BVBH-Umfrage 2019: Bürohunde sorgen für loyale Mitarbeiter – Hundebesitzer verzichten für ihre Vierbeiner sogar auf Gehaltserhöhungen

120 Bürohunde gibt´s beim Springer Verlag allein am Standort Berlin. Insgesamt bringt er es auf 140 in ganz Deutschland, erzählt Markus Beyer, Vorstandschef vom Bundesverband Bürohund (BVBH). Springer gehört nämlich ebenso zu den Unterstützern des Verbands wie das Karrierenetzwerk Xing oder die Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu. Unternehmen in Hamburg und Berlin sind die Hunde-Hochburgen, erzählt Beyer. Wo hundefreundliche Arbeitgeber zu finden sind, zeigt die Bürohundkarte Deutschland – das sind bei weitem nicht alle, aber etliche.

 

Wenn eine Hundeerlaubnis wichtiger ist als Kicker  oder Obstkörbe

Immer öfter bekommt der Bürohundeverband inzwischen auch Anfragen aus Unternehmen in Städten in der Größenordnung wie Paderborn oder in Landstrichen wie der Schwäbischen Alp. Regionen, wo Arbeitgeber qualifizierte Fachleute normalerweise nicht so einfach hinlocken können. Zumal gesuchte Fachleute sich ihre Wunschorte selbst unter den Metropolen aussuchen können. Die diskutieren auch nicht über Geld, das wird vorausgesetzt, erzählt Beyer. Kicker und Obstkörbe da ebenso wenig. Aber ob Hunde im Unternehmen zur Arbeit mitgebracht werden dürfen, das ist unter Umständen ein wichtiges Argument für solche begehrten Fachleute.

 

Markus Beyer, Vorstandschef vom Bundesverband Bürohund mit Nando (Foto: BVBH)

 

Hundeerlaubnisse in Stellenanzeigen unüblich – noch

Ulkig nur, dass so wenige Unternehmen offensiv in ihren Stellenanzeigen damit werben, wundert sich Beyer: „Eigentlich eine Riesenchance, die sich viele durch die Lappen gehen lassen.“ Seine Beobachtung: Sobald auf der BVBH-Homepage eine Stellenanzeige erscheint, die sich an Leute mit Hunde richtet, gingen die Zugriffe  rapide in die Höhe.

Dazu passt eins der Kern-Ergebnisse der Umfrage, die der BVBH zum Bürohundetag am 21.Juni veröffentlicht: Knapp 49 Prozent der Hunde-Halter wären bereit auf eine Gehaltserhöhung zu verzichten, wenn sie ihren Vierbeiner mit zur Arbeit bringen dürfen. https://xn--bv-brohund-deb.de/buerohund-index-deutschland-2019-ergebnisse/

So ist es auch zu erklären, dass sich immer häufiger beim BVBH Unternehmen der öffentlichen Hand melden: Die können in puncto Gehälter oft nicht mit der freien Wirtschaft mithalten, aber dafür beim Thema Hund-Erlaubnis im Job.

Ein anderes Ergebnis der Umfrage: Nur bei 31 Prozent der Unternehmen mit Bürohunde-Erlaubnis denken Mitarbeiter über eine Kündigung nach. Bei Unternehmen ohne Hunde sind es dagegen 53 Prozent. Das kann in Zeiten von Fachkräfte-Mangel für Arbeitgeber durchaus unangenehm werden.

 

Top-Five Erkenntnisse der Umfrage des BVBH Bürohund-Index 2019 

  1. Einfache Einführung von Hunden im Büro
    Die Erfahrung zeigt: Mit ca. 85 Prozent Zustimmung wird die Einrichtung von Bürohunden in Unternehmen als einfach erlebt.
  1. Hervorragende Wirkung von Hunden im Büro
    Über 90 Prozent der Mitarbeitenden erleben durch Bürohunde eine Verbesserung des Arbeitsklimas und eine bessere persönliche Work-Life-Balance.
  1. Sehr positive grundsätzliche Einstellungen auch in Unternehmen ohne Bürohund
    85 Prozent der Mitarbeitenden würden sich über einen wohlerzogenen Bürohund in ihrem Arbeitsumfeld freuen – 49 Prozent würden dafür sogar auf eine Gehaltserhöhung verzichten.
  1. Höhere Loyalität zum Arbeitgeber durch Bürohunde
    Die Bereitschaft, über einen Arbeitgeberwechsel nachzudenken, liegt bei Mitarbeitenden in Unternehmen mit Bürohund um 41 Prozent niedriger.
  1. Der Bürohund als Benefit bei der Suche nach neuen Talenten
    20 Prozent der Unternehmen weisen in Stellenanzeigen auf die Möglichkeit hin, einen Bürohund ins Unternehmen zu bringen.

Quelle: Bundesverband Bürohund 2019

 

 

 

 

 

 

Markus Beyer über den Bundesverband Bürohund: Der BVBH finanziert sich über Seminare und Mitgliedschaften. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter – das Kernteam besteht aus drei Mitarbeitern und hinzukommen ein halbes Dutzend Helfer wie Programmierer, Marketing- oder Rechtsberater. Würde man den gesetzlichen Mindestlohn zugrunde legen, haben sie bereits 1,5 Millionen Euro investiert.

 

Blogger-Relevanz-Index 2018

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*