Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Lillie Li Valeur, Deutschlandchefin der dänisch-schwedischen Molkereigenossenschaft Arla Foods Deutschland

Lillie Li Valeur (Foto: PR)
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Arla ist eine weltweit führende Molkereigenossenschaft im Besitz von Landwirten aus sieben europäischen Ländern, die eine große Vielfalt an Milchprodukten herstellt.
Womit beginnt Ihr Tag?
Um 5.56 Uhr, pünktlich und ohne Ausnahme. Nach dem Duschen rufe ich meine 83-jährige Mutter in Shanghai über Facetime an, um zu sehen, wie es ihr geht. Um 6.50 Uhr nehme ich die Straßenbahn zur Arbeit. In der Bahn lerne ich mit der Duolingo-App ein paar deutsche Wörter und Sätze. Dann bin ich um 7.20 Uhr im Büro.
Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten im Job?
Ich trage immer ein schickes Kostüm mit passenden, hohen Schuhen. Auch wenn unser Dresscode legere Kleidung ist. Nur wenn ich zu unseren Landwirten auf den Hof fahre, trage ich Turnschuhe oder Gummistiefel, um übers Feld laufen zu können. Zur Arbeit fahre ich immer mit der Straßenbahn.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Sehr ähnliches, „Sie ist immer sehr gut angezogen und energiegeladen“. Und sie hat eine offene und fröhliche Art mit einem sehr lauten Lachen.
Tee oder Kaffee?
Tee, immer Tee, am liebsten Earl Grey, und dazu ein gutes Stück gereiften Käse. Ich bin ein solches Energiebündel voller Tatendrang, da wäre Kaffee einfach zu viel.

(Foto: Privat)
Ihr Spitzname ist…?
„Fröhliche Nuss“. Schon als ich jung war, nannte man mich so, weil ich gerne lache und lächle.
Verraten Sie eine Marotte.
Ich räume meine E-Mails immer am Sonntag auf, bevor die Woche beginnt.
Was bringt Sie in Harnisch?
Unehrlichkeit. Ich bin sehr authentisch und aufrichtig. Und nichts anderes erwarte ich auch von meinen Mitmenschen. Es ist in Ordnung und völlig normal, mal Fehler zu machen, wir können immer aus ihnen lernen und einen Weg finden, sie zu lösen. Das klappt aber nur, wenn wir ehrlich sind.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Meine Hartnäckigkeit. Ich lasse die Dinge nicht einfach so stehen.
Was möchten Sie gerne in Rente machen?
Ich würde gerne mehr malen und mein künstlerisches Können verbessern. Außerdem würde ich gerne jungen Leuten und Start-ups unterstützen, indem ich meine Erfahrungen mit ihnen teile.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Ehrlichkeit.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Auf meine Tasse Earl Grey Tee, auf meine zwei Handys – fast 24/7 und auf meinen Skyr zum Frühstück.
Was war Ihr peinlichster Moment?
In Indien schütteln Menschen den Kopf, um ein „Ja“ oder auch Zustimmung auszudrücken. Das hat mich bei meiner ersten Geschäftsreise dorthin vor 25 Jahren sehr verwirrt und zu einigen peinlichen Momenten geführt, weil ich immer dachte, dass mein Gesprächspartner nicht überzeugt war.
Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?
Auf einer Geschäftsreise wurde mir die Handtasche und der Reisepass gestohlen. Obwohl ich meine kleine Handtasche eng am Körper getragen habe. Die Diebe haben den Trageriemen einfach durchgeschnitten. Seitdem benutze ich nur noch Handtaschen mit dicken Lederriemen.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Ich hätte Lust, mal einen Tag in Steven Spielbergs Job zu übernehmen: Regie führen, produzieren und Drehbücher schreiben. Dann könnte ich meiner Fantasie freien Lauf lassen.
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