Manager-Umfrage Jobwechsler: Neue Stelle und trotzdem enttäuscht

 

Studie zum Jobwechsel: Viele Führungskräfte frustriert mit der neuen Stelle

Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras viel grüner? Nicht unbedingt. Jedenfalls nicht für Manager, die sich verbessern wollten, wenn sie die Company wechseln: Fast jeder dritte Geschäftsführer und Manager ist mit seinem letzten Jobwechsel unzufrieden (28 Prozent), etliche bedauern sogar ihren Schritt.

Welche Unternehmen ihre neuen Manager besonders enttäuschen? IT-Firmen beispielsweise, sie haben mit 37 Prozent einen besonders hohen Wert, zeigt eine Studie der Baumann Unternehmensberatung Executive Search aus Frankfurt.  Befragt wurden insgesamt 236 Führungskräfte aus den Branchen Logistik und Transport, IT, Gesundheit, Automobil und Maschinenbau.
Größte Enttäuschung: Der Lohn

Warum das so ist? Meist ist das Gehalt der wunde Punkt – und zwar bei 60 Prozent der Befragten. Besonders die Mitarbeiter über 50 Jahre sowie diejenigen, deren letzter Jobwechsel über sechs Jahre her ist.

 

Zu hohe Arbeitsbelastung bei der neuen Firma

Die 30- bis 39-jährigen Führungskräfte sind aus anderen Gründen enttäuscht von ihrem Wechsel: Sie sind genervt von zu hoher Arbeitsbelastung bei der neuen Company. Work-Life-Balance? Mangelhaft.

 

Erwartungen an Führungskräfte gestiegen

Im Gegensatz dazu haben die Unternehmen höhere Erwartung an frisch eingestellte  Führungskräfte als zuvor: So hatten 45 Prozent der Befragten von Anfang an den Auftrag, Innovationen voranzutreiben, 41 Prozent von ihnen sollten neue fachliche Akzente setzen laut Berater Baumann. Und: Für etwa jede dritte Führungskraft gehörte außerdem die Weiterentwicklung der Mitarbeiter und die Mitentwicklung der Unternehmensstrategie zu den neuen Aufgaben.

 

„Wurden Führungskräfte noch vor wenigen Jahren in erster Linie wegen ihrer fachlichen Expertise eingestellt, werden heute zusätzlich Strategie-, Innovations- und Change-Kompetenz vorausgesetzt“, weiß Baumann-Personalberater Michael Faller.

 

Ein ulkiges Ergebnis der Befragung: Die unterschiedlichen Anforderungen an männliche und weibliche Führungskräfte. Frauen werden viel seltener nach ihrem Jobwechsel in Innovationsprozesse und Strategiefragen eingebunden als Männer – und zwar nur 32 Prozent. Bei den Männern waren es immerhin 51 Prozent.

Michael Faller von Baumann (Foto: Baumann Unternehmensberatung)

 

Und: Von den Männern sollten 42 Prozent der Führungskräfte in die Entwicklung der Unternehmensstrategie eingebunden werden, aber nur 24 Prozent der weiblichen Führungskräfte.

 

 

 

 

 

 

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