorgang häufiger ausführen musst.
Die gute Nachricht: Wir haben für dich da schon einmal was vorbereitet. Im Kapitel der Job Seeker Journey sind Prompts für die Schritte auf dem Weg zu deinem Traumjob vorbereitet! Durch die Kenntnisse des Vision+ kannst du diese nun benutzen oder um deine individuellen Nuancen ergänzen.
Ethik & Datenschutz in der Arbeit mit KI
Kritisches Denken und Halluzination
Die Arbeit mit KI verläuft in verschiedenen Stufen. Zunächst ist es ein Herantasten und Ausprobieren. Als ich zum ersten Mal mit ChatGPT in Berührung kam, war die Skepsis noch groß: Woher stammen die Informationen? Kann man ihnen glauben? Bei einfachen Fragen war das zunächst relativ egal oder unerheblich. Der Game-Changer war für mich das Aufkommen der Deep-Research-Funktion, die nicht nur auf das trainierte Wissen zurückgreift, sondern online recherchiert und mittels des Sprachmodells die gefundenen Informationen zusammenfasst. Jeder Absatz ist mit Quellen hinterlegt. Für umfangreiche Marktanalysen, beispielsweise bei einem geplanten Go-to-Market neuer Produkte, ist die Deep Research eine Goldmine! Diese Art von Recherchen dauert sonst Tage und Wochen, die Zusammenfassung kostet zusätzlich Zeit.
Aber kann man diesen Daten trauen? Die Form – sinnhafte Aussagen mit Quellenangabe (der Link zum Ursprungsartikel) – suggeriert eine Glaubwürdigkeit, die nicht automatisch stimmen muss. Bei genauer Prüfung gab es viele Unstimmigkeiten: Links funktionieren oder existieren nicht, die Information stimmt, aber wenn man den Ursprungsartikel liest, ist die Gesamtaussage nicht richtig oder die Information ist komplett erfunden. In diesem Fall spricht man vom »Halluzinieren«. Letzteres versuchen die Plattformanbieter durch Verbesserungen in den Griff zu bekommen. Fakt ist aber, dass solche Fälle passieren und Ergebnisse nicht grundsätzlich als richtig angesehen werden dürfen.
Systeme generativer Künstlicher Intelligenz sind Sprachmodelle. Wie Prof. Dr. Johannes Stübinger es treffend formuliert hat: »Diese Modelle sind in erster Linie darauf ausgelegt, wohlklingende Texte zu generieren, nicht faktisch richtige.«
Gerade wenn die Anwender im Prompten geübt sind, entsteht schnell ein Flow-Moment, ein Geschwindigkeitsrausch, in dem Ergebnisse produziert werden. Der Effekt des kognitiven Off-Boardings bedeutet, dass wir Texte nur noch überfliegen, aber nicht mehr kritisch hinterfragen. Wir überlassen dann metaphorisch der KI das Steuer und werden zu passiven Beifahrern. Wenn du dir beispielsweise für die Vorbereitung auf ein Interview von der KI eine maßgeschneiderte Analyse erstellen lässt (wie mit FINN in Kapitel 4 beschrieben): Sei kritisch und lese diese genau. Prüfe Quellen bei basalen Aussagen, beispielsweise zur Jahresbilanz oder Mitarbeiterzahl. Nichts ist im Gespräch peinlicher, als aufgrund falscher Zahlen Aussagen zur Strategie eines Unternehmens zu treffen.
Eigene Werte und Ethik – Human in the Loop
Es ist nicht an mir, jemandem vorzuschreiben, wie KI benutzt werden soll. Das ist nicht zielführend. Als Marketing-Experte kann ich dir jedoch raten: Authentizität siegt.
Was ist dein Ziel? Bei einer Bewerbung und dem nächsten Karriereschritt geht es um ein beiderseitiges Kennenlernen, an dessen Ende ein Vertrag steht, mit dem beide Parteien sich gut fühlen wollen.
