Den Fragebogen Nahaufnahme beantwortet Jens Zabel, der Gründer der Zabel Group, einem Gebäudedienstleistungsunternehmen mit 8000 Mitarbeitern und Referenzkunden wie Ikea, Tchibo oder Daimler.
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Die Zabel Group ist ein deutschlandweit tätiges Facility Management Unternehmen, das seit über 30 Jahren technisches und infrastrukturelles Management mit eigenen Mitarbeitern anbietet.
Womit beginnt Ihr Tag?
Um 5.30 Uhr klingelt in Landshut mein Wecker. Der Tag startet mit einem Kaffee und los geht’s nach München mit dem Auto. Falls die Terminlage es zulässt, jogge ich noch eine Runde hinter meinem Haus in den Feldern.
Was unterscheidet Sie als Chef von anderen Chefs im Auftreten und im Behave?
In besonderen Situationen packe ich selbst mit an. Etwa als ich gemeinsam mit meinen Mitarbeitern in nur einer Nacht 3000 Quadratmeter bei Karstadt in Duisburg Grund reinigen und versiegeln musste, damit das Haus am nächsten Morgen pünktlich aufmachen konnte. Da haben meine Mitarbeiter sehr gestaunt, dass ich bis morgens dabei blieb. Dasselbe tue ich heute bei meinem zweiten Unternehmen, dem Handwerkerunternehmen Crafty: Als wir vor einem drohenden Gewitter Regenrinnen verlängern mussten, habe ich mich auch selbst auf die Leiter gestellt.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Dass ich als Chef immer persönlich erreichbar bin. Zu jeder Tageszeit und auch im Urlaub. Und das wissen meine Mitarbeiter.
Tee oder Kaffee?
Ich liebe Cappuccino und das zu jeder Tageszeit.
Ihr Spitzname ist…?
Früher war das Tiescher, also Tiger in ostdeutscher Aussprache.
Verraten Sie eine Marotte.
Eine? Ich liebe es, einen Gammeltag einzulegen. Ohne Plan und ohne Verpflichtungen. Das gelingt mir allerdings leider viel zu selten…Und trage dabei meine älteste Jogginghose. Und: Wenn ich nicht schlafen kann, dann spiele ich nachts alleine Billard. Das beruhigt und bringt mich auf neue Gedanken.
Was bringt Sie in Harnisch?
Wenn ich auf der Toilette bin und der vorherige Benutzer bereits alles abgerollt hat.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Ich kann mir einfach keine Namen merken. Egal ob im privaten oder auch im beruflichen Umfeld. Und Beides ist mir natürlich auch furchtbar unangenehm. Und je älter ich werde und desto mehr Menschen ich natürlich auch kenne, desto schlimmer wird das. Ich versuche es dann zwar manchmal mit einem Namen, der mir irgendwie einfällt, damit mache ich es dann meistens noch schlimmer…
Was möchten Sie gerne in Rente machen?
Da ich in der ehemaligen DDR aufgewachsen bin, ist mein Englisch noch ausbaufähig. Ich möchte gerne nach New York gehen, dort eine Weile leben und Englisch lernen und dann eine große Tour durch die USA machen.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Mutige und Macher. Ich mag Menschen, die tun, was sie sagen. Die Dinge bewegen, nach vorne schauen und sich nicht nur gerne reden hören. Und davon braucht es in Deutschland gerade viel mehr, glaube ich.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Mein Handy, mein Auto, meine Kaffeemaschine.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Ich liebe Elefanten. Für mich die tollsten Tiere auf diesem Planeten. Und ich kann mir gut vorstellen, nicht nur für einen Tag eine Elefantenfarm oder besser ein Waisenhaus für Elefanten zu managen.
Zabel braucht immer Obst in seinem Büro: „Es ist mein Lebenselixier und dazu gibt’s jeden Tag ein bis zwei Liter selbstgebrauten Ingwertee.“



