Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Cantourage-Chef Philip Schetter

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Philip Schetter, CEO des Startups Cantourage, das medizinisches Cannabis herstellt

 

Philip Schetter (Foto: Privat)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Cantourage wurde 2019 gegründet und stellt medizinisches Cannabis her, das in Apotheken in Europa und Großbritannien vertrieben wird.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Meist vor sieben Uhr mit einem Check der Sport-Ergebnisse, insbesondere: Basketball, und Nachrichten. Dann geht es entweder ins Gym oder zum Laufen in einen der Parks in Berlin-Kreuzberg.

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Job?

Vor dem tatsächlichen Start in den Tag höre ich unter der Dusche im Büro laut Musik und trage dann häufig Mützen. Gerade im Winter, weil das Lufttrocknen lange dauert – Klienten sind ganz erstaunt, dass ich so viele unterschiedliche Modelle habe.

 

(Foto: Privat)

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Nicht alle Witze sind wirklich gut – aber im Großen und Ganzen stimmungsfördernd.

 

Tee oder Kaffee?

Meist Tee oder Coke Zero.

 

Ihr Spitzname ist…? 

Rubio – in Anlehnung an mein blondes Haar und der Tatsache, dass meine Eltern in Spanien gelebt haben.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Beim Lunch habe ich immer feste Routinen, die ich mehrere Monate recht strikt einhalte, bevor dann wieder was gänzlich Neues esse – aktuelles Beispiel: von Salat mit Harzer Käse von März 2023 bis Dezember 2023 zu Gemüse mit Garnelen im Januar 2024.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Situationen, in denen ich sehr unnötig sehr viel Zeit verliere. Häufig selbst verschuldet: Beispielsweise wenn ich bei einer Verabredung ohnehin spät dran bin und dann Schlüssel oder Handy nicht finden kann.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich bin recht ausgeglichen, gut gelaunt und suche nach Lösungen – auch in sehr stressigen und vermeintlich ausweglosen Situationen. Das irritiert mitunter Andere, die meinen, dass ich den Ernst der Lage nicht erkenne.

Und: Meine Freunde nervt, dass ich schlecht telefonisch erreichbar bin und auf Nachrichten nicht unbedingt sofort antworte.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Auf einen Ozean schauen, guten Wein trinken, gute Bücher lesen … und vielleicht doch noch lernen, ein Instrument zu spielen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Neugierde und Intellekt gepaart mit sich-selbst-nicht-zu ernst-nehmen – so kann man sich in einer Bar bei einem Cocktail sehr kurzweilig über das neueste Album von OG Keemo, einem meiner Lieblingsrapper, unterhalten, und kurz danach über den Einsatz von KI zur Protokollierung von Konferenzen oder die politische Großwetterlage sprechen . Und was mir auch sehr wichtig bei anderen ist: Loyalität.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Rotes Beanie, AirPods, Handy.

 

Was war Ihr peinlichster Moment?

In meiner kurzen Theaterkarriere hatten wir einen großen Auftritt im Stadttheater – ich spielte die Hauptrolle als Zirkusdirektor. Das Stück startete mit einer Ansage von mir. Oder eben nicht, da ich meinen Text komplett vergessen hatte und wieder hinter den Vorhang gehuscht bin. Nach aufmunterndem Applaus des sehr freundlichen Publikums klappte es aber dann ganz ordentlich im zweiten Anlauf.

 

Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

Ich war einer der jüngsten Teilnehmer bei „Jugend trainiert für Olympia“ mit der Hockey-Schulmannschaft Mitte der 90er Jahre. Das hat damals Journalisten interessiert und ich wurde vor Ort in Berlin das erste Mal interviewt. Das Turnier wurde von Kellogg’s gesponsort – und ich erwähnte, dass wir zwischen den Spielen gerne an den Essensständen sind. Es gab dann einen größeren Artikel mit Bild, der ausführlich meine Vorlieben für Cornflakes beschrieb – aber nicht aber auf das Turnier und unseren Erfolg einging.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das? 

Eine Rolle, in der man sehr vertrauliche und sensible Geheimdienstinformationen einsehen kann. Oder: Profi-Basketballer, um dann einmal vor ausverkaufter Halle richtig gut Basketball zu spielen – und dann auch erfolgreich einen Dunking zu machen.

 

 

 

 

 

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