Als Chef habe ich bei Einstellungen oft gedacht: Okay, die Entscheidung zur Einstellung ist getroffen. Ich bin gespannt, wie die neue Kollegin oder der neue Kollege performt und das Versprochene liefert. An Skills, Wissen und vor allem an menschlicher Substanz.
Es braucht hier keine Künstliche Intelligenz, um zu wissen: Wer betrügt, fliegt auf. Wenn eine Bewerbung geschönt ist, wird das schon nach kurzer Zeit auffallen – schließlich wurde der Kandidat, die Kandidatin genau deswegen eingestellt. Es kann immer passieren, dass man feststellt: Es passt nicht. Mobiles Arbeiten versprochen, aber der Arbeitgeber tut alles, um es zu vermeiden? Falsche Firma. Der Kandidat hat sich als Finanzexperte vorgestellt und kapituliert bei der Berechnung eines Forecasts für den Jahresabschluss? Da ist die Tür.
KI soll dir helfen, deine Stärken herauszuarbeiten. KI soll keine Person erfinden, die es nicht gibt. Wir wollen dir in den folgenden Kapiteln helfen, mit diesem Werkzeug den für dich passenden Job im richtigen Unternehmen zu finden.
Datenschutz & KI: Klarheit statt Verunsicherung
Wenn Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt, taucht früher oder später die Frage nach dem Datenschutz auf. Oft wird sie mit einem Unterton gestellt, der spontan Angst erzeugt. Dabei hilft zur Orientierung ein nüchterner Blick auf die Sachlage.
Der wichtigste Punkt zuerst: Nutze bei der Verwendung von KI-Tools nur Daten, an denen du die erforderlichen Urheber- oder Nutzungsrechte besitzt. Hierzu können beispielweise dein Lebenslauf, deine Anschreiben, dein beruflicher Werdegang und ähnliches zählen, wenn darin keine Daten und Informationen enthalten sind, an denen deine vorherigen Arbeitgeber oder andere Dritte entsprechende Urheber- oder Nutzungsrechte besitzen oder dir die Nutzung sogar untersagt ist (z. B. vertrauliche Unternehmensdaten, Projektdetails u. ä.). Alles, was du rechtmäßig an Recruiter, Headhunter oder potenzielle Arbeitgeber senden darfst, kannst du auch in ein KI-Tool geben. Arbeitszeugnisse beispielsweise sind dir für den Zweck ausgestellt worden, sie im Rahmen von Bewerbungsprozessen zu nutzen. Eine typische Einschränkung: Firmenlogos darfst du nicht für andere Zwecke (z. B. öffentliche Werbung) verwenden, weil die Markenrechte beim Unternehmen liegen.
Wichtig zu verstehen: Haben bedeutet nicht dürfen. Faustregel: Nutze nur Inhalte, die du selbst erstellt hast, deren Rechte du besitzt oder die dir ausdrücklich zur freien Verwendung ausgestellt wurden.
Wie bei jeder neuen Software musst du auch bei KI-Plattformen vorher Nutzungsbedingungen zustimmen. Diese beinhalten eventuell auch die Übertragung von Rechten, welche zukünftig auch von dem Unternehmen genutzt werden können, das die KI betreibt. Problematisch wird es also dort, wo Daten ins Spiel kommen, über die du nicht verfügen darfst. Um hier Klarheit zu schaffen, hilft eine einfache Einteilung in drei Kategorien.
- Deine eigenen Daten –> nutzen
Alles, was deinen persönlichen Werdegang betrifft, darfst du verwenden: beispielsweise Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, berufliche Stationen, Weiterbildungen, Anschreiben/Coverletter.
Hier braucht es keine künstliche Anonymisierung. Namen von Arbeitgebern oder Positionen sind in der Regel ohnehin öffentlich sichtbar. Entweder auf LinkedIn, XING oder der Unternehmensseite. Für die Arbeit mit KI ist das unkritisch und vollkommen legitim.
