Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Christina Drusio. Sie ist Gesellschafterin im Kosmetik-Familienunternehmen Dr. Schrammek, in das sie nach ihrem Medizinstudium vor kurzem eingestiegen ist.
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Unser Familienunternehmen stellt dermatologisch entwickelte Hautpflegeprodukte mit Problemlösekompetenz her und verhilft Menschen mit Hautproblemen wie Akne, Rosacea oder Hyperpigmentierungen in über 60 Ländern weltweit ihr Hautbild nachhaltig zu verbessern.
Womit beginnt Ihr Tag?
Morgens um 5.45 Uhr mit dem Wecker. Der erste Gedanke ist dann „Ist die Nacht schon wieder vorbei?“. Während ich mich im Bad fertig mache, bereitet mein Mann mir jeden Morgen ein Frühstück und den obligatorischen Kaffee zu. Ohne Kaffee morgens geht gar nichts.
Wie würden Sie sich als Chef beschreiben?
Ich bin sehr strukturiert und mag organisiertes Arbeiten mit täglicher To-Do-Liste.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Manchmal kann das Strukturierte auch Überhand nehmen.
Tee oder Kaffee?
Definitiv Kaffee, mit Milch.
Ihr Spitzname ist…?
Turbo Tina – weil ich mich in der Jugend beim Sport am Sprunggelenk verletzt habe und meine Laufgeschwindigkeit mit Unterarmgehstützen überschaubar war.
Verraten Sie eine Marotte.
Leider ist Pünktlichkeit nicht meine größte Tugend.
Was bringt Sie in Harnisch?
Ungerechtigkeiten. Sei es im Job oder Privat. Ich komme aus dem medizinischen Umfeld und dort gibt es häufig noch sehr hierarchische Strukturen in denen manchmal Entscheidungen getroffen werden, die mehr willkürlich als rational erscheinen. Durch das Abhängigkeitsverhältnis in der ärztlichen Ausbildung hat man dann oft nicht den Mut beziehungsweise die Kraft, sich durchzusetzen – teils auch aus Angst vor negativen Konsequenzen. Das Leben könnte so viel einfacher sein, wenn alle respektvoll miteinander umgehen.
… und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Vermutlich mein dehnbares Verständnis von Zeit.
Was möchten Sie gerne in Rente machen?
Ich könnte mir vorstellen, das Kochen in einem Kochkurs – Sushi, Italienisch, Asiatisch – mit meinem Mann zu vertiefen, da wir beide sehr gerne kochen – und auch essen. Zweimal täglich sollte schon warmes Essen auf den Teller kommen, sonst sinkt meine Laune rapide. Außer bei Sushi, da mache ich eine Ausnahme. Das könnte ich täglich essen.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Geradlinigkeit. Das umfasst für mich auch Aufrichtigkeit und Direktheit. Wenn es zum Beispiel ein Problem in einer Sache gibt, sollte man dies direkt ansprechen, um es zu klären. Das kann allen Beteiligten viel Arbeit und Nervenkraft ersparen und bedeutet dadurch auch wieder Effizienz. Natürlich fordert solch eine Art von Gradlinigkeit jedoch auch ein gewisses Maß an Feinfühligkeit für den Zeitpunkt, den Ton und die Wortwahl.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Concealer, Kaffee, mein Handy
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Für einen Tag würde ich gerne den Job der Bundeskanzlerin übernehmen. Dann könnte ich für die Zukunft vorausschauend planen, indem ich im hier und jetzt Entscheidungen treffe. Außerdem würde ich gerne wissen, welche täglichen Herausforderungen und Entscheidungen und damit einhergehend welche Verantwortung dieser Job mit sich bringt. Viele meckern immer über die Politiker oder ihre Entscheidungen, aber was es wirklich heißt, so einen Job zu machen, wissen die wenigsten.





