Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Miji-Chefin Can Yue Maeck, „dem unpünktlichsten Mensch der Welt“ – weil 24 Stunden einfach zu wenig sind

Den Fragebogen Nahaufnahme beantwortet Can Yue Maeck, Gründerin und Geschäftsführerin des Küchengeräteherstellers Miji in Weilburg im Westerwald.

 

Can Yue Maeck  (Foto: PR)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Miji entwickelt produziert Kochgeräte mit innovativer Induktionstechnologie für Privathaushalte und Gastronomie.

 

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Um 7.14 Uhr. Um sieben Uhr geht der Wecker los, dann zwei Mal schlummern und vier Minuten aus dem Bett quälen. Dann folgt meine „Wasser-kochen-Ingwer-und-Kamille-in-die-Tasse-Routine“: eine Tasse davon bringe ich meinem Mann ans Bett, jeden Morgen. Wahrscheinlich kann er Kamille gar nicht leiden, aber tut es mir zuliebe.

 

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

Zum chinesischen Mondfest gibt es für alle jedes Jahtr traditionelle kleine Küchlein mit roter Bohnenpaste gefüllt. Am ersten Februar  werde ich das Büro mit roten Lampions schmücken und wir werden einige typische Gerichte kochen.

 

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Und so erfährt man noch mehr über sich selbst – laut meiner Mitarbeiter bin ich wohl eine tolle Geschichtenerzählerin… das wusste ich gar nicht so recht.

 

 

Tee oder Kaffee?

Beides und am liebsten gleichzeitig.

 

Ihr Spitzname ist…?

Maggie. Mein Englischdozent an der Universität in China hat mir diesen Namen gegeben. Er fand, dass ich viel Ähnlichkeit mit Margaret Thatcher habe.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich bin der unpünktlichste Mensch der Welt. Es treibt mein Umfeld zeitweise wirklich in den Wahnsinn. Ich finde 24 Stunden für einen Tag einfach zu wenig.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Volle Mülleimer, dreckiges Geschirr und ungemachte Betten, da flippe ich aus. Ich lasse dann alles andere stehen und liegen und muss das Chaos beseitigen. Und wehe, ich bekomme den in die Finger, der das Chaos angerichtet hat. Was auch nicht geht: Rausreden. Wer Ausrede um Ausrede sucht oder erfindet, bringt mich auf die Palme.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Dass ich immer, wirklich immer, das letzte Wort haben muss.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Meine Sprachkenntnisse erweitern. Italienisch hat es mir angetan, welch tolle Sprache und das Gefuchtel mit den Händen dazu. Wir haben schon einige Familienurlaube in Italien verbracht und ich will mich endlich mit dem süßen italienischen Opi an der Cafébar unterhalten.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Ich kann mich nicht in so unterschiedliche Dinge voll reinhängen wie mein Freund aus China, der Architekt ist und nebenbei voller Leidenschaft eigenen Rotwein macht. Das bewundere ich sehr und versuche, mir davon immer ein Scheibchen abzuschneiden.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Handy, Haus, Auto – die Reihenfolge ist ganz bewusst gewählt.

 

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Hochschullehrer – das letzte Wort haben ist ja meine Leidenschaft!

(Foto: Privat)

„Das Bild an meiner Bürowand ist tatsächlich selbst gemalt – von meinem Mann und meim Sohn. Sie haben dieses Meisterwerk ganz spontan gepinselt und ich hätte es ihnen gar nicht zugetraut“, erzählt Can Yue Maeck.

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