TV- und Video-Tipp: CNN-Wirtschaftsmoderator Richard Quest im „Business Traveller“ über Flughäfen, die viel mehr sind als aufgewertete Busbahnhöfe

Richard Quest, Anchorman und Wirtschaftsmoderator bei CNN im „Business Traveller“: Flughäfen sind heute weit mehr als nur aufgewertete Busbahnhöfe. Immerhin wurden 2016 schon 7,6 Milliarden Menschen an den Flughäfen weltweit gezählt – mit Kaufkraft und Zeit zum Verweilen.

 

Richard Quest (Foto: CNN Interntional)

 

Mehr als 7,6 Milliarden ankommende und abfliegende Passagiere wurden im Jahr 2016 laut Airports Council International an den Flughäfen weltweit gezählt – das sind in etwa so viele Reisen wie Einwohner auf der Erde. Oft vermittelt ein Flughafen dem Passagier einen ersten Eindruck des Landes und kann entscheidend dazu beitragen, ob eine Reise als angenehm oder frustrierend in Erinnerung bleibt. Dank ausgeklügelter Architektur, technologischer Innovation, verbesserter Sicherheit und zahlreicher Annehmlichkeiten sind Flughäfen mittlerweile nicht mehr nur Orte, an denen Flugzeuge starten und landen.

 

Richard Quest besuchte für CNN Business Traveller die größten Gateways der Welt, darunter Dubai International (DXB), Charles de Gaulle (CDG) in Paris, Singapurs Changi Airport (SIN) und Miami International (MIA), um die aktuellen Entwicklungen und Trends an Flughäfen vorzustellen.

 

 

Dubai International stößt an seine Grenzen

„In diesem Jahr werden wahrscheinlich rund 90 Millionen Menschen über Dubai International reisen“, sagt Paul Griffiths, CEO der Dubai Airports. „DXB wird an seine Kapazitätsgrenzen stoßen.“ Aus Platzgründen war ein weiterer Flughafenausbau nicht möglich, so dass etwa 40 Kilometer außerhalb von Dubai ein neuer Flughafen entstand, der Al Maktoum International Airport (DWC). Griffiths ergänzt: „DXB wurde ursprünglich nicht darauf ausgelegt, ein großer Hub zu werden. In acht bis zehn Jahren wird der gesamte DXB-Hub nach DWC umziehen“. Das Ziel: 200 Millionen Passagiere pro Jahr.

 

Paul Griffiths, CEO der Dubai Airports (Foto: CNN International)

 

Das Shopping-Erlebnis: Champagner-Flaschen für 20.000 Euro

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Verantwortlichen am Dubai International Airport einen Gang zurückschalten. Im Gegenteil: „Die Passagiere haben oft Zeit zum Verweilen und möchten etwas unternehmen. Unter ihnen sind viele Shopping-Begeisterte, die genau das tun wollen. Die Erlöse daraus finanzieren und unterstützen all das, was Sie um sich herum sehen,“ so Griffiths. In der Tat mangelt es hier am Flughafen nicht an Duty-Free-Geschäften, wo das Angebot von hochwertiger Schokolade bis hin zum Champagner für 20.000 Euro je Flasche reicht.

 

 

(Foto: CNN International)

 

Drei Schwimmbecken für ein einzigartiges Flughafen-Erlebnis

Quest erfährt auch, warum der Flughafen seinen Kunden ein einzigartiges Flughafenerlebnis anbietet. Von Schlafkapseln über Live-Musik bis hin zur Lieferung von Mahlzeiten zum Gate: DXB hat seinen Passagieren viel zu bieten. Griffiths erklärt: „Wir verfügen über eine Kombination aus Freizeitaktivitäten, Unterhaltung, Musik und Fitness. In den Flughallen hier haben wir drei Schwimmbecken. Wir wollen sie ins Gedächtnis der Passagiere einprägen, damit sie nach ihrem Aufenthalt denken: ‚Wow, was für ein toller Flughafen! Hatte ich nicht eine schöne Zeit?“

 

(Foto: CNN International)

 

Mehr als nur aufgewertete Busbahnhöfe

Richard Quest trifft auch den Architekten Pat Askew, der an den Entwürfen der weltweit größten Flughäfen mitgewirkt hat. Für ihn sind Flughäfen weitaus mehr als nur Orte zur Abfertigung von Flugpassagieren: „Im Grunde genommen sehen wir zwei Trends. Ein Trend liegt darin, die Menschen während ihrer Reise arbeiten zu lassen. Der andere Trend ist es, die Menschen einkaufen und entspannen zu lassen, sie zu beschäftigen. Man hat erkannt, dass Flughäfen mittlerweile nicht mehr nur aufgewertete Busbahnhöfe sind.“

Gibt es denn konkrete Belege dafür, dass die Passagiere tatsächlich auch ein Flughafenerlebnis möchten? „Nicht, dass ich wüsste. Ich denke, wenn Passagiere während des Aufenthaltes Zeit haben, dann nutzen sie auch die vorhandenen Angebote,“ erläutert Askew.

 

Die Zukunft des Pariser Flughafens

Am Charles de Gaulle (CDG) befasst sich Quest mit den Renovierungsplänen für das älteste Terminal des Pariser Flughafens, dem Terminal 1. Dabei erfährt der CNN-Moderator, dass das ursprüngliche Design des 1974 entworfenen Gebäudekomplexes durchaus einige Vorteile hat: „Die Renovierung ist eine große Herausforderung. Gleichzeitig hat das Gebäude viele positive Aspekte,“ sagt Sebastien Couturier, der für die Zukunftsvision des Flughafens zuständig ist. „Der erste Aspekt wäre die Entfernung. Niemand geht mehr als 200 Meter. Es ist wirklich ein kurzer Gang von der Abfertigung bis zum Gate.“

 

Innovationen, Kunst und kurze Wege für zufriedenere Kunden

Dabei setzt der Flughafen zur Optimierung auch auf innovative Lösungen in Zusammenarbeit mit Start-ups. „Ein neues Tool, das wir gemeinsam mit einem Start-up entwickelt haben, heißt Vasco. Angesichts der Größe des Flughafens können wir nicht ständig überall im Gebäude präsent sein. Die Idee hinter diesem Tool ist, den Passagierfluss im Terminal in Echtzeit überwachen zu können.“ Für die Erarbeitung solcher Ansätze hat der Flughafen einen eigenen Innovationshub eingerichtet. Dort sollen unter anderem neue Ideen zur Verbesserung des Kundenerlebnisses entwickelt werden.

Franck Goldnadel, der Chief Operating Officer (COO) des Flughafenbetreibers Groupe ADG, berichtet über weitere Maßnahmen in diesem Bereich. So trage etwa auch das Kunstmuseum Espace Musées im neuen Terminal 2E zu einer Verbesserung des Kundenerlebnisses bei.

Neben den Flughäfen in Dubai und Paris verschafft sich Quest in der aktuellen Folge auch ein Bild vom brandneuen Terminal 4 am Changi Airport in Singapur und bekommt Einblicke in die innovativen Technologien, die derzeit am Miami International Airport in Florida getestet werden.

 

Mehr Infos zu CNN „Business Traveller“ unter: https://www.cnn.com/travel/specials/business-traveller

 

 

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