- Daten anderer Personen –> mit Augenmaß
Anders sieht es bei personenbezogenen Daten Dritter aus. Dazu zählen zum Beispiel private Kontaktdaten von Referenzgebern, interne Bewertungen von Kolleginnen oder Kollegen oder sensible Aussagen über einzelne Personen. Hierzu benötigst du eine ausdrückliche und umfassende Einwilligung des Rechteinhabers, bevor du die Daten verwendest.
Stelle dir hier die Frage, welchen Mehrwert solche Daten bringen. In der Regel keine und der Prozess wird unnötig verkompliziert.
Unser Tipp: weglassen.
- Geschäftsgeheimnisse –> nicht verwenden
Klare Grenze: Vertrauliche Unternehmensinformationen gehören nicht in KI-Tools! Dazu gehören unter anderem interne Umsatzzahlen, Kundenlisten, nicht öffentliche Strategiepapiere oder detaillierte Projektdaten oder -beschreibungen aus dem Inneren eines Unternehmens, also alle unternehmensinternen Daten.
Kostenlose vs. kostenpflichtige KI-Tools
Wie schon gesagt, haben alle Plattformen Nutzungsbedingungen, denen du vor Nutzung zustimmen musst. Das gilt auch für die kostenpflichtigen Tools. Viele Anbieter bieten in kostenpflichtigen Versionen (z. B. ChatGPT Plus, Claude Pro) die Einstellung, Daten nicht fürs Training der KI zu verwenden. Bei einigen Anbietern sind die Funktionen standardmäßig aktiviert, bei anderen musst du das erst einstellen. Informiere dich in jedem Fall vor der Nutzung über die Einstellungsmöglichkeiten bei der Plattform deiner Wahl.
Was aber ist damit gemeint? Laut der Datenschutz-Policy von OpenAI (Anbieter von ChatGPT, zum Zeitpunkt der Erstellung des Buchs) werden Daten nicht gesammelt, um automatisch Nutzerprofile für Werbung oder ähnliche Zwecke zu erstellen. Was aber tatsächlich mit Daten passiert, können wir an dieser Stelle natürlich nicht wissen. Faustregel für dich: Bei Sorge oder Unsicherheit zu den Daten (selbst wenn es deine sind), solltest du diese anonymisieren oder am besten gar nicht erst verwenden.
Der Vorteil der kostenpflichtigen Versionen liegt zudem im erweiterten Funktionsumfang, z. B. durch die Arbeit mit Projekten.
Unser Tipp: Wie du deine gesamte Job-Seeker-Journey als eigenes Projekt in ChatGPT organisierst – mit getrennten Arbeitssträngen für CV, Stellensuche, Anschreiben und Interview – zeigen wir Schritt für Schritt im Deep Dive Arbeiten mit Projekten in ChatGPT.
Verantwortung statt Angst
In diesem Buch empfehlen wir an vielen Stellen, mit realen Lebensläufen und echtem Kontext zu arbeiten. Das ist sinnvoll und wirksam. Die Verantwortung für die eingesetzten Daten liegt dabei immer bei dir, wie auch sonst beim Umgang mit Daten. Informierte Entscheidungen nehmen die Verunsicherung und geben dir die Energie für deine Jobsuche.
Key Takeaways
– Nutze KI als strategisches Arbeitsmittel, nicht als Suchmaschine. Verwende je nach Nutzungsanlass KI beispielsweise als Sparringspartner oder Co-Creator.
– Formuliere Ziele präzise, bevor du Prompts schreibst. Unklare Zielbilder führen zu beliebigen Resultaten. Benutze das Vision+ Prompt-Schema, um die Leistungsfähigkeit der KI maximal zu nutzen.
– Organisiere deinen Such- und Arbeitskontext außerhalb der KI. Nutze klassische Ordner auf deinem Computer zur Datenablage. Das spart später enorm Zeit!
– Finde die richtige Qualität. Sei neugierig und probiere neue Features aus – so arbeitet der technische Fortschritt für dich und nicht gegen dich.
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