Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Followfish/Followfood-Gründer Knoll, der gerne mal die Neujahrsansprache des Bundespräsidenten halten würde

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Jürg Knoll, Gründer der Fischmarke Followfish / Followfood aus Friedrichshafen:

 

Jürg Knoll

Jürg Knoll

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut?

Wir verkaufen nachhaltig gefangene Fischprodukte und nachhaltig hergestellte Lebensmittel mit dem Fokus auf eine weltweit einzigartige Transparenz, die wir durch einen sogenannten Online Trackingcode (Anm.der Red.: Sendungsverfolgung) auf jedem Produkt umsetzen.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Um 8.45 Uhr mit einer Tasse Kaffee und dem Entschluss, für was ich die ersten zwei wertvollen Stunden des Tages nutzen möchte. Wenn nichts ganz Dringendes ansteht, dann beschäftige ich mich mit strategischen Fragen, die unser Unternehmen weiter nach vorne bringen.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Viel Freiheit gewährend, mit großem Vertrauen in die Mitarbeiter. So teilen sich unsere Mitarbeiter Arbeitszeit- und Urlaub im Rahmen der Möglichkeiten selber ein. Aufgabenstellungen kommen nicht von uns Chefs, sondern ergeben sich durch die zu erledigende Arbeit. Im Endeffekt weiß ich selten genau, an was die Mitarbeiter gerade arbeiten. Was zählt ist, dass wir gemeinsam unsere Ziele erreichen.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Ich glaube, sie würden dem durchweg zustimmen. Vielleicht würden sie noch hinzufügen, dass ich ein sehr untypischer Chef bin.  Ich orientiere mich zum Beispiel nicht an Hierarchien.

 

Tee oder Kaffee?

Eindeutig: Kaffee. Die erste Tasse morgens ist meine Meditation. Hier bin ich das Gegenteil von meiner Frau, die sich als Yogalehrerin morgens gleich auf ihren Tee stürzt.

 

Ihr Spitzname ist…?

Ich hatte nie einen. Aber meine Mutter nannte mich mit meinen beiden Vornamen, wenn‘s ernst wurde: Jürg Daniel….

 

Verraten Sie eine Marotte?

Mein Interesse am Wetter. Wirklich erklären kann ich es nicht, aber ich finde Wetter lustigerweise spannend. Und ich bin Teilhaber einer Schule für Windsurfing am Bodensee. Da spielt das Wetter natürlich auch eine nicht ganz unwichtige Rolle.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Ganz ehrlich: Es ist nicht einfach, mich in Rage zu bringen. Am ehesten kann das ein Verkehrsteilnehmer schaffen, der mich im Sinne der Straßenverkehrsordnung erziehen möchte. Aber auch dann rege ich mich nicht wirklich auf. Aufregen ist irgendwie nicht so meins.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Vielleicht, dass ich eben nur sehr selten in Rage gerate. Im Privaten vielleicht, dass ich zehn Minuten, bevor wir das Haus verlassen müsste, noch mal eine Badewanne einlasse. Oder sehr gut darin bin, sämtliche Autoschlüssel mit auf Geschäftsreise zu nehmen.

 

Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen? 

Meine Vorstellung meines Ruhestandes ist so ähnlich wie in dem Lied „Haus am See“ von Peter Fox: Viele Kinder und Enkelkinder, tolle Gespräche, schöne Feste, verrückte Ideen, viel Familie und Freunde. Und zwischendurch mit dem solarbetriebenen Privatjet und meiner Frau Raphaela nach Bali zum Windsurfen, Wellenreiten und Sonnenuntergänge anschauen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, ohne dabei den Respekt gegenüber Andersdenkenden zu verlieren. Und ich mag Menschen, die sich den Zugang zu ihren Träumen erhalten haben und den Mut haben, diese Träume zu leben. Außerdem habe ich immer großen Respekt, wenn ich jemandem begegne, der irgendein außergewöhnliches Talent hat.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Also an Silvester der Bundespräsident sein und live eine Neujahrsansprache halten vor vielen Millionen Zuschauern, das würde ich übernehmen.

 

 

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Hinter Jürg Knolls Schreibtisch steht seine Gitarre aus der Schulzeit: damals spielte er mit drei Mitschülern in einer Band mit dem Namen „The Crie“. Der Name hatte keine tiefere Bedeutung – und das war so gewollt. Aber die vier brachten es zu Konzertauftritten am Bodensee, spielten Cover-Stücke und auch eigene Songs. Die Richtung: Rock. Nach dem Ende der Schulzeit war es dann auch mit „The Crie“ vorbei. Heute spielt Knoll im Büro auf seiner Gitarre, wenn er sich zwischendurch mal entspannen und ablenken will.

http://www.followfish.de/de

 

 

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