„Nahaufnahme“- Fragebogen mit Detecon-CEO Ralf Pichler, den langwierige Hotel-Check-Ins nerven

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Ralf Pichler, CEO der Technologie- und Managementberatung Detecon International, der konzerneigenen Uternehmensberatung der Telekom und Tochter der T-Systems in Köln mit zuletzt 1211 Mitarbeitern und 220,5 Millionen Euro Umsatz.

 

Ralf Pichler (Foto: PR)

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Als Management- und Technologieberatung helfen wir unseren Kunden, den Übergang ins digitale Zeitalter zu meistern, insbesondere bei digitalen Effizienz, dem Einsatz von neuen Technologien und Konnektivität.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Ich bin selten zu Hause in München, unter der Woche bin ich bei Kunden oder einem unserer Standorte. Ich stehe um sechs Uhr auf. Da ich morgens meist zum Joggen keine Zeit habe, muss das leider bis zum Abend warten. Zwei Dinge dürfen morgens nicht fehlen: schwarzer Tee und Orangensaft.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Ich versuche diesen Prinzipien zu folgen: Behandle andere, wie du selbst behandelt werden möchtest: Fair, offen, transparent. Und: Mich mit A-Playern zu umgeben. Menschen, die eine klare Meinung, eine klare Kante haben und auch als Vorbilder für andere dienen. Ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Hier ein O-Ton: Als Chef ist Ralf sehr wertschätzend, man fühlt sich wohl dabei, mit ihm zu arbeiten.Er bringt sich auch als CEO wirklich selbst ein und sendet nicht nur seine Boten.

 

Tee oder Kaffee?

Tee. Am liebsten schwarzen Asam Tee mit Zitrone und manchmal Zucker. Diese Tradition habe ich mir aus meiner Zeit im Iran und der Türkei bewahrt.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Seit meiner Zeit in Schweden bin ich passionierter Saunagänger. Egal, ob wir -30 oder +30 Grad draußen haben.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Hotel-Check-Ins und Check-Out-Prozesse, denn die fressen auf Dauer ordentlich Zeit 😉 Im Job: Lügen und Blender. Leute, die sich darstellen wollen und sich mit fremden Federn schmücken, bringen mich auf die Palme. Zudem kann ich mit Egoismus wenig anfangen, denn der schadet sowohl der Person als auch dem Unternehmen.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Dass meine Timeline sehr eng gesteckt ist und ich es nicht schaffe, mir die Zeit für etwas zu nehmen, wofür ich mir eigentlich Zeit nehmen wollte. Oder dass ich etwas schnell über die Themen springe. Weil der Tag eben nur 24 Stunden hat.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Ich möchte zunächst eher die Ruhe suchen. In meiner Heimat München mit ihren Bergen und Seen wieder etwas mehr Aufmerksamkeit widmen. Mehr Zeit für Familie und Freunde haben, denen ich durch meine vielen Reisen jetzt schon einiges abverlangt habe. Was ich definitiv nicht möchte: In ein Loch zu fallen, sondern weiterhin kleinere Beratungs- und Aufsichtsratsmandate annehmen. Und kleinere Lehraufträge an einer Hochschule übernehmen und meine Erfahrung an die jüngere Generation weitergeben.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Wenn Leute Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit für ihren Job aufbringen. Ich schätze kollaborative Fähigkeiten, denn Teamarbeit ist wichtig für meine persönliche Entscheidungskultur. Ich arbeite ja gerne mit Leuten zusammen, die starke Meinungen vertreten. Und ich finde es wichtig, mit Humor an die Sache heranzugehen und sich auch mal selbst nicht so wichtig zu nehmen.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Mein Smartphone, mein Tee mit Zitrone und meine Joggingschuhe.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Einen Kreativberuf, wo der Arbeitstag nicht komplett mit Terminen durchgetaktet ist und ich Zeit bekomme, etwas Kreatives zu entwickeln. Mein Vater ist ja Künstler, leider habe ich jedoch sein Talent nicht geerbt. Aber für einen Tag wäre das spannend.

 

Das Nazar-Amulett und das Dalapferd bekam Ralf Pichler von seinen Teams in der Türkei beziehungsweise in Schweden als Glücksbringer zum Abschied geschenkt.

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