Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Georg Kühl, den seine Visitenkarte als „Digital-Opa“ ausweist

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Georg Kühl, Gründer und CEO der Internetagentur Nexum mit rund 170 Mitarbeitern und Kunden wie BMW, Lufthansa Miles & More, Peek & Cloppenburg,  Fresenius, oder Otto. 

 

 

Georg Kühl, Nexum (Foto: Nexum)

 

Erklären Sie bitte in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Wir unterstützen unsere Kunden bei der Digitalisierung: Vom Innovations- und Transformationsmanagement über Websites, Intranets, E-Commerce und App-Entwicklung bis hin zu digitalen Marketing- und Social-Media-Lösungen.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Wenn ich in Köln bin, frühstücke ich mit meiner Familie und lasse mir von meiner fünfjährigen Tochter erstmal die Welt erklären. Danach setze ich mich auf mein Rad und fahre ins Büro. Ich freue mich wirklich jeden Morgen auf die Menschen und Gespräche – mit Kollegen und Kunden. Das ging mir in der Schule schon so, nur dass mich dort die Inhalte des Unterrichts meist eher gelangweilt haben.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Um mal in der Fußballsprache zu sprechen, eine Mischung aus Sechser und Zehner, manchmal muss man auch den Libero oder sogar den Ausputzer geben, manchmal vorne vollstrecken. Entscheidend ist doch, dass wir in Summe ein Team sind und uns je nach Taktik optimal ergänzen. Sicher nehmen mein Vorstandskollege Michael und ich heute auch immer mehr die Rolle des Coaches für unsere 180 Teamkollegen ein.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

„Oh nein, jetzt fängt er wieder mit seinen Fußballvergleichen an“. Aber in der Sache würden sie mir mit Sicherheit zustimmen: Der Ball muss im Spiel bleiben und das gelingt uns nur in einem Team, in dem jeder seine Fähigkeiten bestmöglich ausspielen kann. Mit elf Verteidigern gewinnt man ja auch kein Spiel.

 

Tee oder Kaffee?

Tee und Espresso. Mit English Breakfast Tea bin ich am linken Niederrhein durch den Kontakt zu Briten groß geworden.

 

Ihr Spitzname ist…?

Schorsch, schon als Kind. Heute bezeichnen mein Vorstandskollege Michael und ich uns gerne auch als Digital-Opas, einfach, weil wir schon seit über 20 Jahren in der Branche unterwegs sind. Das steht sogar auf meiner Visitenkarte.

 

 

 

Verraten Sie eine Marotte?

In Vorträgen oder Präsentationen zu oft Zusammenhänge anhand von Fußballbeispielen zu erklären. Es nervt die nicht-fußballinteressierten Kollegen, aber eigentlich kann man damit wunderbar alles erklären…

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Wichtigtuer und Blender! Gerade in unserer Branche ein weitverbreitetes Phänomen. Im digitalen Dschungel gibt es zu viele selbsternannte Digital-Könige mit fehlendem Durchblick und Umsetzungsknowhow.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich kann sicher schon mal sehr ungeduldig sein. „Einfach mal machen“, ist so ein Spruch, den man oft von mir hört.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Loyalität, Ehrlichkeit, Authentizität, Empathie und Humor.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Gemeinsame Zeit und Erlebnisse mit meiner Familie und Freunden. Wenn es denn eine Sache sein sollte: Musik, Bilder und Bücher/News. Oder im digitalen Zeitalter: Mein Smartphone – alles in der Cloud.

 

Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen?

Ich bin Unternehmer und das mit Leidenschaft. Ich werde also sicher immer irgendwas machen: Sei es, indem ich Startups mit meinen Erfahrungen und Kontakten helfe oder jüngere und benachteiligten Menschen als Mentor unterstütze. Ansonsten: Mehr Zeit für Familie und Freunden, häufiger auf meinem Rennrad oder Mountainbike sitzen, Skifahren, Wandern und Reisen.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Dave Grohl von den Foo Fighters. Mich fasziniert, dass er sein Handwerk versteht, mit Leidenschaft betreibt und immer auf dem Boden geblieben ist.

 

  

Georg Kühl verwahrt in seiner Schreibtischschublade Jünter. Das ist das Maskottchen von Borussia Mönchengladbach und seine Tochter hat es für ihn gebastelt. Seitdem hat es dort einen Ehrenplatz und ist sein persönlicher Glücksbringer.

 

 

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