TV-Tipp „Quest’s World of Wonder“: London – die erhabene City

London ist nicht mehr das, was es einmal war: Die Stadt hat sich weiterentwickelt. Richard Quest, Moderator von „Quest’s World of Wonder“ und Wirtschaftskorrespondent von CNN International und CNN Business hat sich umgesehen.

 

Richard Quest (Foto: CNN International)

 

Ich bin in der glücklichen Lage, in New York zu leben und gleichzeitig ein zweites Zuhause in London zu haben. Über die Jahre durfte ich bereits viele Orte besuchen und habe dabei einige Städte sehr zu schätzen gelernt: Sydney für sein herrliches Wetter, seinen atemberaubend schönen Hafen und seinen beneidenswerten Lebensstil; Paris für seine Eleganz, seinen Stil und seine Romantik; Berlin für seine überraschenden künstlerischen Facetten und seinen außergewöhnlichen Geist; Hongkong für seine rebellische Verschmelzung von Einflüssen aus Ost und West, seine Vielfalt und sein Chaos. Trotzdem kommt von diesen Städten keine so richtig an New York oder London heran.

 

Richard Quest (Foto: CNN International)

 

Die Freiheiten von London und New York

Es gibt einen Grund dafür, warum London und New York von so vielen Städten als Vorbilder angesehen werden. Vor kurzem wurde ich in Kenia interviewt und sprach über die Freiheit, du selbst zu sein. Über die Freiheit, zu tun, was du willst; deine innersten Gedanken und Gefühle zu erkunden; zu lieben, wen du willst; zu sein, wer du sein willst, ohne dass jemand dazwischen grätscht. Die beiden Metropolen gewähren dir all diese Freiheiten. Aber da steckt noch mehr dahinter.

 

Wie das London von heute tickt: Alte Protagonisten überraschend anders

Im November durfte ich im Rahmen meiner Arbeit etwas tun, was ich schon lange nicht mehr gemacht habe: mich wieder intensiv mit meinem zweiten Zuhause befassen. London war schon immer bekannt als ein Ort, der von Ritualen und Königtum, Prunk und Parlament, Elitismus und Eleganz geprägt ist; meine Aufgabe war es jedoch, herauszufinden, wie diese Stadt heute wirklich tickt.

 

(Foto: CNN International)

 

Wir lernten dabei Veranstaltungen und Protagonisten kennen, mit denen die Londoner bereits seit vielen Generationen vertraut sind: Die glamourösen Partys der High Society, die traditionell vom glanzvollen Who is Who der verschiedenen Szenen aufgesucht werden; eine Shakespeare-Theatergruppe, die für eine Aufführung probte; Drag Queens, die sich auf die anstehende Nacht vorbereiteten; ein Chor, der in einer altehrwürdigen Kirche probte.

 

(Foto: CNN International)

 

Traditionell und trotzdem neu dank Veränderungen und Neuauflagen

Doch jede Gruppe präsentierte sich anders als erwartet. Die High Society mischte sich bei der Party unter die Instagrammer aus den schrofferen Stadtteilen; zu den Drag Queens zählte ein Junge aus dem Nahen Osten, der sein Kostüm als Hommage an die Frauen seiner Heimat und ihre Liebe zum modischen Detail trug; die Shakespeare-Aufführung war eine Neuauflage mit Jugendlichen aus den Innenstadtbezirken, die den Dialogen einen neuen Slang verpassten.

Und der Chor war derselbe, der die Welt von Harry und Meghans königlicher Hochzeit entzückte. Die Sängerinnen und Sänger trugen ein Lied eines afroamerikanischen Soulsängers vor, dessen Worte durch die alten Ecken eines jahrhundertealten Gebäudes hallten. All das war gleichermaßen traditionell und neu zugleich. Die Missachtung von Grenzen und das Einlassen auf verschiedene Einflüsse – geprägt durch Veränderungen und Neuauflagen – erscheint wie eine Metapher für London.

 

Wo London sogar New York schlägt

Viele behaupten, dass London nicht mehr das ist, was es einmal war. Sie meinen es abwertend. Sie haben Recht, aber aus den falschen Gründen. Diese Stadt hat sich immer weiterentwickelt und neu geformt. Seit seiner Gründung durchlief London Entwicklungen und hat viel verarbeitet, sich angepasst und sich wieder erneuert. Das wird die Stadt auch weiterhin tun. London ist etwas Besonderes. Ein Ort, der Vielfalt und Individualität zelebriert.

 

Mehr noch: London verfügt über einige Eigenschaften, die New York nicht hat – eine Erhabenheit, die aus seiner weitreichenden Geschichte entstanden ist; eine Lebensqualität, die es seinen üppigen und vielfältigen Grünflächen verdankt; und zuletzt etwas, das nicht so greifbar ist: eine unerschütterliche Qualität, die aus tiefen Wurzeln, Tradition und Widerstandsfähigkeit hervorgegangen ist.

 

Die nächsten TV-Ausstrahlungstermine der nächsten Episode von „Quest’s World of Wonder“ über London auf CNN International:

Samstag, 8. Dezember um 7:30 Uhr und 20:30 Uhr

Sonntag, 9. Dezember um 13:30 Uhr

Mittwoch, 12. Dezember um 18:30 Uhr

Samstag, 15. Dezember um 12:30 Uhr

Sonntag, 16. Dezember um 7:30 Uhr und 20:30 Uhr

 

 

 

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