Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Madame-Moneypenny-Gründerin Natascha Wegelin, die Schlürfen und Schmatzen beim Essen auf die Palme bringt

Den Fragebogen Nahaufnahme beantwortet Finanzexpertin Natascha Wegelin, CEO und Gründerin  von Madame Moneypenny, die sich seit 2016 mit einem Blog, einem Podcast und auf Instagram für die Finanzaufklärung von Frauen einsetzt

 

 

Natascha Wegelin (Foto: PR/Haeussler)

 

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Wir machen Frauen finanziell selbstbestimmt und unabhängig.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Ich werde von meinem Kind geweckt, irgendwann zwischen sieben und acht Uhr. Dann toben und spielen wir kurz bevor es ins Bad geht. Falls ich vorher wach bin, geht der erste Griff noch im Bett zu Handy und Airpods, um ein Hörbuch oder Podcast zu hören. Im Moment: „Achtsame Kommunikation mit Kindern“ als Hörbuch und alles über KI in Business und Marketing als Podcast, zum Beispiel OMR Education.

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

Ich habe so ziemlich zu jeder Situation eine passende Szene aus der Sitcom „Modern Family“ parat. Einmal habe ich eine neue Mitarbeiterin via Slack mit „Yellow!“, einem Modern Family Insider, begrüßt, Sie konnte das nicht wissen und dachte, ich zeige ihr die gelbe Karte.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Ich habe nachgefragt, die Antwort war: „Nutzt sehr häufig „Modern-Family“-Referenzen.

 

Tee oder Kaffee?

Tee. Ich trinke keinen Kaffee.

 

Ihr Spitzname ist…?

Da gibt es viele, hier eine Auswahl: Täsch, Tasche, Natschi.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Wenn ich nach einer Reise nach Hause komme, bleibt der volle Koffer tagelang offen liegen. Bevor ich den auspacke, lebe ich lieber daraus, bis er leer ist. Oder: Ich werfe dann alles in die Waschmaschine, egal ob sauber oder dreckig. Hauptsache weg.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Essgeräusche. Lautes Kauen, Schlucken, Schlürfen und Schmatzen machen mich rasend. Deswegen kann ich auch nur ganz schwer ins Kino gehen – zu viele konstante, laute Essgeräusche.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Dass ich immer alle Türen geschlossen haben muss. Im Büro nicht, aber zuhause müssen immer alle Türen zu sein. Das sorgt dafür, dass ich andere im Alltag ständig darum bitte, nochmal aufzustehen und die Tür hinter sich zu schließen.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Oh, da habe ich viele Ideen! Ich möchte Vorlese-Oma im Kindergarten sein, meinen –  dann vorhandenen – Gemüsegarten pflegen und meine Enkelkinder verwöhnen. Golf spielen. Schwimmen gehen. Sauna. Mich Eierlikör schlürfend mit meinen Freundinnen über den BVB ärgern – und „Modern Family“ schauen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Ich schätze es sehr, wenn Menschen durch ihr Verhalten zu einem schönen Miteinander beitragen. Da fällt mir direkt unser Paketbote ein, Sergej. Er hat einen wahren Knochenjob, zu viel zu tun in zu wenig Zeit – wie alle in diesem Sektor. Doch während andere meckernd die Pakete vor die Tür werfen, klingeln und abhauen oder erst gar nicht vorbeikommen, schleppt Sergej die Pakete in den fünften Stock, winkt und grüßt auf der Straße und erkundigt sich nach dem Wohlbefinden der ganzen Familie. Muss er nicht, macht er aber.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

iPhone, Airpods, Bauchtasche -oder, wie die Kids sagen: Hip Pack.

 

Was war Ihr peinlichster Moment?

Da muss ich sehr, sehr lange überlegen, um etwas zu finden, was mir peinlich war. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Ist mir zu wenig peinlich?! Jedenfalls habe ich die Tochter einer Bekannten in einem Gespräch mehrmals mit falschem Namen angesprochen und es erst am nächsten Tag gecheckt. Das war mir sehr unangenehm. Es ist über ein Jahr her und beschäftigt mich noch immer.

 

Aus welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

Als ich als Kind auf dem Fußballplatz – und abseits davon – regelmäßig ausgegrenzt, gemobbt und umgenietet wurde, weil ich besser war als jeder Junge.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Ich wäre gerne für einen Tag Tierpflegerin: Den ganzen Tag draußen sein, mit den Händen arbeiten, Tiere pflegen, in begeisterte Kinderaugen sehen. Keine Technik, keine Business-Strategien, keine Marketingpläne und Teammeetings – einfach nur ein Gehege haken, Tierkacke wegmachen, Tiere füttern und am Ende des Tages Feierabend machen. Also richtig Feierabend, komplett fertig sein für den Tag. Ich würde meine dreckigen Klamotten ausziehen, die dreckigen Hände waschen und mich freuen, dass ich Tieren und Kindern etwas Gutes getan habe. Das stelle ich mir sehr erfüllend vor.

 

(Foto: Privat)

 

„Von meiner Lieblingsschokolade Vivani  (100 Prozent Kakao) esse ich jeden Tag einige Stücke zusammen mit getrockneten Datteln. Ich habe vor fünf 5 Jahren meine Ernährung umgestellt und esse seitdem weder Haushaltszucker – auch nicht in Fertigprodukten – noch Gluten oder Kuhlmilchprodukte. Also auch keine herkömmliche Schokolade,“ erzählt Natascha Wegelin.

 

 

 

 

 

 

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