Was Business-Coach Monika Scheddin zur Kontaktpflege rät – und was für viele nicht selbstverständlich ist

Business-Coach Monika Scheddin im Gastbeitrag über Kontaktpflege: Wo, wie und bei welchen Gelegenheiten. Warum selbst persönliche Weihnachtskarten wichtig und die Mühe wert sind

 

Monika Scheddin (Foto: PR/Jurate Jablonskyte)

 

Sehen und wertschätzen auch bei banalen Anlässen

Menschen wollen gesehen und wertgeschätzt werden. Gibt es einen Anlass, hat man eine Gelegenheit, Wertschätzung zu zeigen. Die Anlässe dürfen banal sein: zum Beispiel ein neuer Job, Geburtstag oder ein Jubiläum. Nicht banal jedoch sollten unsere Worte sein.

Ich schreibe nicht immer und nicht jedem. Das würde ich nicht schaffen. Doch wenn ich zum Geburtstag gratuliere, dann finde ich immer persönliche Worte.

 

Anteil nehmen an Hochzeiten, Geburten, Todesfällen auf Social Media

Ich kommentiere auf Social Media. Nehme Anteil an Hochzeiten, Geburten, Todesfällen – das meiste nicht öffentlich. Wenn es möglich ist, gehe ich zu Beerdigungen. Ich weiß, wie verletzlich wir sind, wenn ein lieber Mensch gestorben ist und wie schön es ist, wenn jemand Anteil nimmt.

Auf langen Autofahrten rufe ich Kunden oder Kollegen an. Einfach so. Absichtslos.

 

Um Unterstützung bitten lernen

Ich empfehle und vernetze gerne. Bitte aber auch um Unterstützung, wenn ich sie brauche. Letzteres musste ich erst lernen und staune immer noch, wie gerne Menschen mir helfen und wie sehr es eine Beziehung pflegen kann.

 

Weihnachtskarten und Geschenke

Zu Weihnachten bedanke ich mich bei Kunden, Lieferanten, Kollegen und Freunden. Gestalte eine persönliche Weihnachtskarte und schicke ein Geschenk.

Ungefähr zwei Mal jährlich veranstalte ich einen „Gute-Leute-Mittagstisch“. Eine prominente Persönlichkeit erzählt aus ihrem Leben. Handverlesen werden dazu circa zehn Gäste eingeladen. Zwei Stunden dauert das Event, das niemand verpassen mag.

Häufig bekomme ich Einladungen zum Lunch oder Dinner. Wenn ich allen nachkäme, könnte man mich kugeln. Aus dem Grund treffe ich mich regelmäßig zum Netwalking: Austausch beim Gehen im Englischen Garten.

Ich zeige mich in meinen Kanälen, gebe Interviews, schreibe einen persönlichen Blog, denn Menschen verbinden sich mit Menschen, nicht mit Firmen.

 

Zum Netzwerken gehört preisgeben

Wer netzwerken will, darf sich Mühe geben und muss etwas von sich preisgeben.

Was ist das Minimum an Networking pro Woche, werde ich häufig gefragt.

  • Ich empfehle, pro Woche einen neuen Kontakt zu knüpfen und einen bestehenden zu pflegen.
  • Führen Sie eine Datenbank, mit der Sie wirklich arbeiten können. Füttern Sie Ihre Datenbank und misten einmal jährlich aus. Und nein, Linkedin & Co. ist keine Datenbank.
  • Nutzen Sie auch LinkedIn, um Ihre Kontakte zu pflegen und hören Sie nicht da auf, wo alle aufhören, nämlich bei der Kontaktbestätigung. Die Kontaktbestätigung ist erst der Anfang. Geben Sie interessanten Kontakten Aufmerksamkeit. Ich persönlich schaue mir jede Vita an und die Aktivitäten, bevor ich einen Kontakt bestätige. Qualität beginnt mit dem ersten Treffen – am liebsten persönlich, notfalls auch zum virtuellen Kaffee. Mindestens 80 Prozent der Kontakte auf Social Media tut nichts für Sie und umgekehrt, aber sie verwässern die Sicht auf die relevanten Menschen.

 

Mehr in meinem Buch „Connection. Überzeugen mit Charakter, Charme, Charisma“.

 

 

 

 

 

 

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