Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Headhunterin Anke Hoffmann, die als Kind den Spitznamen Peter hatte

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Headhunterin Anke Hoffmann. Sie ist Ex-Bundesliga-Handballspielerin und Gründerin der gleichnamigen Personalberatung, die auch im WirtschaftsWoche-Ranking „Deutschlands beste Personalberater 2018“  vertreten ist. 

 

Anke Hoffmann (Foto: Hoffmann & Partner)

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut?

Wir besetzen Top Positionen im deutschen Mittelstand.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Mein Wecker klingelt Gott sei Dank nicht so früh, also um acht Uhr. Wenn ich die Jalousien öffne, steht schon unser Kater Glocki vor dem Fenster und schnurrt, will gestreichelt werden und sitzt dann bei mir, wenn ich meinen Tee trinke. Dann lese ich erst mal „Kicker“ online – und dabei stört mich auch keiner aus der Familien, weil die dann schon aus dem Haus sind.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Ich achte auf Fairness. Ich bin so eine Chefin, bei der keiner um Gehaltserhöhungen betteln oder pokern muss: Wer gut ist, bekommt was drauf, auch wenn er nicht selbst anfragt. So halte ich es auch mit Beförderungen von Frauen. Ansonsten lobe ich bewusst und im Detail, ganz konkret und viel. Womit jeder Mitarbeiter jederzeit rechnen muss: Ich sehe durch die Kundenbrille. Und aus all diesen Gründen arbeitet mein Kernteam jetzt schon seit 15 Jahren bei mir – und auch neu dazukommende Mitarbeiter bleiben.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Sie ist null nachtragend und wer ihr auf die Füße tritt, kann am nächsten Tag beruhigt weitermachen. Bei ihr gibt es kein Belauern. Sie ist sehr diszipliniert, konsequent und   leistungsorientiert – aber herzlich. Sie bringt mich im Job und als Persönlichkeit voran. Und sie ist null nachtragend.

 

Tee oder Kaffee?

Cappuccino und Morgentau Tee

 

Ihr Spitzname ist…?

Peter wurde ich in der Kindheit genannt, weil ich mit den Jungs Fußball spielte und aussah wie ein Junge. Ansonsten: AHO. Klingt doof, ist aber so.

 

Verraten Sie eine Marotte?

Unpünktlichkeit. Ich fahre oft zu spät los, so als ob ich den zeitlichen Druck als Adrenalinspritze benötige. Ich fahre mit dem Navi gegen die Uhr. Ich kann es nicht ändern.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Ungerechtigkeiten, Oberflächlichkeiten und Gelaber um nichts. Und wenn jemand im Auto vor mir 68 Stundenkilometer schnell fährt, obwohl 80 Stundenkilometer erlaubt sind. Da geht mein Puls hoch. Mein jüngerer Sohn Finn schafft das auch bei mir, wenn er mir zum hundertsten Mal mein Ladekabel für`s Handy entführt hat.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Meine Kinder regt es auf, wenn ich am Computer arbeite und – meinen sie zumindest – nicht multitaskfähig bin, also nichts anderes mehr höre. Ich werde übrigens zur Furie, wenn wir mit der ganzen Familie um 9.30 Uhr anfahren wollen, aber mein Sohn um 9.27 Uhr noch vor seinem Schrank sitzt. Und überlegt, was er anzieht. Und ja, ich weiß, dass ich selbst unpünktlich bin…

 

Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen?

Golf spielen und ehrenamtlich arbeiten, am liebsten im Jugendfußball. Und ich möchte noch promovieren. Das Thema habe ich schon: Warum scheitern Menschen so häufig, die erst nach zehn bis zwölf Jahren ein Unternehmen wechseln?

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Loyalität, Schlagfertigkeit, ich mag es, wenn man mir Paroli bietet, Intelligenz.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Fußball, Golfschläger und mein Iphone

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Ich wäre gern ein Tag Präsidentin des DFB, vielleicht kann man auch diese Männerbastion knacken! (-: Nicht nur weil mein älterer Sohn Ron-Thorben, bei Bayern München spielt. Ich sitze bei jedem mehr oder weniger wichtigen Fußballspiel im Stadion oder vor dem Fernseher.

 

In ihrer Schreibtischschublade verwahrt Anke Hoffmann abgelegte Fußballhandschuhe ihres Sohns Ron-Thorben, der Torwart ist beim F.C.Bayern München. Sein Bruder Finn tritt dagegen in die Fußstapfen der Mutter und spielt als Handballer bei den Füchsen in Berlin.

 

 

 

 

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