Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Foris-Chef Hanns-Ferdinand Müller, der gerne mal Elton Johns Roadie wäre

 

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Hanns-Ferdinand Müller, Chef des Prozessfinanzierers Foris, der mit zuletzt 22,3 Millionen Euro Umsatz nach eigenen Angaben Markführer ist.

 

Hanns-Ferdinand Müller (Foto: Foris)

 

Womit beginnt Ihr Tag?

So gegen zehn vor sechs. Dann steht meine neunjährige Tochter am Bett und sagt so etwas wie: „…heute ist ein schöner Tag…“ – Ich muss gestehen: meistens drehe ich mich dann doch nochmal um und versuche noch ein wenig weiter zu schlafen. Oft reicht’s dann aber doch nur für zehn Minuten. Kinder können ziemlich überzeugend sein.

 

Was unterscheidet Sie als Chef von anderen Chefs im Auftreten und im Behave?

Ich bin nicht nur „Chef“, sondern auch besserwissender Psychologe, Psychiater, Pädagoge, Verkäufer… Ich gehe gerne durch die Büros, um mir einen Überblick zu verschaffen, mit den Leuten zu reden. Dabei kommt es schon mal vor, dass ich einen guten Rat gebe. Auf der anderen Seite werde ich jeden Tag morgens am PC mit einem Tagesplan begrüßt, den meine Assistentin organisiert und gemanaged hat – ansonsten wäre ich „lost in Space“, wüsste nicht, mit wem ich sprechen sollte, telefonieren muss etc.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

…dass ich ein „Besserwisser“ bin, der zum Psychologen muss. Und dass es gut ist, dass ich nicht selber für Struktur in meinem Arbeitstag sorgen muss. Ansonsten – so die die Befürchtung – wüsste ich nicht, worüber ich mit ihnen reden sollte.

 

Tee oder Kaffee?

Tagsüber am liebsten Wasser. Ab 18 Uhr am liebsten Wein, ohne Espresso zum Abschluss.

 

Ihr Spitzname ist…?

Sie: „Hanns-Ferdinand: wie schreibt man das?“ Ich: „Hanns mit 2n, Ferdinand mit 2n“. Das führt zu den krudesten Varianten – deshalb: HaEff.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Nach – fast – jedem persönlichen Gespräch und Kennenlernen schreibe ich meinem Gesprächspartner einen handgeschriebenen Brief zum Dank

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Ehrlich gesagt: Dummheit und Ignoranz. Am Schlimmsten ist es, wenn die beiden sich in einer Person vereinigen.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

…dass ich manche Menschen wohl spüren lassen, wenn ich sie nicht mag. Dann kann ich – was sonst eigentlich nie passiert – auch mal ziemlich kurz angebunden sein.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

…ich würde gerne als Roadie mit Elton John auf Tournee gehen, nur leider gibt er gerade angeblich seine wirklich letzte Abschiedstournee.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Gradlinigkeit, Direktheit, Offenheit. Mir sind Menschen lieber, die mir ihre Meinung ins Gesicht sagen – auch wenn wir nicht übereinstimmen –, als solche, die hinter meinem Rücken tuscheln und intrigieren. Leider gibt es von der letzteren Variante – wie ich aus vielen Jahren Erfahren weiß – durchaus etliche.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Meinen Flügel, mein Smartphone mit Music Player, meinen Füllfederhalter

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Der Job des Papstes Franziskus – ich möchte unbedingt einmal mitbekommen, wie die Kurie im Vatikan so ist.

 

Dieses Bild stet in Hanns-Ferdinand Müllers Büro im Foris-Hauptquartier in Bonn: „Keith Jarrett ist mein Lieblingspianist – ich besuche fast jedes seiner seltenen Konzernte.“

 

 

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Um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen, wird im Management-Blog nur die männliche Form genannt, immer ist aber die weibliche und andere Formen gleichermaßen mit gemeint.

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