Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Elaboratum-Chef Philipp Spreer, der Video-Calls mit Büchern inszeniert

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Philipp Spreer, Geschäftsführer und Managing Partner der Digitalberatung Elaboratum mit Vorzeigekunden wie Allianz, Birkenstock, Eon oder Melitta

 

Philipp Spreer

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Elaboratum ist eine Digital-Beratung zu Data, Tech und Psychologie.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Mission Impossible startet um sieben Uhr, wenn drei Kinder aus drei Altersklassen ihre völlig verschiedenen Frühstücksgewohnheiten ausleben.

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

Man kann mit mir nicht smalltalken – entweder wird Deep Talk daraus oder eine neue Produktidee.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

… er manipuliert sich selbst und lässt immer irgendwelche Dinge als Gedankenstütze für die nächste Task auf dem Schreibtisch liegen. Außerdem: Überlegt sich immer, welche Bücher bei Video-Calls im Hintergrund stehen sollen.

 

Tee oder Kaffee?

Espresso-Purist – an wilden Tagen als Macchiato mit Erbsenmilch

 

Ihr Spitzname ist…? 

Phili – was witzig ist, weil meine Frau auch so gerufen wird – sie trägt die weibliche Form meines Vornamens

 

Verraten Sie eine Marotte.

Wenn ich unterwegs bin und im Hotel schlafe, fahren mich Restaurationsvideos von alten Armbanduhren runter – mein Bob-Ross-Moment des Tages.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Den Ausdruck musste ich googeln – vielleicht ein Indiz, dass ich eher ein resilienter Typ bin. Dennoch zwei Dinge: Es brodelt in mir, wenn Zusagen nicht eingehalten werden und ich Feuer löschen muss. Vor allem, wenn das zulasten des Familienzeitkontos geht. Und Menschen mit ausgeprägter Defizit-Orientierung kann ich nur homöopathisch dosiert ertragen.
 …und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich wäre kein guter Politiker und nehme (wenn ich mir sicher bin) lieber die Abkürzung, statt alle möglichen Befindlichkeiten zu bedenken.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Intelligente Kindermöbel aus Holz bauen: Multifunktional, hightech, superdezent. Erste Zeichnungen liegen schon in der Schublade …

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Menschen mit positiver Denkweise und Chancenorientierung geben mir Energie. Ich kenne keinen wertvolleren Wesenszug.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Ich arbeite daran, mich nicht von Gegenständen abhängig zu machen. Kurzfristig das Handy, klar – da läuft alles zusammen. Mittelfristig ist alles verzichtbar.

 

Was war Ihr peinlichster Moment?

Während der Covid-Pandemie habe ich unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen auf einer Digital-Konferenz gesprochen. Der Moderator kündigte den Verhaltensökonomen von „EBOLAratum“ an – die Firma heißt aber Elaboratum. Das tödliche Virus im Namen, wenn du gerade den Mundschutz abziehst und ans Mikro trittst – das war besonders.

 

Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

In einem meiner ersten Jobs war ich nebenbei auch das Maskottchen des Unternehmens – als 3,5 Meter hohes Känguru. Teenager haben regelmäßig versucht, es umzuwerfen. Manchmal erfolgreich. Eine Erfahrung, ohne die ich auch klargekommen wäre.

 

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?

Wo fange ich da an?! Mama ist schließlich die Beste! Wahrscheinlich Bescheidenheit, Zielstrebigkeit und ehrliches Interesse an anderen Menschen.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Den von Bundesminister Volker Wissing. Um in seinem Kalender bis zum Ende der Legislaturperiode jedes Autobahn-Verbrenner-Lobby-Meeting durch eine Entscheidung für ein digitaleres Deutschland zu ersetzen. Viel Arbeit für einen Tag – aber jemand müsste den Digital-Teil des Ressorts mal in den Mittelpunkt rücken.

 

(Foto: Privat)

 

„Diese Pflanze – und viele vor ihr – ist unser Office-Leben-Barometer. Eine tote Pflanze wie hier kann zwei Dinge bedeuten: Entweder sind wir viel bei Kunden unterwegs – das ist super. Oder wir kommen nicht mehr aus dem Homeoffice raus, nicht super, aber dann gibt‘ s ein Ad-hoc-Team-Event“, erzählt Philipp Spreer.

 

 

 

 

 

 

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