Nahaufnahme-Fragebogen mit Cocomore-Gründer von Freyberg, der „als Chef nicht nur gackern, sondern auch Eier legen will“

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Hans-Ulrich von Freyberg, Gründer und CEO der Agentur Cocomore AG, die auf digitales Marketing und IT spezialisiert ist. An ihren Standorten in Frankfurt/Main, Köln, Genf und Sevilla beschäftigt sie 180 Mitarbeiter und hat Kunden wie Nestlé, Procter & Gamble, Thomas Cook oder Bärenmarke.

 

Hans-Ulrich von Freyberg  (Foto: Cocomore)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Als Agentur machen wir Unternehmen digital fit, zum Beispiel mit E-Commerce und E-Learning, CRM und Social Media, Apps und Online-Werbung. Als Start-up-Unternehmer entwickeln wir digitale Produkte auf eigene Rechnung.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Ab sieben Uhr arbeite ich E-Mails ab von Nachteulen, Menschen aus anderen Zeitzonen und Liegengebliebenes. Dann kommen Kinder, Sport – Laufen oder Rudern auf meiner Galeere – und Frühstück an die Reihe, bevor es ins Büro geht.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Kurz nach der Gründung von Cocomore habe ich Routinetermine und Jour Fixes abgeschafft. Bei uns gibt es stattdessen Fortschrittstermine. Meine vorrangige Aufgabe sehe ich darin, für Fortschritt zu sorgen. Deswegen leite ich immer wieder strategische Projekte selbst. Ich will als Chef nicht nur gackern, sondern auch Eier legen.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Ich denke, sie könnten das mit dem Fokus auf Fortschritt bestätigen. Oder wenigstens, dass ich auf Aussagen wie „Da bin ich gerade dran“ regelmäßig antworte: „Wann ist es fertig?“

 

Tee oder Kaffee?

Tee, am liebsten Eisenkraut.

 

Ihr Spitzname ist…?

Hans. Das ist bei mir in der Tat ein Spitzname, weil ich bei der Taufe mit einem sperrigen „Hans-Ulrich“ bedacht wurde.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Dass ich selbst in Messengern Rechtschreibung wichtig finde.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Haltungen wie Beliebigkeit, Unkonkretheit und Verantwortungslosigkeit ertrage ich schwer bis gar nicht.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich kann mir schon vorstellen, dass meine Unnachgiebigkeit, mein Veränderungsdrang und meine gelegentliche Pedanterie einige Personen hin und wieder irritieren.

 

Was möchten Sie gerne mal machen, wenn Sie wirtschaftlich unabhängig wären, nicht mehr in Ihrer Firma und ganz viel Zeit hätten?

Diese Frage ist unbeantwortbar. Ganz viel Zeit gibt es nicht. Zur Begründung dieser Sichtweise empfehle ich den ersten Brief von Seneca an Lucilius.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Mich begeistern Ideen und Kreativität, vor allem wenn sie mit Engagement, Konsequenz und Zuverlässigkeit einhergehen.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Abgesehen von der Erfüllung der physiologischen Grundbedürfnisse fällt mir beim besten Willen nichts ein, wovon ich abhängig wäre.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

ISS-Kommandant. Oder Christoph Columbus vor 526 Jahren.

 

„Dieser zehnflächige Würfel zeigt, dass es auch anders geht, als man gemeinhin denkt“, sagt Hans-Ulrich von Freyberg . Er ist ein Geschenk von Kollegen, die öfter gehört hatten, wie er über diesen vermeintlich imaginären Gegenstand sprach. „Aber Realität ist besser als Imagination. Das Ding ist ein Turbo für Würfelspiele. Spielen Sie damit mal Fang-den-Hut – ein echtes Gemetzel“, meint Freyberg.

 

 

 

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