Fragebogen „Nahaufnahme“ mit VKE-Chef Martin Ruppmann, dem erbitterten Kämpfer gegen Produktpiraten

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Martin Ruppmann, der nicht nur Geschäftsführer des VKE-Kosmetikverbands in Berlin ist, sondern einer der erbittertsten Kämpfer gegen Produktpiraten – Schulter an Schulter mit den Zollbehörden. Er stattete unserem Verlag in Düsseldorf einen Besuch ab, denn im Mai finden die Duftstars, der Deutsche Parfumpreis, in diesem Jahr zum ersten Mal in Düsseldorf statt.

 

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Als Verband moderieren wir die Beziehungen zwischen Handel und Industrie und wir bekämpfen die Markenpiraterie Schulter an Schulter mit dem Zoll.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Um sechs Uhr früh, wenn meine Münsterländer-Hündin Akira mich wachstupsen kommt. Dann drehen wir unsere Morgenrunde durch eine Schrebergartenanlage hier in Berlin und dann bringe ich meine Kinder auf dem Weg ins Büro zur Schule.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Bei mir wird extrem viel gelacht. Wir lieben es im Team, uns gegenseitig Whatsapp-Filmchen und -Fotos hin- und herzuschicken.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Dass ich grantig werden kann, wenn jemand seine Freiräume nur ausnutzt. Oder wenn jemand unter seinen Möglichkeiten bleibt und ich genau weiß, dass er es besser kann.

 

Tee oder Kaffee?

Nespresso, ich bin der Kapsel-Typ. Jeder morgen im Büro beginnt für mich mit einem Espresso und einem Wasser und gerne mal einer Apfeltasche.

 

Ihr Spitzname ist…?
Ruppi

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich bin nicht nur Hobby-Jäger, sondern auch Sammler. Ich hebe alles auf, ich bin fürchterlich – aber ich weiß auch genau, wo welche Unterlage liegt. Nicht mal die Lokalpresse, die „Berliner Zeitung“ kann ich einfach ungelesen wegwerfen, weil ich mir keinen neu eröffneten Laden entgehen lassen will.
Und es gibt noch eine: ich frage in jeder Parfümerie nach einem Herrenduft, der holzig riecht – es klappt nie. Das ist ein Spiel für mich, denn eigentlich wäre der ohnehin für meinen Vater gedacht.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

… zu verlieren. Wenn ich herausbekomme, dass jemand „hintenrum“ ist. Und nicht waidgerechtes Jagen.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Meine Frau meine Sammelleidenschaft. Es ist zwar alles ordentlich, aber eben zu viel. Und dass ich immer mehrere Dinge gleichzeitig mache.

 

Was möchten Sie gerne mal machen, wenn Sie in Rente und fit sind?

Ich würde mein Jagdrevier so gestalten, wie ich es schon seit zehn Jahren vorhabe: mehr Natur, mehr Hecken und Gräben, mehr Fläche fürs Wild und weniger industrielle Landwirtschaft.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Verlässlichkeit. Und: Geduld mit mir. Außerdem lasse ich mich gerne mitreißen, ich liebe es, wenn Menschen motivieren können.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Als meine Familie und meine Hündin sind ja keine Dinge. Also mein Mobile, fränkisches Bier und mein Night-Hunter-Fernglas.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, um selbst Meinung zu machen. Entscheiden, was ins Blatt kommt und wie man etwas bewertet – als gut oder schlecht.

 

 

 

Auf Martin Ruppmanns Schreibtisch steht diese Mini-Ausgabe eines Porsches 911, die „er gerne als Original irgendwann im Leben mal hätte“. Aber mit Familie sei das eben ungünstig. Bei ihm zuhause ist es deshalb der Running Gag: Dann nennt er seine beiden Kinder „meinen Porsche und meinen Ferrari“.

 

 

 

 

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