Fragebogen“Nahaufnahme“ mit Lunchit-Chef Gottschaller, der immer nur ankündigt, zur Flurgymnastik zu kommen

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Florian Gottschaller, Gründer und CEO von Lunchit in München, mit deren App Mitarbeiter zu Kantinenpreisen in Restaurants essen  können.

 

Florian Gottschaller

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut?

Wir entwickeln bei Spendit digitale Mitarbeiter-Benefits, die bei den Leuten ein warmes Gefühl im Bauch entstehen lassen, wenn sie an ihren Arbeitgeber denken.
Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Ich bin gegen neun Uhr im Büro und verfasse ein Motto des Tages an unserem Team-Whiteboard. Heute morgen war es „München ist ein Ponyhof“. Ansonsten stecke ich zuerst meine Bundesliga-Stecktabelle aus dem Kicker Sonderheft wieder richtig, die von irrlichternden HSV-Fans im Büro immer in Unordnung gebracht wird.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Fair und fordernd. Immer ansprechbar und bemüht, von meinen Kollegen jeden Tag etwas Neues zu lernen und meine eigenen Erfahrungen zu teilen.

 

 … und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

„Er hat seine besten Momente nach 18.00 Uhr.“

 

Tee oder Kaffee?

Im Büro ist morgens bei mir Tee die Währung der Stunde und fließt in rauen Litern. Schwarz wie die Nacht, mit etwas Zucker. Nach dem Mittagsläuten dann gerne Cappucino von Man vs. Maschine gleich bei uns ums Eck im Glockenbach-Viertel.

 

Ihr Spitzname ist…?

Meistens Flo. Wenn ich meinen Kollegen (unseren Mitarbeiter #1) Matthias Moeser „Moesi“ nenne, nennt er mich „Gottschi“.

 

Verraten Sie eine Marotte?

Ich schreibe mich stets an oberster Stelle in den monatlichen Aushang zur freitäglichen Flurgymnastik – und erscheine nie.

 

Was kann Sie in Harnisch bringen?

Stephane Hessel, der Autor von „Empört Euch“ hat gesagt: „Jedes Individuum ist als Einzelner verantwortlich, die schlimmste Haltung ist die Gleichgültigkeit.“ Mir geht’s wie ihm – mit Gleichgültigkeit bringt man mich sehr schnell auf Temperatur.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Manche meiner Ideen – einige sind sogar gut – trage ich im Spendit Team mit allzu viel Verve vor. .

 

Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen?

Sobald die Firma ohne uns Gründer – mein langjähriger Weggefährte im Job, schon früher als Investmentbanker – Ralph Meyer ist der andere – besser läuft als mit uns würde ich gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, die einen weniger guten Start ins Leben hatten als ich. So was wie Kinder ohne Hunger e.V. in München.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Humor, Ehrlichkeit und greifbare Attitüde.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Es müsste etwas Handfestes sein: runter in die Kanalisation, den Pflegern im Krankhaus helfen, einen Tag im Kloster, Burgerbrater bei Hans im Glück, Hilfsarbeiter auf der Baustelle, Kellner auf der Wies’n, Nachtportier im Hotel, meine Liste ist lang.

 

„Die Figur habe ich mal geschenkt bekommen von jemandem, der fand, sie passe perfekt zu mir. Elvis singt, wenn man ihn auf den dicken Bauch drückt, mein Credo „A little less conversation, a little more action“, erzählt Gottschaller. Aber: „Abspielen darf ich sie leider nicht mehr, nachdem meine Mitarbeiter mir schon gedroht haben, Elvis verschwinden zu lassen.“

 

 

 

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