Fragebogen „Nahaufnahme“ mit C3-CEO Adel Gelbert, der zu kurze Socken an Männern hasst

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Adel Gelbert, CEO der Agenturgruppe C3,  die viele Dax-Konzerne von VW bis Siemens betreut.

 

Adel Gelbert (Foto: PR / C3)


Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

70 Prozent aller Transformationsprojekte scheitern, weil Unternehmen nicht vermitteln können, wohin die Reise eigentlich gehen soll und wie – wir sorgen dafür, dass das unseren Kunden nicht passiert.

 

Womit beginnt Ihr normaler Tag?

Um sieben Uhr damit, zusammen mit meiner Frau den Frühstücks-Anzieh-PünktlichausdemHauskommen-mitdenvergessenenSachenhinterherlaufen-Sprint bis 7.30 Uhr irgendwie zu bewältigen. Dann laufen und ein starker Kaffee. Wenn ich unterwegs bin, gibt es das Gegenprogramm: in Ruhe beim Frühstück und gedruckte Zeitungen lesen.

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

Die Optik: mein nachtblauer, zweireihiger Blazer und das blütenweiße Einstecktuch. Das Auftreten: britisch-reserviert.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Cringe – mach Dich mal locker

 

Tee oder Kaffee?

Kaffee – schwarz wie die Nacht und ohne alles

 

Ihr Spitzname ist…?

Beim arabischen Teil meiner Familie: Aduli.

 

Verraten Sie eine private Marotte.

Alle paar Wochen sortiere ich mein Bücherregal nach einem anderen System um – alphabetisch, nach Genre, nach Sprache, alphabetisch innerhalb der Genres, dann auch nach Größe und so weiter. Es endet nie und macht meine Familie wahnsinnig.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Sowohl privat als auch beruflich: zu kurze Socken bei Männern

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Dass ich vor mich hinsinge – und zwar Lieder, die es garantiert nicht gibt.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Schreiben, schon immer – und ich ärgere mich über mich selbst, dass das wohl bis zur Rente warten muss. Es soll auf jeden Fall der große deutsche Gesellschaftsroman der 2000er werden. Ich bitte noch um ein wenig Geduld.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Selbstironie – sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Umgekehrt kann ich eher schlecht mit Leuten umgehen, denen die komplett fehlt – und deren Anzahl scheint leider exponentiell zuzunehmen.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Bücher, eine gute Siebträger-Kaffeemaschine, Flip-Flops

 

Was war Ihr peinlichster Moment?

Mein erster Nachtalarm bei der Bundeswehr: Sammelpunkt war die Unteroffiziersdusche im Keller, der „Strahlenschutzraum“. Alle anderen wussten um den Proxy und standen mit kompletter Ausrüstung bereit – ich kam in der sehr eng geschnittenen Bundeswehr-Badehose und mit Handtuch über der Schulter und Duschgel am Finger…

 

Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

Beim letzten Oktoberfest war mittendrin plötzlich polizeiliche Durchsagen zu hören wie „bitte begeben Sie sich ruhig, aber sehr zügig, zu den Ausgängen“

 

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?

Zähigkeit und Resilienz – und von meinem Vater Humor.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Checker Tobi – der KiKa-Moderator

 

 

(Foto: Privat)

Adel Gelbert knabbert beim Arbeiten Nüsse, wenn er sich stark konzentrieren muss. Und die bringt er immer aus Griechenland mit.

 

 

 

 

 

 

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