Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Nature-Love-Gründer Frank Spiegel, den Hotelfenster nerven, die sich nicht öffnen lassen

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Frank Spiegel, Gründer der Nahrungsergänzungsmittel-Marke Nature Love.

 

Frank Spiegel (Foto:Presse)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Nature Love versorgt die Menschen mit Nährstoffen in Kapseln, die es in ihrem Alltag nicht schaffen, sich um eine ausgewogene Ernährung zu kümmern.

 

 

Womit beginnt Ihr Tag? 

Ich springe noch vor sechs Uhr früh vom Bett direkt unter die kalte Dusche und bringe meinen Kreislauf in Schwung und dann mit Meditation wieder runter, bevor ich mit dem E-Scooter ins Büro zum Frühstücken fahre.

 

 

Was unterscheidet Sie als Chef von anderen Chefs im Auftreten und im Behave? 

Ich lege keinen Wert auf Äußerlichkeiten und erwarte das auch nicht von Mitarbeitern. Ich komme in meinen Alltagsklamotten ins Büro und jeder bei uns hält es so, wie er es mag. Und ich bin ein so überzeugter Verfechter flacher Hierarchien, dass ich gar kein eigenes Büro habe, sondern nah an meinem Team arbeite.

 

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Dass ich verdammt noch mal in ein eigenes Büro ziehen und mich nicht ständig in ihre Aufgaben einmischen soll.

 

 

Tee oder Kaffee? 

Unbedingt Tee, derzeit Darjeeling First Flush. Ich mag den grasigen Geschmack. Kaffee macht mich zu hibbelig, da springe ich schnell im Viereck.

 

 

Ihr Spitzname ist…?

Meine Familie und Freunde nennen mich manchmal „Träumer“ – mal liebevoll und auch mal ein bisschen boshaft. Und dann war immer mal wieder Franky oder Frankyboy an der Tagesordnung.

 

 

Verraten Sie eine Marotte. 

Ich habe die Angewohnheit, mit Stühlen zu kippeln. Bisher habe ich mir nichts gebrochen – aber etliche Stühle. Und ich esse seit Ewigkeiten jeden Morgen das gleiche Porridge. Außerdem: Vor mir ist nichts sicher, was sich auseinanderbauen lässt, vom Kugelschreiber bis zur Spülmaschine muss so ziemlich alles irgendwann mal dran glauben.

 

 

Was bringt Sie in Harnisch? 

Hotelzimmerfenster, die sich nicht öffnen lassen. Egal wie kalt es draußen ist, ich kann nur bei offenem Fenster gut schlafen. Und mich bringen Menschen in Harnisch, die sich lautstark über etwas empören können und jammern, ohne etwas zu ändern. Leider ertappe ich mich selbst oft genug bei diesem Verhalten, daran muss auch ich arbeiten.

 

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch? 

Dass ich nicht nur meine Sachen, sondern auch die von anderen auseinanderbaue – und leider nicht immer funktionstüchtig wieder zusammen.

 

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Wie in meinem Sabbatical: Die ganze Welt bereisen – nur eben viel länger und langsamer und noch intensiver. Neues sehen, Erstaunliches erleben und ganz viel fotografieren. Naturfotografie ist für mich mein Mantra.

 

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten? 

Die Fähigkeit, Probleme zu erkennen und lösungsorientiert zu handeln, kompliziertes einfach zu machen. Ich bewundere es, wenn Menschen mit minimalem Einsatz  Maximales leisten. Beispiele sind die Google-Gründer, die mit einem einfachen Algorithmus das Leben von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt verändert haben.

 

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten? 

Handy, Laufschuhe und meine Kamera für meine Naturfotos.

 

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Ich wäre gerne Wissenschaftler der Mosaic-Expedition, wenn sie das Herz der Arktis, nahe dem Nordpol, erreicht.

 

 

(Foto: Privat)

 

In diesen Wanderschuhen war Frank Spiegel ein halbes Jahr rund um die Welt unterwegs, erzählt er. Das war nach seiner Zeit als Banker bei Merrill Lynch und bevor er Nature Love gründete. Und er bedauert, dass sie im Moment viel zu oft unbenutzt herum stehen.

 

 

 

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